Alles Artikel zum Visual Marketing

Warum ist das so wichtig?

Wenn Du meinen Blog schon länger verfolgst, dann weißt Du sicher: ich ziehe gerade auf ein Segelboot und will auf eine lange Reise gehen.
Warum mache ich das gerade jetzt und was erwarte ich davon? Und da es ja ein Business-Blog ist und kein Reiseblog: was bringt es mir für mein Business?

Dieser Umzug ist eine klare und bewusste Veränderung meines Blickwinkels. Die letzten Jahre waren streckenweise sehr durchwachsen, mein Job und die Anforderungen haben sich verändert, ich habe mich verändert. Die Pandemie im letzten Jahr hat hierbei ihr übriges getan, die Welt wird nicht mehr sein wie davor.
Daher wird es dringend Zeit, den Blickwinkel zu verändern. Und das nicht nur für mich.
Warum? Hier sind 5 unschlagbare Gründe für eine Veränderung des Blickwinkels.

No 1 – Neue Perspektiven

Das ist natürlich der logischste Punkt: wenn du von der einen Ecke in die andere Ecke Deines Zimmers gehst, sieht das Zimmer anders aus. Du siehst Möbel, die Du vorher nicht sehen konntest. Du siehst Details, die verdeckt waren.

Genauso verhält es sich im Geschäftsleben. Versetze Dich in die Position Deines Kunden, Deines Geschäftspartners. Was ist sein „Pain Point“, sein Problem oder was sind seine Wünsche? Du weißt es nicht? Dann frage nach, suche das Gespräch und finde es heraus. Es gibt dafür auch Diagramme, einen Link findest Du in der Linkliste.

Schaue Dir dein Büro oder Deinen Laden aus einer anderen Perspektive an, stelle Dich ein eine Ecke, die Du normalerweise nicht nutzt. Oder noch besser: stelle Dich auf eine Leiter und betrachte den Raum von oben. Lege Dich auf den Boden. Was siehst Du? Was fällt Dir auf?

In meinem Fall

Für mein Business bringen die neuen Perspektiven vor allem wieder einen großen Sprung in meiner Kreativität. Das Corona-Jahr hat natürlich auch bei mir Spuren hinterlassen. Es fehlen eindeutig die Impulse und die Inspiration. Vieles lässt sich online umsetzen. Aber der Besuch in einer Ausstellung, das Erleben von Konzerten, die Atmosphäre in der Stadt – all das geht nicht online.

No 2 – neue Beleuchtung

Wir bleiben beim Zimmer: wenn Du die Ecke wechselst, stehst Du jetzt vielleicht im Schatten? Wo Licht ist, ist auch immer Schatten. Es lohnt sich immer, die Schattenbereiche zu belichten und nachzuschauen: was kann ins Licht und was kann vielleicht auch weg? Man sieht es doch nicht, warum ist es dann noch da? Oftmals gibt es dunkle Ecken, jeder von uns hat diese. Vielleicht lohnt es sich, hier oder da ein Licht zu installieren und den neuen Raum auch zu nutzen.

Im übertragenen Sinn solltest Du Dein Business beleuchten: ist denn alles noch zeitgemäß? Es hat sich ja viel geändert in den letzten Monaten. Soll ich mich von dem einen oder anderen Teil trennen, da es nur Schatten bringt? Das gilt auch für Geschäftspartner! Und vielleicht lohnt es sich, ein anderes Teil hervorzuheben und den Fokus dorthin zu verlegen?

In meinem Fall

Bei mir hat die Konzentration auf Zuhause vieles ans Licht gebracht: ich konzentriere mich mehr auf das visuelle in allen Bereichen, das ist meine Kernkompetenz. Social Media ist für mich mehr in den Vordergrund gerückt und ich konnte in den letzten Monaten tolle Aktionen starten und erleben. Und ich habe viel positive Rückmeldung bekommen!

No 3 – neue learnings

Veränderung bringt immer neue Learnings. Im schlimmsten Fall ein“ es lohnt sich ja gar nicht“, im besten Fall aber ein „das habe ich mein ganzes Leben lang gesucht“.
Selbst wenn Du siehst, es lohnt sich nicht – hast Du schon sehr viel gewonnen. Du kannst einen Haken machen. Einen Haken an etwas, was Dich sonst vielleicht niemals in Ruhe lassen würde. Du lernst immer etwas über Dich und das ist das Beste, was man lernen kann. Vielleicht stellst Du auch fest, Du willst in einem Bereich mehr lernen und machst eine Weiterbildung.

In meinem Fall

Ich hatte vor 3 Jahren auch einen Moment, in dem ich gemerkt hatte: so geht es nicht weiter. Also entschied ich mich für einen Weiterbildung als Design Manager. Beruflich hat es mir nicht so viel gebracht, für meine Soft Skills und mein Selbstbewusstsein war es aber hervorragend. Ich merkte, mein Wissen ist größer als ich dachte und ich fand heraus, wo meine Stärken liegen.
Das brachte mich stärker zum Social Media und dem visuellen Marketing.

No 4 – mehr Selbstbewusstsein

Dieser Punkt ist fast selbsterklärend: wenn Du mehr über Dich lernst, neue Dinge siehst und neue Erfahrungen machst, stärkst Du automatisch Dein Selbstbewusstsein. Selbst wenn Du lernst, welche Dinge Du nicht willst. Auch das bringt Dich gestärkt und gefestigt weiter.

In meinem Fall

Auf mich poltern im Moment ganz viele neue Situationen ein: Die Heizung ist kaputt, das Wasser geht noch nicht, es ist nicht genug Platz… alle diese Situation stehe ich durch und merke, es macht mich nur stärker und selbstbewusster. Außerhalb der Komfortzone ist eine völlig neue Welt!
Und das ist erst der Anfang, wir sind noch nicht los gereist!

No 5 – neue Menschen

Eine Veränderung des Blickwinkels bringt Dich unweigerlich zu neuen Menschen. Sei es neue Kunden oder ein neues Netzwerk oder virtuell in Form von neuen Künstlern oder Autoren.
Lasse unbedingt neue Menschen in Dein Umfeld, es bereichert Dein Leben.

Sei offen für neue Geschäftspartner, Du kannst für sie oder mit Ihnen wachsen. Und selbst, wenn Du wie ich eher introvertiert bist. Solange Du dabei authentisch bleibst, nehmen Dich die richtigen Menschen an. Und Dein gestärktes Selbstbewusstsein schützt Dich vor den falschen Menschen.
Mehr über Authentizität und warum das so wichtig ist, kann Du in meinem Artikel Was ist Authentizität und warum ist das wichtig? nachlesen.

In meinem Fall

Mir hat die Veränderung in den letzten Monaten ganz viele neue und sehr inspirierende Kontakte gebracht. Natürlich der Situation geschadet sehr viele virtuelle. Ich plane einige davon auch auf der Reise kennenzulernen und vor allem noch viel mehr neue und inspirierende Menschen zu treffen.

Gibt es mehr Gründe für eine Veränderung des Blickwinkels?

Es gibt immer viele Gründe für die Veränderung des Blickwinkels und diese sind so individuell, wie die Menschen selbst. Daher wirst Du für Dich vielleicht ganz andere Beweggründe haben. Eine Veränderung des Blickwinkels ist nicht immer einfach. Klar, wenn Du in Deinem Büro stehst, dann gehe einfach in die Ecke gegenüber. Fertig. Das ganze auf Deinen Standpunkt im Leben, sei es privat oder Business, zu übertragen ist schon schwieriger. Dennoch geht es, ich weiß es.

Du findest keinen Einstieg?

Wenn Dir der Einstieg schwer fällt, dann nutze Dein Netzwerk. Frage Kollegen oder Freunde, wie sie Dich eigentlich sehen. Was denken sie über Dich? Was sind in ihren Augen Deine Schwächen, Stärken und Interessen?

Sicher werden die Antworten nicht 100% mit Deiner Wahrnehmung übereinstimmen. Es soll Dich ja auch anstoßen, Deinen Blickwinkel verändern. Es tut vielleicht auch weh, auch diese Situation ist mir nicht fremd.

Ich kam in meinem Job nicht mehr voran und ich musste etwas bewegen. Also kündigte ich nach 16 Jahren und startete in einer Agentur. Ich gehe nicht in die Tiefe, es war zuerst keine gute Idee. Aber es hat meinen Blickwinkel ganz komplett verändert.
Sicher hast Du Deine eigenen Gründe für eine Veränderung des Blickwinkels!

Mein ganz persönlicher Schlüsselmoment

Stell Dir vor, Du findest „ES“. Das, was Dich erfüllt und Dein Leben verändert… Das gibt es nicht? Oh doch, auch für Dich! Hier mein Beispiel: ich wollte eigentlich schon immer Segeln lernen. Aber das war immer so eine unbestimmte Vorstellung, ich war ja noch nie segeln und hatte nur eine romantische Vorstellung davon. Schliesslich lebe ich ja in Hamburg und wenn im Sommer die ganzen Boote auf der Alster sind, wer findet das nicht toll.
Doch nie wurde was daraus.

Meine Gründe für eine Veränderung des Blickwinkels

Während meiner Agenturzeit war ich mehr und mehr verunsichert, der neue Job und die neuen Menschen sollten mein Leben doch noch besser machen! Aber ich war unglücklich, es passte nichts zusammen. Durch einen Zufall fand ich mich damals in einem Segelboot auf der Alster wieder, mitten im aufkommenden Gewitter. Und mir war klar: genau das will ich! Also konzentrierte ich mich darauf, Segeln zu lernen. Das Segeln veränderte mich. Neue Fähigkeiten, mehr Selbstbewusstsein, neue Perspektiven. Tolle Menschen, tolle Erlebnisse.

Ich fand den Mut und die Kraft, machte mich selbstständig und jetzt 7 Jahre später ziehe ich auf ein Segelboot und bereise die Welt. Und der Job, kommt einfach mit. Dank Corona ist heute viel Neues möglich!

Gründe für eine Veränderung des Blickwinkels
Gründe für eine Veränderung des Blickwinkels: mehr sehen und erleben!

Fazit

Eine Veränderung des Blickwinkels ist manchmal der einzig richtige Weg und bringt oft genau den Anstoß, den man braucht. Ja, es ist meistens mit Mut und wahrscheinlich auch mit dem Verlassen der Komfortzone gepaart. Aber hey, das hat doch bis jetzt in den wenigsten Fällen geschadet!

Wenn Du einen Anstoß von außen brauchst oder eine zweite Meinung, dann melde Dich gerne bei mir! Es gibt unzählige Gründe für eine Veränderung des Blickwinkels.
Schicke mir eine Email oder eine Nachricht auf einem Social Media Kanal. Ich freue mich, von Dir zu hören. Wenn Du mehr über mein Abenteuer wissen willst, den Link dazu findest Du auch in der Linkliste.

Linkliste

https://hafenkino.blog/

https://lead-conduct.de/2014/02/02/empathy-map/

Die Zahlen lügen nicht

Wie jedes Jahr habe ich die Nutzerzahlen der fünf wichtigsten Social Media Kanäle in Deutschland zusammengestellt und ich erkläre Dir, wie Du diese Informationen für 2021 am besten nutzt.

Im Jahr 2020 hat sich die Welt verändert. Lockdowns, Abstandsregeln, Hygienekonzepte. Es kam Homeoffice, Homeschooling, Homesports. Wir verbrachten mehr Zeit zuhause als in den Jahren davor.
Dadurch hat sich auch unser Verhalten geändert. Das eigene, aber auch das Verhalten miteinander. Kino, Theater, Sport, Läden, Restaurants, Friseure – vieles war für lange oder auch noch längere Zeit geschlossen und wir alle haben uns neu orientiert in die „Online-Welt“.

Social Media war hier der Gewinner, dicht gefolgt von E-Commerce und Onlineshops. 
Wir wollten unterhalten werden und Instagram, TikTok und Co sind einfach immer verfügbar.

Die Social Media Zahlen 2020

Es ist nicht möglich, komplett vergleichbare Zahlen zusammenzustellen, die einzelnen Unternehmen halten sich sehr bedeckt oder veröffentlichen kumulierte Zahlen. So gehört nicht nur „Facebook“ zum Facebook-Konzern, sondern auch Instagram und WhatsApp. Für uns sind jedoch die einzelnen Zahlen wichtig, um eine gute Strategie zu finden.

Allgemeine Trends

(Wenn nicht extra genannt, sind die Zahlen von 2019 in Klammern!)
83,94 Mio. Menschen leben in Deutschland, das ist ein Zuwachs von 0,2%.

Aktive Social Media Nutzer

  • 2019: 38 Mio. Nutzer = 46%.
  • 2020: 66 Mio. Nutzer = 78,7%.

96% davon nutzen das Smartphone (36%)


Das Internet wurde täglich für 5h26 (4h37) genutzt, Social Media 1h24 (1h04)

Die am meisten genutzten Social Media Plattformen 2020

Social Media20192020
YouTube76%74,8%
Facebook63%60%
Instagram33%46,9%
Pinterest21%26,8%
Twitter19%22,8%
TikTokn.a.18%

Fun Fact zu TikTok
TikTok stand 2020 auf der Liste der am meisten heruntergeladenen Apps auf Platz 3, direkt hinter der Corona WarnApp und WhatsApp.

2020 hat sich die Zusammenstellung der Big Five zu 2019 verändert.
TikTok hat den Markt rasant erobert und wird hier mit aufgenommen. Dafür fällt YouTube in meiner Übersicht weg, denn YouTube ist für eine Social Media Strategie nicht zwingend notwendig.
YouTube ist in anderen Bereichen extrem stark und wird daher einen eigenen Artikel bekommen. Wenn Du diesen nicht verpassen willst, trage Dich direkt in meinen Newsletter ein.

Die „big five“

Facebook

Im Vergleich zum Vorjahr ist bei Facebook kaum eine Steigerung zu erkennen. 10 Mio. Nutzer sind täglich auf Facebook aktiv. 
Die Nutzung von Gruppen hat stark zugenommen, gerade während des ersten Lockdowns haben sich viele regionale Gruppen gebildet. Gruppen gibt es für alle Bereiche, jeder kann ganz einfach eine Gruppe gründen.

  • 29 Millionen Nutzer
  • 39,4% der über 13jährigen Deutschen
  • +3,6% Steigerung (+1 Mio.)
  • 50% Mann, 50% Frau
  • 96% Mobile, 4% Desktop

70,9% geben an, Facebook nur mobil zu nutzen

Instagram

21 Mio. Nutzer in Deutschland, davon nutzen 18 Mio. Instagram Stories.
Die tägliche Nutzung bei bei unter 25jährigen liegt bei 32 Minuten, über 25 Jahren bei 24 Minuten

Die Wiedergabedauer von Instagram Videos ist 2020 um 80 % angestiegen, die Anzahl von täglich produzierten Instagram Videos hat sich in 12 Monaten vervierfacht.

  • 21 Millionen Nutzer
  • 35,3% der über 13jährigen Deutschen
  • +4% Steigerung (+1 Mio.)
  • 51,9% Mann, 48,1% Frau

Instagram hat letztes Jahr interessante neue Funktionen eingeführt: Reels und Guides. Beide Funktionen eignen sich gut für Dein Businessprofil.

Pinterest

Über 25 % der Nutzung steht im Zusammenhang mit der Suche nach und dem Kauf von Produkten, die Nutzerinnen gehen um 80 % häufiger in den Einzelhandel.

  • 69 % weiblich, 25% männlich, 6 % haben keine Informationen zum Geschlecht angegeben.
  • 74 % zwischen 18 und 44 Jahren
  • 30 % sind Mütter
  • 30 % Millenials
  • 77 % der aktiven Pinterest Nutzer haben neue Produkte oder Marken auf Pinterest entdeckt.

Und noch mehr Zahlen zu Pinterest

  • 17,56 Millionen Nutzer
  • 25,2% der über 13jährigen Deutschen
  • +14,6% Steigerung (+2,2 Mio.)
  • 16% Mann, 78,1% Frau

Besonders auffallend: Videoaufrufe sind auf Pinterest um 200 % angestiegen. Zu diesem Trend mehr im letzten Kapitel.

Twitter

Twitter ist als Social Media Kanal sehr speziell. Nach wie vor ist Twitter Text-lastig. Du kannst Bilder und Videos verwenden, primär geht es aber um das Wort.
Tweets möchte Twitter werbefrei halten. Aber Du kannst verschiedene Arten von Anzeigen schalten. Wenn Du Deine Zielgruppe hier hast, kannst Du hohe sehr Conversions erreichen.

  • 5,8 Millionen Nutzer
  • 7,9% der über 13jährigen Deutschen
  • +6,4% Steigerung (+350 k)
  • 81,6% Mann, 18,4% Frau

TikTok

Konfetti!
Jetzt präsentiere ich Dir den Sieger der Pandemie.
Vielleicht hast Du Dir TikTok ja auch heruntergeladen, oder Du nutzt TikTok schon?

Es gibt keine offiziellen Social Media Zahlen von TikTok. Laut Bloomberg sind es in Deutschland im Oktober 2020 10,7 Millionen Nutzer. Im Oktober 2019 gab es eine Veröffentlichung von TikTok mit 5,5 Millionen Nutzern. Das ist eine Verdopplung der Nutzerzahlen innerhalb eines Jahres.

Die Verweildauer liegt in Deutschland bei 50 Minuten, verteilt auf circa 10x am Tag.
35% aller Nutzer nehmen an Hashtag-Challenges teil, 16% aller Videos sind Hashtag-Challenges.

  • 69% sind zwischen 16 und 24 Jahren alt
  • 31% über 25
  • 15% älter als 35 Jahre
  • 60% der Nutzer sind weiblich

How to Social Media in 2021

Der wichtigste Trend ist auf allen Kanälen das bewegte Bild, die Videos. Egal ob Instagram, Pinterest oder TikTok, Video ist ‚State of the Art‘ und bewegt die Nutzer deutlich mehr als das statische Bild.
TikTok hat die Social Media Welt aufgemischt. Kurze Videos mit Inhalt, lustig, ironisch oder auch nachdenklich.
Instagram hat mit den Reels schnell nachgelegt und pusht diese massiv im Algorithmus.
Auf Pinterest kannst Du inzwischen auch Videos hochladen, perfekt für DIY!

Durch die Veränderung unseres sozialen Lebens hat sich der Mehrwert der Social Media Kanäle in den Fokus gestellt: Unterhaltung und Wissen für Deine Follower.

3 Tipps für 2021

1.) Nutze neue Funktionen!
Instagram pusht Nutzer von Reels und Guides, Pinterest hat die Gruppenfunktion eingeführt, Facebook hat sein Design geändert.

2.) Bringe Bewegung in Dein Profil!
Du musst jetzt keine TikTok Tänze machen, wenn Dir das nicht liegt. Vor allem musst Du nicht TikTok machen, wenn das nicht Deine Zielgruppe ist. Du kannst für Instagram Stimmungsreels machen, auf Pinterest etwas erklären oder auch einfach Bilder zu einer kurzen Story zusammenstellen.

3.) Optimiere Dein Profil!
Wann hast Du das letzte Mal Deine Angaben überprüft? Wie sieht Dein Feed aus? Ist da eine Linie zu erkennen?

Fazit

Es dauert 66 Tage, bis sich neue Gewohnheiten manifestiert haben. Wir hatten 2020 insgesamt mehr als 2 x 66 Tage Lockdown. Social Media ist jetzt fester Bestandteil in unserem Leben und damit auch im Business. Das haben die Social Media Zahlen eindeutig gezeigt.
Integriere Social Media fest in Deine Marketingstrategie. Es geht nicht mehr „nebenbei“, dafür sind die Reichweite und die Nutzerzahlen zu wichtig.

Es ist genau jetzt die Zeit, Deine Strategie zu überdenken. Die richtige Strategie kannst Du anhand der Social Media Zahlen entwickeln.
Du kannst sehen, wo sich Deine Zielgruppe aufhält: Deine Zielgruppe ist weiblich und zwischen 30 und 40? Dann schau Dir Instagram oder Pinterest an. Deine Zielgruppe ist zwischen 20 und 30, Du bietest selbstbedruckte T-Shirts an? Dann checke TikTok oder Instagram.
Das ist auf den ersten Blick nicht ganz einfach. Ich kann Dir hier gerne dabei helfen, den richtigen Kanal zu finden.

Social Media Zahlen-Symbolbild

Mehr über die Strategie findest Du in dem Artikel: “Wie finde ich wirksame Social Media Strategien?“.
In vielen weiteren Artikeln auf meinem Blog findest Du auch viel Unterstützung, unter anderem für die Erstellung eines Content Kalenders oder auch viele Tipps für Content-Erstellung. Am besten Du stöberst gleich ein wenig durch!

Du willst Unterstützung? Ich helfe Dir gerne bei der strategischen Ausrichtung oder auch bei der Erstellung Deiner Kanäle und Deines Contents. Melde Dich gerne bei mir, die Emailadresse findest Du unten auf der Seite. Du kannst Dich auch mit mir auf LinkedIn oder Xing verbinden, ich freue mich auf Dich! Und nicht vergessen, das erste Gespräch ist immer kostenlos.

Die Zahlen sind unter anderem aus dem Digital Report von Datareportal, von Allfacebook und der ARD/ZDF Onlinestudie

Love it, change it or leave it…

Was würdest Du tun, wenn wir von dem Jahr 2020 sprechen? Es ist ja bald vorbei, 2021 steht vor der Tür!

“Leave it” ist mein Motto für 2020. Es ist heute der 04. Dezember 2020 und beim Nachdenken über ein Thema für den letzten Blogartikel in diesem Jahr habe ich eine Entscheidung getroffen:

Dieses wird mein letzter Artikel im Jahr 2020. Das Thema ist heute sehr privat.

Du bekommst ein kurzes Resümee. über 2020. Aber wer will das eigentlich? Wir wissen doch alle, was war und was ist.

Viel spannender ist der Ausblick: was wird kommen in 2021?

Schon vorab: ich kann auch nicht sagen, wie das mit Covid19 weitergehen wird. Ich weiß aber, wie es bei mir weitergehen wird. Das ist für mich genauso spannend. Und vielleicht ja auch für Dich?

2020 – Das Resümee

Ich glaube, viele Menschen hatten in 2020 etwas besonderes gesehen und sich auch viele Veränderungen erhofft.
Veränderungen hat es gegeben, allerdings nicht so wie gedacht.

Es gab einen richtigen Reset. Was heißt, es gab? Wir sind immer noch mitten drin. Im Moment sind alle kulturellen Einrichtungen geschlossen: Gastro, Kino, Theater, Museen, Sport. Wir dürfen nur eine begrenzte Anzahl an Menschen treffen, das Leben ist still geworden.
Bitte nicht falsch verstehen, ich bin absolut für Maßnahmen. Das Virus ist schlimm und ich bin froh, daß die Krise bei uns so gut verläuft.

Aber Kultur und soziales Leben ist so extrem wichtig. Und es fehlt mir, die Inspiration fehlt mir, soziale Kontakte fehlen.

Meine stationären Aufträge sind im Moment bis auf sehr wenige, auf Eis gelegt. Nicht daß visuelles Marketing für den Einzelhandel nicht nötig wäre, heute ist es wichtiger denn je. Aber bei Umsatzeinbußen bis zu 70% ist kaum Geld da. Das verstehe ich total und ich würde wahrscheinlich nicht anders reagieren.

Wie wichtig es eigentlich wäre und was es Dir bringen kann, kannst Du in dem Artikel Was ist Visual Marketing oder visuelles Marketing? nachlesen.

Auch der menschliche Aspekt dieser Pandemie ist nicht zu unterschätzen. Es gibt eine große Protestbewegung und viele teilweise echt unsinnige Theorien. Hier stellt sich oft die Frage nach dem Verstand mancher Menschen. Für mich persönlich hat diese Krise das Vertrauen in den gesunden Menschenverstand der Allgemeinheit angekratzt. Was teilweise zu verfolgen war, ist durch nichts zu entschuldigen.

2021 – Zurück auf Start?

Nein, es wird nicht am 01.01.2021 vorbei sein.
Das Virus wird uns noch eine ganze Weile begleiten. Wann sich die Wirtschaft erholen wird, das weiß niemand. Und auch nicht, wer am Ende diese Krise überleben wird. Sicher ist, es werden noch einige Unternehmen Insolvenz gehen. Die Digitalisierung hat sich enorm entwickelt, viele Unternehmen sind hier vorne dabei. Weiter wachsen werden Online Marketing und digitale Services.
Ansonsten ist aber kein vernünftiger Ausblick auf die Welt zu machen.

Daher kommt jetzt das wirklich spannende: wie wird es bei mir weitergehen?

Meine Pläne

Wenn Du meine „Über mich“ Seite gelesen hast oder mir schon länger folgst, weißt Du: ich bin mehr als begeisterte Seglerin.
Mein Freund und ich, wir haben einen Segelblog und einen YouTube-Kanal.
Mein Leben dreht sich seit meinem ersten Fuß auf einem Segelboot sehr stark um dieses Thema.
Und seit langen habe ich den Wunsch, meinen Lebensmittelpunkt auf ein Boot zu verlegen.

Im Herbst 2020 hat uns das dafür passende Boot gefunden. Ja, das war wirklich so. Natürlich hatten wir immer mal wieder nach Booten geschaut, aber es war alles noch in weiter Ferne. Und gerade Corona hat es nicht einfacher gemacht. Christoph hatte schon lange ein Auge auf das Boot eines Stegnachbarn geworfen. Und dann im Oktober wollte dieser das Boot plötzlich verkaufen.

2021 - ein neuer Anfang mit neuem Boot

Und jetzt haben wir das richtige Boot, um 2021 unseren Traum zu verwirklichen: wir ziehen auf das Segelboot und legen ab auf große Fahrt.

Ziel ist es, zuerst in Europa zu bleiben. Wir wollen das Mittelmeer erkunden. Und dann, wenn es passt und alles soweit gut ist, geht es über den Atlantik und irgendwann in den Pazifik. Wir werden sehen, das Ende ist ganz offen.

Wenn Dich das interessiert, dann schau doch mal bei Hafenkino.blog vorbei. Du findest uns auf Instagram, Facebook, YouTube und hier der Blog: Hafenkino.blog.

Start wird sein im Frühjahr 2021. So ist der Plan, mal sehen ob es klappt.

Mein Business

Nein, ich werde nicht aussteigen und nicht mehr arbeiten! Dafür arbeite ich viel zu gerne.
Ich arbeite weiterhin.
Remote ist das Zauberwort der neuen Zeit und auch ich werde mein Remote-Angebot weiterhin ausbauen. Das ganze habe ich ja zum Anfang des Jahres schon gestartet.

Mein Angebot sind Beratungen, Schulungen und ganz praktische Hilfe. Das ganze per Videochat, Webinar oder auch ganz klassisch am Telefon.
Du brauchst eine Webseite? Dein Xing- oder LinkedIn Profil ist nicht aussagekräftig? Deine lokalen Kunden finden Dich nicht? Auch hier kann ich Dir helfen!

Und natürlich werde ich hier weiter über alle spannenden Themen rund um das Visual Marketing schreiben. Vielleicht hast Du ja auch ein Thema, das Dich besonders interessiert? Dann lass es mich wissen, ich freue mich sehr über Anregungen und einen Austausch!

Du findest mich nicht nur bei Instagram, sondern jetzt auch bei Facebook, auch dort kannst Du mich einfach anschreiben. Mein Business macht keine Pause: https://www.facebook.com/MarionVisualMK

Ich wünsche Dir eine sehr besinnliche Weihnachtszeit und einen tollen Start in ein neues 2021.
Solltest Du eine Frage haben oder Unterstützung benötigen melde Dich gerne!

Jetzt gehe ich in die Blogger-Winterpause und werde mich im Januar 2021 mit einem neuen Artikel zurückmelden.

Und das wichtigste: bleib gesund! Hab schöne Feiertage und einen tollen Start in ein spannendes 2021!

Lesefutter für 2021

https://www.zukunftsinstitut.de/

https://www.deutschland.de/de/topic/leben/welt-nach-corona-zukunftsforscher-ueber-neue-werte-und-zuversicht

diezukunftnachcorona.com

Echtheit für jeden Unternehmer!

Wer unersetzbar sein will, muss vor allem ‘anders’ sein (Coco Chanel)

Unternehmen sollten authentisch, einzigartig und unverwechselbar sein. Durch die Definition der Corporate Identity gibst Du Dir als Unternehmen einen Charakter, eine Sprache und ein Gesicht.

Die 3 Säulen der Corporate Identity

Die Corporate Identity, kurz CI, besteht aus drei unterschiedlichen Elementen. Diese Elemente ergänzen sich zusammen zu einem stimmigen Gesamtbild.

Über die CI sollte sich jeder Unternehmer Gedanken machen. Damit Du gleich anfangen kannst, stelle ich Dir die einzelnen Bereiche vor.
Auch wenn vieles jetzt nach großen Unternehmen klingt und Du vielleicht „nur“ ein Solopreneur bist, ist dieser Artikel auch und besonders für Dich wichtig. Warum das so ist, erfährst Du später im Text.

Corporate Identity - drei Säulen

Die Corporate Identity hat drei Hauptsäulen, Corporate Communication, Corporate Behaviour und Corporate Design. Diese greifen ineinander und unterstützen sich gegenseitig. In der Gesamtheit geben sie dem Unternehmen einen Charakter.

Corporate Communication | CC

Übersetzen kann man die Corporate Communication zwar mit Unternehmenskommunikation, das trifft aber nicht die Gesamtheit. 
Die CC ist sowohl die interne, als auch die externe Kommunikation.

Also wie spreche ich mit meinen Kunden, wie spreche ich diese an. Es fängt an mit der Frage nach dem „Du“ oder „Sie“, sowohl intern als auch extern. Diese Frage ist eine Glaubensfrage oder auch eine Einstellungssache.

Ich zum Beispiel nutze in der Zusammenarbeit das „du“. Ich habe lange in einem schwedischen Unternehmen gearbeitet. Und wer zum Beispiel IKEA kennt, weiß das. In Schweden gibt es das „Sie“ so nicht und dort duzt man sich.

Natürlich gibt es auch Branchen, in denen das „Du“ absolut nicht gebräuchlich ist. Hier kannst Du mit dem „Du“ ein Statement setzen und Dich abgrenzen. So kannst Du Dich unverwechselbar machen. Und das ist ja das Ziel einer definierten Corporate Identity. Natürlich sind hier Deine Werte und Deine Ziele entscheidend.

Zur CC gehören inhaltliche und auch formale Instrumente und Maßnahmen. 
Zum Beispiel: arbeitest Du mit Handouts oder einer Cloud? Kann ich direkt zu meinen Ansprechpartnern oder muss ich bestimmte Kommunikationswege einhalten?
Wenn diese Fragen definiert sind, vereinfachen sich auch viele Aufgaben und Prozesse. Zeit und Energie kann auf andere Dinge verwendet werden. Die Produktivität wird gesteigert, um im Businessjargon zu bleiben.

Eine tiefere Definition innerhalb der CC ist die Corporate Language

Die Corporate Language beschreibt den charakteristischen Sprachstil eines Unternehmens, die sprachliche Identität. Hier wird festgelegt, welche Sprachwendungen und Worte benutzt werden sollen. Ein Beispiel ist die Ansprache der Kunden im Apple-Store : “Schön daß du da bist!“ oder auch „Wohnst du noch oder lebst du schon?“.

Es werden Worte, Grammatik und Verwendungsmöglichkeiten definiert. Das ganze passt natürlich zur Deinen Werten und Deinem Auftreten.
Diese Definitionen werden in einem Manual oder Handbuch festgelegt, mit dem sowohl intern als auch extern gearbeitet wird. Marketing- und Textagenturen bekommen das Manual an die Hand. Dadurch können diese schnell und effektiv die Anforderungen umsetzen.

Corporate Behavior | CB

„Taten zählen mehr als Worte“. Die CB ist sehr stark prägend im Kundenverhalten.
Eng angelehnt an die Corporate Communication ist die Corporate Behaviour. Das Verhalten innerhalb des Unternehmens und auch nach außen, zum Kunden hin. Es geht um Sozialverhalten, Kommunikations- und Informationsverhalten.

Oftmals werden die Regeln in einem Code of Conduct festgelegt, einem sogenannten Verhaltenskodex.
Hier zum Beispiel sind solche Dinge definiert wie das Verhalten in einem Reklamationsfall, bei Auftragsanfragen oder auch interne Abläufe.

Auch hier bringe ich gerne wieder das Beispiel von IKEA, das kennt einfach jeder: Die Kunden sollen sich selbst Bedienen, zurechtfinden und ihre Artikel selbst zusammenstellen. Wird jedoch Hilfe benötigt, sind Mitarbeiter an bestimmten Plätzen anzutreffen und helfen dann auch entsprechend. Normalerweise in schwedischer Freundlichkeit.

Code of Conduct

  • Führungsstil und Mitarbeiterverhalten
  • Der Umgang mit Externen wie Geschäftspartner, Lieferanten, Öffentlichkeit
  • Wie verhalte ich mich bei Geschenken und Einladungen, Spenden und Sponsoring
  • Informationsverhalten, zum Beispiel mit Geschäftsgeheimnissen und sensiblen Daten
  • Wirtschaftliches Handeln

Die folgenden Punkte gehören zwar auch in den Code of Conduct, werden aber in großen Unternehmen zusammengefasst in der Corporate Social Responsibility, oder abgekürzt CSR (Unternehmerische Gesellschaftsverantwortung, Unternehmerische Sozialverantwortung).

  • Verantwortung gegenüber der Natur, Umweltschutz und Ressourcenverbrauch
  • Menschenrechte
  • Arbeits- und Sozialstandards

In den letzten Jahren sind diese Punkte extrem wichtig geworden, kein großes Unternehmen kommt ohne einen CSR Verantwortlichen oder sogar eine CSR Abteilung aus.

Corporate Design | CD

Das Corporate Design definiert alle gestalterischen Elemente eines Unternehmens. Durch ein stimmiges CD wird die visuelle Identität eines Unternehmens gestaltet. Das CD bestimmt das einheitliche, wiedererkennbare Erscheinungsbild einer Marke: den „look & feel“ einer Marke. Mehr über die visuelle Identität kannst Du in dem Artikel Die visuelle Identität – eine Definition nachlesen.

Elemente des Corporate Design

Logo, Logovarianten und die Verwendung des Logo auf und in unterschiedlichen Bereichen
Wie wird bei Printmedien oder in Videos das Logo eingeblendet? In welcher Größe wird das Logo eingesetzt?
Welche Logo-Farbe wird wann verwendet?

Farben und Farbpaletten für Print und digital
Rot ist nicht gleich rot. Und für die unterschiedlichen Medien müssen Farbtöne definiert werden.

Typographie, Schriftarten, Größen, Platzierung
Welche Schriftart wird wo verwendet?
Lohnt sich vielleicht eine eigene Hausschrift? Daimler zum Beispiel hat extra für das Unternehmen gestaltete Schriftarten, Daimler CS und Daimler CA. Der Einsatz dieser Schriften ist genau definiert und die Nutzung verpflichtend.

Bildmaterial oder Anweisungen für Look, Farbsättigungen, Komposition
Hier sprechen wir von Bildsprache, Blautöne machen ein Bild kalt, gelbe Farben sind warm.
Und auch gestalterische Elemente wie „der Fokus auf der Bildmitte“ oder der goldene Schnitt.

Alle diese Elemente werden optimalerweise in einem sogenannten Corporate Design Manual festgelegt. Andere Namen dafür sind Styleguide, Design Manual oder auch Brand Manual. 
Der Name ist völlig egal, der Inhalt ist hier wichtig.

Wer braucht eine Corporate Identity?

Kurz gesagt: jedes Unternehmen, jeder Unternehmer.

Bist Du, so wie ich, ein Solopreneur? Dann musst Du dir jetzt natürlich nicht gleich 3 unterschiedliche Manuals für deine CI anlegen. Das ist eindeutig über das Ziel hinausgeschossen.

Trotzdem solltest Du dir über Deine CI Gedanken machen. Wenn Du den Artikel über die Authentizität gelesen hast, hast du das vielleicht auch schon in manchen Teilen. 
Mit der Definition Deines Unternehmen steht und fällt Deine CI.

Durch die Beschäftigung mit deiner CI definierst Du Deine Werte und Deine Wirkung. Du legst fest, wie Deine Kunden Dich sehen sollen und wodurch Du Dich von anderen unterscheidest.
Du gibst Dir ein unverwechselbares Gesicht, einen Charakter und eine Stimme.

Ich nehme mich und mein Unternehmen als Beispiel:

Corporate Design
Als Einzelunternehmerin habe ich offiziell keine Marke, trotzdem nutze ich einen sogenannten Phantasienamen und habe ein gestaltetes Logo. Das siehst Du hier links oben auf der Webseite. Meine Unternehmensfarben sind einfach und klar: schwarz, weiß, grau. Ich bleibe bei mir zurückhaltend, um meinen Kunden den visuellen Raum zu geben.
Meine Schriftart für die Überschriften und prominente Texte ist eine klare, serifenlose Schrift. Es ist eine Schrift im Stil des Art Deco, meine favorisierte Kunstrichtung. Fließtexte habe ich mit einer Serifenschrift gestaltet, da ich die klassische und zurückhaltende Ausrichtung sehr mag.

Favicon-VisualMK2020
Mein Logo 2020

Corporate Language
Ich habe mich in der Sprache für das „Du“ entschieden, da es mir und meiner Art entspricht. Ich habe viele Jahre meines Berufslebens mit dem „Du“ verbracht und finde es auch im professionellen Bereich passend.
Meine Sprache ist meistens klar und ich versuche dabei, nicht ins Business-Bla-Bla zu verfallen. Das gelingt mir meistens, aber eben nicht immer. Gerade bei Definitionen lassen sich manche Phrasen nur sehr schwer umgehen.

Wenn Du Mitarbeiter hast oder oft mit externen Unternehmen zusammenarbeitest, kann es für dich hilfreich sein, ein paar Dinge schriftlich festzuhalten.
Hier ist es natürlich wichtig, um welche Bereiche es sich handelt:

  • Gibst Du Textarbeiten ab? Dann brauchst Du ein CL oder CC Manual.
  • Oder lässt Du öfters Bildmaterial gestalten? Anzeigen oder Social Media Posts? Dann ist ein CD Manual von Vorteil.

Es muss nicht 100 Seiten lang sein, es reicht die Definition weniger Punkte. Und vor allem: Einmal definiert ist es immer wieder zu verwenden. Und Agenturen oder Designer werden es Dir danken. So wissen sie gleich, woran sie sind.

Für die Manuals gibt es viele Inspirationen im Internet, ein paar habe ich Dir in der Linkliste angehängt.

Fazit

Es ist wichtig, zu wissen wer und was Du als Unternehmer bist. Nur dann kannst Du Dich entsprechend präsentieren. Indem Du Dich mit deiner Corporate Identity beschäftigst, definierst und positionierst Du Dich. Das bringt Dich als Unternehmer auf jeden Fall weiter und zeigt Dir Deine Stärken und Schwächen. Du wirst authentisch.

Du startest jetzt am besten damit, Deine Werte, Stärken und auch Besonderheiten zu definieren.
Aufgrund dieser Definition kannst Du jetzt die oben aufgeführten Punkte Stück für Stück durcharbeiten:
Wie sprichst Du mit Deinen Kunden? Bist Du ein „Du“ oder „Sie“ Unternehmen?
Welche charakteristischen Worte nutzt Du, was passt zu Dir?
Wie verhältst Du Dich im Umgang mit Kunden? Hast Du persönlichen Kontakt, geht das alles online? Was sind für Dich No-Gos?
Und natürlich Dein Corporate Design: Welche Punkte hast Du schon, wo kannst Du nachbessern?

Und wenn Du Unterstützung bei der Findung deiner Corporate Identity brauchst, kannst Du Dich gerne bei mir melden. Gemeinsam schauen wir, wo ich Dich unterstützen kann oder welche Bereiche für Dich überhaupt wichtig sind.
Und denk daran, das erste Gespräch mit mir ist immer kostenlos!

Linkliste

https://www.foerderland.de/managen/marketing/corporate-communication/

https://www.corporatelook.de/corporate_communication.html

https://www.fuer-gruender.de/wissen/unternehmen-fuehren/marketing/pr/corporate-communications/

https://www.pfefferwerk.de/wp-content/uploads/2018/10/UK-LeitfadenCorporateLanguage.pdf

Corporate Language entwickeln und anwenden

Corporate Language

https://www.text-macht.de/blog/corporate-language

https://www.ngo-online.de/2016/10/03/corporate-identity-beispiele/

Corporate Identity Definition

Was genau ist Corporate Identity?

https://www.textbroker.de/corporate-identity

https://www.business-wissen.de/hb/corporate-behaviour/

Corporate Behaviour – Umsetzung und Nutzen im Unternehmensalltag

https://www.starting-up.de/marketing/corporate-identity/corporate-behaviour.html

https://www.csr-in-deutschland.de/DE/Was-ist-CSR/Grundlagen/Nachhaltigkeit-und-CSR/nachhaltigkeit-und-csr.html

https://kundenschatz.de/blog-post/csr-was-ist-das-eigentlich/

https://t3n.de/news/styleguide-beispiele-794708/

Corporate Design Manuals und Styleguides

https://www.designtagebuch.de/wiki/corporate-design-manuals/https://designnavigator.daimler.com/Daimler_Corporate_Typeface

What you see is what you get?!

Magst Du Cupcakes? Diese kleinen Kuchen mit einem Topping aus süße Creme in verschiedenen Farben und Geschmacksrichtungen? Sehen die nicht immer lecker aus?

Was hat das jetzt mit der visuellen Identität zu tun? Ganz einfach. Die visuelle Identität ist das Topping in der Geschäftswelt.

Dazu jetzt mehr.

Was ist die visuelle Identität?

Unser Leben bestimmt sich gerade heutzutage über das Sehen. Die schnelle und direkte Einordnung wird durch visuelle Eindrücke geprägt: rot heißt Gefahr, gelb warnt uns und weiß steht für Reinheit. Diese optischen Eindrücke erfassen wir in Sekundenschnelle.

Daher ist es für Unternehmer und Unternehmen enorm wichtig, eine klare und authentische visuelle Aussage zu haben. Man nennt das auch visuelle Identität.

Deine visuelle Identität wird bestimmt durch alle sichtbaren Elemente, mit denen Dein Kunde in Kontakt kommt.
Dazu gehören Elemente der klassischen Corporate Identity und des Branding wie Logo, Farben und Typografie. Aber vor allem auch Bildsprache und Kommunikationskanäle. Die visuelle Identität wird geprägt durch die Art und Weise wie Du Dich präsentierst.

Hier zusammengefasst meine kurze Definition für Dich:

Die visuelle Identität ist die authentische visuelle Umsetzung der Corporate Identity und des Branding.
In ihrer Gesamtheit prägt sie das Unternehmensimage. Sie beinhaltet alle visuellen Elemente und sichtbaren Aktivitäten eines Unternehmens.

Wofür brauche ich eine visuelle Identität?

Für jeden Unternehmer und jede Marke ist es wichtig, direkt erkannt und auch wiedererkannt zu werden. Nur so kannst Du Dich auf dem Markt unterscheiden und abgrenzen. Das Werkzeug dafür ist das Marketing oder anders gesagt „die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Bedürfnissen des Marktes“ (Gabler Wirtschaftslexikon).

Die Marketingwelt hat sich in den letzten Jahren grundlegend verändert, zuletzt durch die Erfindung der Smartphones (danke Steve Jobs!!!). Unsere Welt ist visuell, Bilder werden schneller und intensiver wahrgenommen als Worte. Die Generation Z drückt sich heute durch Bildsprache statt Worte aus.

Die Visualität und Bildsprache hat aufgrund der Veränderung der Kommunikation sehr stark an Bedeutung gewonnen. Diese Veränderung bringt auch ein Umdenken in der strategischen Kommunikation mit sich. Ein neues Selbstverständnis muss entstehen: neue Instrumente und kreative Konzepte entwickeln die visuelle Identität. Nur dann erreichst Du Deine Kunden.

Die Basics

Um beim Cupcake zu bleiben: die Basis ist der Kuchen selbst. Diesen gibt es natürlich in verschiedenen Grundsorten: Natur, Schokolade,…

Um beim Unternehmen zu bleiben: Du bist Grafik-Designer, hast ein Yogastudio oder bist Versicherungsmakler.

Deine visuelle Identität bestimmst Du durch Deinen optischen Auftritt und Deine non-verbale Kommunikation mit dem Kunden.

Dafür brauchst Du zuerst die Basics, die grundlegenden Elemente des Marketing: Branding, Corporate Identity und Corporate Design. Diese Elemente sind für Deinen Marken- oder Unternehmensauftritt wichtig. Schliesslich willst Du genauso jederzeit erkannt werden wie Nivea, Tempo und viele mehr.

Bevor Du jetzt hier aussteigst, es ist einfacher als Du denkst.
Ich erkläre Dir die einzelnen Begriffe kurz und Du wirst sehen, wieviel Du davon vermutlich schon hast und wie Du fehlendes für Dich und Dein Unternehmen umsetzt.

Branding

Branding ist das Entwickeln einer Marke mit dem Ziel der Wiedererkennbarkeit. Das Branding ist eine strategische Maßnahme und wird im Unternehmen entwickelt. Branding kannst Du auch mit „Markenbildung“ übersetzen.

Einfach ausgedrückt heißt das: Wer bist Du, was ist Dein Alleinstellungsmerkmal, was macht Dich aus? Definiere Dich, kurz und klar.

Corporate Identity

Corporate Identity oder kurz C.I. ist die Gesamtheit der Merkmale, die ein Unternehmen kennzeichnen und es von anderen Unternehmen unterscheiden (Wikipedia).
Kurz gesagt, die C.I. holt Dich oder Dein Unternehmen aus der Anonymität und gibt Dir eine einzigartige, unverwechselbare und wiederkehrende Identität – einen Charakter.

Der Charakter wird geprägt durch:

  • das Auftreten (Corporate Behaviour): wie benehme ich mich, wie agiere ich?
  • die Kommunikation (Corporate Communication): welche Sprache spreche ich? Zum Beispiel ist es ein Unterschied, ob Du Deine Kunden mit „DU“ oder „SIE“ ansprichst
  • das Aussehen (Corporate Design): diesen Punkt erläutere ich im nächsten Absatz genauer!

Die C.I. geht tiefer als das Branding und die einzelnen Elemente definieren Dich. Übrigens bildet die C.I. die Grundlage und den Rahmen für das Fremdbild (Corporate Image), also wie Deine Kunden Dich sehen.

Über die C.I., ihre Elemente und das Fremdbild werde ich einen eigenen Artikel schreiben. Das ist ein sehr spannendes und wichtiges Thema im Bereich Visual Marketing. Wenn Du diesen nicht verpassen willst, trage Dich gleich in den Newsletter ein!

Für die visuelle Identität ist das Corporate Design am wichtigsten, deshalb gehe ich jetzt darauf näher ein.

Corporate Design

Das Corporate Design dient der optischen Positionierung und der Profilierung eines Unternehmens.
Es definiert Farben und Formsprache. Sowohl mit Farben, Formen und auch Schriftarten drückst Du bestimmte Werte und Emotionen aus. Hier spielt die Psychologie eine große Rolle.

Zum Beispiel „Milka“ im Vergleich mit „Lindt“: Beides ist Schokolade, dennoch sprechen Farbe und Schrift der Verpackung unterschiedliche Emotionen an. Lindt ist „edel und hochwertig“, Milka dagegen spricht die Sinne an, lila steht für sinnlich.

Die Definition des Corporate Design bestimmt also das Erscheinungsbild, den „look & feel“ einer Marke.
Definiert wird das Design idealerweise in einem Gestaltungssystem, in einem Leitfaden. Dieses wird Corporate Design Manual, Styleguide, Design Manual oder auch Brand Manual genannt. Der Name ist wirklich egal, wichtig ist der Inhalt.

Darin zu finden sind:

  • Logo, Logovarianten und die Verwendung des Logo auf und in unterschiedlichen Bereichen
  • Farben und Farbpaletten für Print und digital
  • Typographie, Schriftarten, Größen, Platzierung
  • Bildmaterial oder Anweisungen für Look, Farbsättigungen, Komposition

Jedes dieser Elemente für sich ist wichtig, in der Gesamtkonzeption ergeben sie Dein Corporate Design, Dein Aussehen.

Natürlich musst Du Dir jetzt nicht gleich ein mehrseitiges Manual erstellen.
Und normalerweise sind die einzelnen Elemente auch schon vorhanden:
Du hast ein Logo, benutzt eine bestimmte Schriftart und hast eine Farbe, die Du immer wieder einsetzt.
Jetzt überlegst Du Dir noch, wann, wie und wo Du die Elemente immer gleich einsetzt – und schon hast du ein CD.
Das ist doch einfach, oder?!

Es ist jetzt noch wichtig, die einzelnen Elemente in allen Bereichen konsequent umzusetzen. Du kannst auf Instagram kein anderes Logo nutzen als zum Beispiel im Laden. Oder auf der Webseite andere Schriftarten benutzen als auf der Visitenkarte.
Dein potenzieller Kunde fragt sich sonst, ob er bei Dir richtig ist. Du bist nicht authentisch und hast schlimmstenfalls einen Kunden verloren, da er verwirrt ist und Dir eventuell nicht mehr traut. Mehr über Authentizität und warum das so wichtig ist, erkläre ich Dir in meinem Artikel: Was ist Authentizität und warum ist das wichtig?

Das Topping

Cupcakes unterscheiden sich vor allem in ihren Toppings: Sahnehäubchen oder die Buttercreme, Streusel, Glitzer oder Kirsche.

So ist das auch mit dem Yogastudio. Yoga bietet jedes Studio (ja, ich weiß, es gibt hier unterschiedliche Arten). Wie kann Dein Kunde jetzt schnell Dich und Dein Angebot einschätzen? Der Kunde schaut auf Deine Webseite, in die sozialen Medien. Und was er dort sieht, prägt das Bild.

Bis jetzt haben wir mit ganz klassischen Marketing- Werkzeugen den Charakter geformt. Die visuelle Identität vervollständigt den Charakter durch die Art und Weise der praktischen Umsetzung, sie erweckt die Theorie zum Leben. Wir platzieren die Kirsche auf das Sahnehäubchen.

Du definierst Deine Identität über die verwendete Bildsprache, die Kanäle sowie die Elemente, die Du nutzt: ein Versicherungsmakler wird andere Kanäle benutzen als ein Kosmetikstudio. Der Agent wird vermutlich Informationen und wichtige Neuerungen twittern, das Studio auf Instagram Fotos von erfolgreichen Behandlungen veröffentlichen.

Hier mal fiktive und praktische Beispiele:

Visuelle Identität Visitenkarte Versicherung

Die Agentur verwendet klare Farben, schlichte Formen und eine geradlinige Schrift. Das alles steht für seriös, klar, geradeheraus.

Beide verwenden sie eine helle Farbe als Hintergrund. Das ist offen und freundlich.

Es gibt ein Logo und den Unternehmensname.

Visuelle Identität Visitenkarte Kosmetik

Hier werden warme und wohlige Farben verwendet. Die Schrift ist an eine Handschrift angelehnt, das wirkt persönlich und näher.

Die Umsetzung ist einfacher, als Du jetzt denkst.

Es gibt ein paar Fragen zu beantworten und einige Elemente zu definieren.

Wie präsentiere ich mich?

Das ist die visuelle Umsetzung Deiner Werte: Vertrauen, Nachhaltigkeit, Transparenz, Offenheit, Innovation, Teamgeist, Abenteuer, Achtsamkeit, Intuition, Andersartigkeit.

Die Umsetzung bewegt sich auf allen Kanälen, sie bestimmt die Ladeneinrichtung, die Farbwahl der Webseite, die Auswahl der Schrift und so weiter. Ein gutes Beispiel hier ist die Sportbranche: ein Laufladen präsentiert sich komplett anders als ein Outdoorladen.

Laufen: gerade Linien, klare Schriften, grelle Farben

Outdoor: gedeckte Farben, verspielte Schriften, Naturmaterialien

Wenn Du Dich damit schwer tust, kannst Du zum einen Deine Mitbewerber und die Branche recherchieren und vergleichen. Zum Anderen kannst Du die Suchmaschinen zu den Begriffen bemühen und die Bilder zu den Begriffen durchsehen.
Das gibt Dir eine Richtung und ein Gefühl.

Wo zeige ich mich?

Hiermit definierst Du Deine Positionierung: klassisch, traditionell, innovativ. Jedes Element hat seine Plattform. Dazu gehören im analogen Bereich zum Beispiel Messen, Fachzeitschriften, Kongresse.

Der Versicherungsmakler schaltet Anzeigen im Oldtimer-Fachmagazin, die Kosmetikerin hat einen Stand auf der Hochzeitsmesse.

Für den Online Bereich kannst Du mehr darüber in dem Artikel „Die 5 wichtigsten Elemente der perfekten Online Präsenz“ lesen. Der Artikel erklärt Dir, wie und wo Du Dich am Besten präsentierst.

Wie inszeniere ich mich?

Erzähle ich Geschichten, gebe ich Unterstützung oder Lösungen?

Das ist die Definition der Maßnahmen: Storytelling, Bilder, Videos. Brauchst Du vielleicht einen Blog oder einen Vlog? Die Inszenierung ist vermutlich für die meisten der anspruchsvolle Teil der visuellen Identität.

Je nach Art und Wunsch der Inszenierung solltest Du vielleicht über ein Outsourcing nachdenken. Auch hier findest du mehr Informationen in dem eben erwähnten Artikel über die perfekte Online Präsenz.

Wenn Dir dieses Thema schwerfällt, hast Du immer noch die Möglichkeit, Dinge abzugeben. Es gibt zum Beispiel viele kreative Designer oder auch Menschen, die in der visuellen Kommunikation unterwegs sind. Natürlich gibt es auch Agenturen, die in diesen Bereichen arbeiten.

Definiere Deine Bedürfnisse vorher genau und lass Dich beraten. Hier kann ich Dir gerne helfen, die richtigen Schritte zu gehen.

Fazit: Die visuelle Identität

Alle diese Elemente bestimmen Deine visuelle Identität.
Und nur wenn diese visuelle Identität mit der Realität übereinstimmt, bist Du authentisch. Authentizität ist die Währung der heutigen Zeit und wird mit Loyalität und Kundenbindung belohnt.

Die visuelle Identität ist eng verknüpft mit dem visuellen Marketing. Wenn Du Deine visuelle Identität kennst und lebst, setzt Du schon eine Grundvoraussetzung für visuelles Marketing um: eine einheitliche visuelle Sprache. Mehr darüber kannst Du in meinem Beitrag “Was ist Visual Marketing oder visuelles Marketing?“ nachlesen.

Du brauchst Unterstützung für deine visuelle Identität oder willst wissen, wo Du stehst und was Du verbessern kannst? Melde Dich einfach bei mir, ich berate Dich gerne oder erstelle Dir eine Übersicht über Deinen Status und gebe Dir umsetzbare Handlungsempfehlungen. Es ist günstiger als Du denkst!

Linkliste

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/corporate-identity-31786

bwl-wissen.net/Corporate Identity

https://www.gruenderszene.de/lexikon/begriffe/branding?interstitial

Corporate Design Manuals und Styleguides

https://www.designtagebuch.de/wiki/bedeutung-der-farben-fuer-das-branding/

https://www.designtagebuch.de/wiki/die-bedeutung-von-schrift-fuer-die-identitaet/

https://www.wertesysteme.de/werte-glossar/unternehmenswerte/

https://99designs.de/blog/design-kreativitaet/style-guierstellen/

Superleicht Personas entwickeln

Wer Affen will, muss Bananen haben. Hast Du mit Kunden zu tun? Egal ob als Händler oder als Yogalehrer, Du musst Deine Kunden kennen, um diese richtig zu erreichen.

Heute ist es so, daß Deinem Kunden Dein Angebot schmecken muss. Ansonsten geht er woanders hin, die Auswahl ist groß und andere sind schnell zu erreichen. Ich zeige Dir, wie Du ganz einfach Deinen Wunschkunden definierst. Dadurch kannst Du Dein Angebot besser, wirksamer und passender platzieren.

Kenne Deinen Wunschkunden

Deine Kunden kennst Du sicher. Manchmal hast Du aber das Gefühl, das sind nicht die richtigen? Dein Angebot ist für andere Kunden gedacht? Dann sprichst Du irgendwo die falschen Kunden an. Um das zu ändern, musst Du Deinen Wunschkunden genau kennen, um ihn zu treffen.

Du solltest Dich mit Deinen Wunschkunden dann beschäftigen, wenn Du:

  • Neu startest
  • Dein Angebot veränderst
  • Die falschen Kunden anziehst
  • Mehr Kunden erreichen willst

Die Persona

Persona ist der Begriff für eine fiktive Personenbeschreibung. Dabei ist diese Persona ziemlich genau, sie hat einen Namen, einen Beruf, Interessen, etc.

Es gibt viele Möglichkeiten, eine Persona zu entwickeln. Hier geht es um eine sehr einfache Gestaltung von Personas. Diese ist nicht hochwissenschaftlich entwickelt, dafür gibt sie einen ersten Blick auf Deinen Wunschkunden

Um den Wunschkunden zu entwickeln brauchst Du wichtige soziale Eckpunkte, die die Person bestimmen.

Das grobe Raster

Geschlecht: Männer, Frauen, egal?
Altersgruppe: hier am besten große Cluster
Herkunft: Lokal? Regional? International?

Die Tiefe

Wie gemischt möchtest Du Deine Kunden haben?

Beispiele

Du bietest Physio an und hast Dich spezialisiert auf ausgleichende Bewegung für Schreibtischtäter. Deine Kundengruppe ist geschlechtsneutral, hauptsächlich ist Dein Angebot für 35-45 Jährige und nur im Umkreis Deines Wohnortes.

Du hast ein Nagelstudio und bist spezialisiert auf Nail Art, also besonders kreative Designs. Du willst junge Frauen zwischen 20 und 35 ansprechen. Für Deine Kreationen kommen die Kunden aus der ganzen Region.

Wenn Du Dich damit beschäftigt hast, kannst Du in die Tiefe gehen.
Dafür empfehle ich entweder digital oder analog pro Person eine Art Infoseite zu erstellen.

Wichtige Eckpunkte

Name
Geschlecht
Alter
Beziehungsstand
Wohnort
Beruf

Kaufverhalten
Freizeitgewohnheiten
Interessen und Besonderheiten

Diese Punkte sind die interessanten, man nennt das auch psychografische Unterscheidungen. Es geht um Einstellungen, Lebensstile, Werte, um soziale Milieus. Diese bestimmen weitestgehend unser Verhalten: zum Beispiel wird ein Veganer vermutlich eher nachhaltige Kleidung kaufen als Fast Fashion oder Designermode.

Sehr wichtig: gib Deiner Persona ein Gesicht, dadurch wird sie realer und greifbarer. Nutze dafür Google oder Bildersuchen. Es reicht ja ein Screenshot, dafür brauchst Du auch keine Nutzungsrechte, das Bild ist ja nur für Dich!

Die „Pain Points“

Die Pain Points sind die Schmerzstellen, die Probleme Deines Wunschkunden. Das muss nicht unbedingt weh tun! Wir konsumieren oder handeln meist aus einem Wunsch oder einem Verlangen heraus. Diesen Wunsch zu stillen ist auch ein Pain Point!

Hier beantwortest Du Fragen, die Du Deiner Persona stellst:

  • Welche Probleme hat die Persona?
  • Warum sucht sie eine Lösung?

Sei gerne detailliert. Zum Beispiel: Gisela hat als Tischlerin keine besonderen Fingernägel, will aber auf der Hochzeit ihrer Freundin etwas ausgefallenes haben.

  • Wie kannst Du helfen?
  • Welche Vorteile hat sie durch Dich?

Benenne hier den tatsächlichen Vorteil! Zum Beispiel bist Du flexibel in Deinen Geschäftszeiten und kannst diese auf den Kunden abstimmen.

  • Wo sind eure Berührungspunkte?
  • Wie kann die Person Dich finden?

Schaue Dir hier ihre Interessen an: ist Gisela wohl eher bei Instagram zu finden? Nutzt sie Pinterest? Oder ist sie vielleicht viel im Sportstudio?

  • Was ist Dein USP (Unique Selling Point, Alleinstellungsmerkmal)
  • Was bietet Du mehr/ besser für die Persona als Deine Mitbewerber?

Zum Beispiel Gisela arbeitet immer ziemlich lange. Du kannst ihr Behandlungszeiten außerhalb der üblichen Geschäftszeiten anbieten und Du kannst auch zu ihr kommen.

Beispiel Persona

Das Szenario: Du bist mobiler Physiotherapeut und richtest Dein Angebot speziell an 30-50jährige Schreibtischtäter. Dabei bietest Du persönlichen und individuellen Service. Du hast keine eigenen Räume, Du arbeitest vor Ort.

Name: Michaela

Alter: 37

Beruf: Büromanagerin Steuerkanzlei

Beziehungsstand: Single

Wohnort: Hamburg

Wunschkunden Passbild

Kaufverhalten:

Veggie, möglichst bio und regional, sie liebt Pizza.
Sie kauft möglichst faire Kleidung, aber auch gerne Marken.

Freizeitgewohnheiten:

2mal die Woche Fitnessstudio,
Sie geht gerne ins Kino
Michaela liebt Instagram. Sie folgt vielen Seiten und verbringt viel Zeit mit dem Smartphone
Ihr Freundeskreis ist klein, aber fein.

Interessen und Besonderheiten:

Sie kämpft mit ihrem Schweinehund, wenn es um Sport geht
Sie ist ortsgebunden, mag am liebsten Sachen, die sie kennt.
Sie geht nicht so gern unter fremde Menschen.

Die Pain Points

Welche Probleme hat Michaela?
Warum sucht sie eine Lösung?

Michaela hat Rückenschmerzen vom Büro. Sie geht zwar zum Sport, aber das ist irgendwie auch nicht die Lösung, es hilft nicht wirklich.

Wie kannst Du helfen?
Welche Vorteile hat sie durch Dich?

Du entwickelst ein auf sie abgestimmtes Sportprogramm, dabei achtest Du auf Abwechslung und Spaß. Du begleitest sie in ihrem Sportstudio.

Wo sind eure Berührungspunkte?
Wie kann die Person Dich finden?

Michaela kann meiner Instagramseite folgen. Dort gibt es täglich Tipps und Übungen für den Alltag! Und in meiner Facebookgruppe kann sie sich mit anderen austauschen und treffen.

Was ist Dein USP (Unique Selling Point, Alleinstellungsmerkmal)
Was bietet Du mehr/ besser für die Person als Deine Mitbewerber?
Ich komme zu Michaela an den Arbeitsplatz und schaue es mir vor Ort an. Dort kann ich erste Tipps geben. Dann gehe ich mit ihr in ihr persönliches Fitnessstudio und erstelle ihr persönliches Programm. Ich habe eine funktionierende Community auf Facebook, die aktiv miteinander arbeitet.

Wie hilft Dir die Definition Deiner Wunschkunden?

Ganz einfach: Du bekommst ein Bild und Du hast jemanden, dem Du „in Gedanken“ etwas präsentieren kannst. Dadurch kannst Du zum Beispiel überlegen, welche Social Media Kanäle Du nutzen solltest.
Denn jede „soziale Gruppe“ hat ihre eigenen Kanäle. Hier das falsche Feld zu beackern kostet nur unnötige Energie.

Welche Kanäle bei den unterschiedlichen Gruppen genutzt werden, kannst Du in meinem Artikel: Die fünf wichtigsten Social Media Kanäle und ihre Nutzer nachlesen. Dieser Artikel gibt Dir einen Überblick. Die Nutzerzahlen haben sich in den letzten Monaten sicherlich erhöht, die prozentualen Anteile sind noch ähnlich.

Du kannst durch die Definition von Wunschkunden und Personas auch Deinen USP finden oder klarer definieren. Vielleicht fällt Dir auf, Deine Kunden sind zu bestimmten Zeiten zu erreichen oder mögen gewisse Eigenschaften besonders. Achte auf die Feinheiten.

Fazit

Das Erstellen von Personas bringt Dir wieder neue Impulse und Ideen und es inspiriert, Neues auszuprobieren oder sich von Altem zu trennen.

Du kannst auch Unternehmen beauftragen, die darauf spezialisiert sind Personas zu entwickeln. Diese Unternehmen arbeiten nach wissenschaftlichen Erkenntnissen und die Entwicklung kostet auch entsprechend. Je nach Deinem Ziel und Deiner Unternehmensgröße solltest Du das tun.

Meine Wunschkunden beschäftigen sich noch selbst mit ihren Kunden. Wenn Du dazu gehörst und Unterstützung bei der Erstellung des Profils Deiner Wunschkunden brauchst, dann melde Dich gerne bei mir. Ein neutrales Auge kann hier oft sehr hilfreich sein!

Viel Spaß dabei!

Linkliste

https://digitaleneuordnung.de/blog/personas-erstellen/

https://www.testingtime.com/blog/personas-erstellen/

https://waldhirsch.de/marketing/psychografische-zielgruppen-limbic-map-im-online-marketing/

https://de.wikipedia.org/wiki/Zielgruppe

https://www.business-wissen.de/artikel/marktsegmentierung-beispiele-und-kriterien-fuer-die-einteilung-von-maerkten-und-kunden/

Und hilft viel auch viel?

„Das Internet ist wie eine Welle: Entweder man lernt, auf ihr zu schwimmen, oder man geht unter.“ (Bill Gates, Microsoft Gründer, 1995)


Damit liegt Bill Gates heute näher an der Wahrheit als je zuvor. Damit Du schwimmen lernst, zeige ich Dir jetzt die fünf wichtigsten Elemente der perfekten Online Präsenz.
Das ist quasi das Seepferdchen des Internets.

Warum ist eine Online Präsenz wichtig?

Deine Online Präsenz ist mehr als eine Visitenkarte: Du präsentierst Dich, Dein Produkt, Deinen Laden, Dein Unternehmen dort, wo sich Deine Kunden informieren und aufhalten. Dein zukünftiger Kunde soll online alle für ihn relevanten Informationen finden.

Heute kommst Du als Unternehmer nicht um eine Online Präsenz herum. Ich sage jetzt bewußt nicht “Webseite” oder “Online Shop”, es kann auch LinkedIn oder YouTube sein. Was für den einen funktioniert, muss für den anderen längst nicht passen.

Es ist wichtig, die Elemente, den Bedarf und die Voraussetzungen zu erkennen, um Deine Zielgruppe zu erreichen.

Die 5 Elemente

Auch wenn ich Dir jetzt 5 Elemente präsentiere, musst Du nicht alle bespielen. Jedes einzelne Element bedeutet Arbeit und Energie. Und beides willst Du bestmöglich einsetzen. Ich zeige Dir die fünf wichtigsten Kanäle, damit Du die für Dich passenden Elemente kombinieren kannst. Sicher ist, nur ein Kanal wird nicht genügen.

1. Google my Business

Ein absolutes Basic, dazu noch völlig kostenlos. Mit einem Eintrag bei Google My Business wirst Du nicht nur in den Suchergebnissen bei Google gelistet, sondern auch bei Google Maps.
Google ist aus unserer Welt nicht mehr wegzudenken. Es ist die größte Suchmaschine der Welt und es ist sehr wirksam, wenn Du Dich oder Dein Unternehmen dort präsentierst.

Richtig angewendet ist das ein sehr effektives Tool: Du informierst nicht nur über Deine Adresse und aktuellen Öffnungszeiten, Du kannst aktuelle Fotos und interessante Infos hinterlegen. Wenn Du aktiv damit arbeitest, bringt Dir Google My Business in den Suchergebnissen ein sehr gutes Ranking. Durch einen Eintrag bei Google My Business erhöht sich die Auffindbarkeit nicht nur in der Suchmaschine, sondern auch bei Google Maps. Es gibt nicht viele Unternehmen oder Unternehmer, die auf Google My Business verzichten können. Selbst wenn Du ortsunabhängig arbeitest, kannst Du es nutzen.

Und keine Angst vor den Bewertungen. Viele verzichten aus Angst vor schlechten Bewertungen auf den Eintrag. Das ist kein Grund, Google My Business ist ein tolles Tool zur Kundengewinnung!

Agiere mit den Leuten: bedanke Dich für eine gute Bewertung oder entschuldige Dich, falls es mal eine Beschwerde gibt. Du zeigst Dich menschlich und kannst damit aus einer schlechten Bewertung schnell einen guten Effekt rausholen. Sei authentisch.

Ich will es nicht unterschlagen: es gibt die Möglichkeit, eine Webseite über Google My Business anzulegen. Davon rate ich dringend ab. Es ist besser, eine „echte“ Webseite anzulegen, damit bekommst Du deutlich mehr Aufmerksamkeit im Netz. Kleine Notiz am Rande, sogar im Google Seminar wurde uns angeraten, eine eigenständige Webseite zu erstellen.
Wenn Du gerade zu Google My Business Fragen hast, melde Dich bei mir. Ich kann hier helfen.

Womit wir schon beim zweiten Element sind:

2. Webseite

2020 sollte sich jeder eine Webseite leisten, der etwas anzubieten hat. Punkt.
Hier variiert die Range von einer einfachen Visitenkarte bis hin zur ausgefallenen Webpräsenz.
Um die richtige Webseite zu erstellen, kläre zuerst die Fragen: was willst Du mit der Webseite erreichen und was kannst Du mit der Webseite erreichen?

Daraufhin entwickelst Du ein Konzept. Vielleicht reicht eine einfache Visitenkarte mit einer kurzen Übersicht Deiner Leistungen und Deinen Kontaktdaten. Das ist ein Basic und sollte jeder Unternehmer haben.
Oder Du willst eine kreative Präsentation deines Portfolios.
Und auch wenn Du ein Ladengeschäft hast, musst Du keinen Onlineshop betreiben. Je nach Ausrichtung und Angebot kann es für Dich sogar besser sein, Dein Ladengeschäft exklusiv zu präsentieren.

Die perfekte Online Präsenz entwickeln

Die Kosten und der Aufwand für die Webseite richtet sich vor allem nach Deinen Vorstellungen und Deinen Voraussetzungen!

Wenn Du nur eine einfache “Visitenkarte” haben willst, dann genügt eine Webseite aus dem Baukasten. Hier rate ich von kostenlosen Anbietern ab. Für den kostenlosen Service zahlst Du mit dem kostbarsten Gut in der heutigen Zeit: Daten. Und hier nicht nur Deine, sondern auch die Deiner Kunden. Daher bin ich ebenso kein Freund von den Premium – Angeboten dieser Anbieter.

Es gibt von den großen Domain- und Hostinganbietern günstige Angebote für ca 5€ mit Webseiten Baukasten oder einer einfachen Webseiteninstallation. Damit findet Dich jeder, der explizit und genau nach Dir sucht.

Möchtest Du in allgemeinen Suchanfragen (zum Beispiel nach “Visual Marketing Experte”) gefunden werden, reicht das nicht. Dafür benötigst Du mehr Arbeit und Input, unter anderem eine SEO – Optimierung. Auch das kannst Du je nach Vorkenntnissen und Talent selbst machen. Ist jedoch beides nicht vorhanden, solltest Du es outsourcen. Hier ist die Funktionalität und die Nutzererfahrung ein sehr wichtiges Kriterium für dem Erfolg. Schliesslich soll eine Webseite bestenfalls Interessenten zu Kunden machen.

Um Webseiten und Webdesign ranken sich viele Mythen, die sich teilweise widersprechen: es ist wahnsinnig teuer und sehr kompliziert zu erstellen, es ist total einfach selbst zu machen, man braucht keinen Webdesigner, rechtliche Stolperfallen,…
Mehr über diese Mythen und wie Du zu einer eigenen Webseite kommst, erzähle ich dir in meinem Artikel: Webseiten erstellen – die 5 häufigsten Mythen und Wahrheiten

3. Social Media / Soziale Netzwerke

Instagram, Facebook, Pinterest, Twitter, XING, LinkedIn. Das sind die größten und wichtigsten Kanäle.
XING, LinkedIn und Facebook sind eher soziale Netzwerke. Man verbindet sich und tauscht sich aus.

Instagram von Visual MK

Social Media ist mehr wie eine Präsentation, Du kannst Dich und Dein Angebot nah und vor allem zeitnah präsentieren: die neue Lieferung, das angesagte Trendteil, Dein besonderer Service.
Social Media ist Arbeit, Du musst leisten und auch abliefern.
Du musst Content erstellen: schöne Bilder und ansprechende Texte. Dabei gilt nicht: viel hilft viel, sondern Qualität vor Quantität. Stell Dir vor, Dein Kunde steht direkt vor Dir. Er verbindet Dich und Dein Angebot mit Deinem Content.
Es bedeutet, auch nach dem Posting am Ball zu bleiben. Wenn Du Reaktionen bekommst, dann antworte darauf. Möglichst zeitnah, authentisch und positiv.

Abgestimmt auf Dein Angebot benötigst Du unterschiedliche Kanäle. Nicht für jeden ist Pinterest interessant. LinkedIn spielt nach eigenen Regeln und Twitter spricht andere Personen an. Die Social Media Strategie muss gut durchdacht sein, um wichtige Ressourcen nicht zu verschwenden. In dem Artikel “Wie finde ich wirksame Social Media Strategien?” erkläre ich Dir, warum Du Social Media nutzen solltest, wie Du den richtigen Kanal findest und eine gute Strategie entwickelst.

Übrigens kann Du die Content Erstellung auch abgeben, Du musst es nicht selbst machen. Vielleicht hast Du ja einen Mitarbeiter oder jemanden im Bekanntenkreis mit Ambitionen? Denk daran: Ist Dein Social Media Auftritt nicht authentisch, wird er nichts erreichen.
Mehr zum Thema Authentizität kannst Du hier nachlesen: Was ist Authentizität und warum ist das wichtig?

4. Blog/Vlog

Ein Blog ist die perfekte Möglichkeit, Dich und Dein Angebot aktiv zu präsentieren. In Deinem Blog zeigst Du Kompetenz und Können.

Für einen Blog brauchst Du natürlich eine Webseite. Das Wissen dazu hast Du ja im vorherigen Abschnitt bekommen.

Wenn Du einen Blog starten willst, solltest Du grundsätzlich die einfachen Regeln der Rechtschreibung und Schreiblehre beachten. Es gibt im Netz viele Artikel über das richtige Schreiben von Blogartikeln. Ebenso gibt es Kurse und Seminare. Beschäftige Dich damit, bevor Du startest. Überlege Dir Themen für Deine Zielgruppe. Ein Blog lebt von aktuellen und interessanten Artikeln.

Nicht jeder ist zum Schreiben geboren, es gibt auch die Möglichkeit eines Video-Blogs (ein sogenannter Vlog). Ein Vlog muss nicht mit teurer Technik erstellt werden, auch mit dem Smartphone und frei erhältlicher Bearbeitungssoftware kann man einen guten Beitrag erstellen. Hier zählt der Inhalt, das Können kommt mit der Zeit.
Hierzu findest du sehr viele Informationen, vor allem natürlich bei YouTube.
YouTube ist inzwischen die zweitgrößte Suchmaschine der Welt, daher ist es je nach Branche gut, sich dort zu präsentieren.

Der Inhalt und die Umsetzung ist die wichtigste Komponente, sowohl beim Blog als auch beim Vlog: es soll immer informativ, fokussiert und unterhaltend sein. Wenn Du authentisch bist, verzeihen Deine “Follower” auch kleine Fehler oder geringe Produktionskosten.

5. Online Shop

Bevor Du einen Online Shop eröffnest, musst Du das Potenzial des Shops ganz genau einschätzen. Kannst Du bei dem bestehenden E-Commerce Markt mithalten?
Ein Online Shop bedeutet logistische und juristische Mehrarbeit. Wenn Du Dich dafür entscheidest, solltest Du Dich auf jeden Fall sehr gut darüber informieren.

Es gibt die Möglichkeit, niederschwellig in den E-Commerce einzusteigen. Sowohl Ebay als auch Amazon bieten die Möglichkeit, ihre Plattformen zu nutzen. Sogenannte “Marktplätze” oder “Market Places”.
Für kleine Unternehmen und mehr Unabhängigkeit von den Großen gibt es zum Beispiel Etsy und Sugartrends. Und für rein digitale Produkte gibt es spezielle Angebote.

Alle diese Marktplätze wollen natürlich an Dir mitverdienen, sie verlangen eine Provision. Um Deine Shopidee oder Dein Produkt zu testen, ist ein Marktplatz ein einfacher und sicherer Weg.

Ein Online Shop kann Deinen Kundenkreis auf jeden Fall deutlich erweitern. Wenn Du das Potenzial dafür definitiv siehst, dann lohnt sich die Mühe und die Arbeit. Für einen unabhängigen Online Shop brauchst Du viel Wissen und Information. Auch hier ist das Netz dein bester Freund, jedoch solltest Du hier auf die Qualität der Informationsquelle achten! Es gibt zum Beispiel gute Facebookgruppen. Aber auch Verbände und Handelskammern können dabei helfen.

Gerade in den letzten Monaten seit dem Beginn der Covid19 Pandemie hat sich in diesem Bereich sehr viel getan.

Wie erkennst Du Deinen Bedarf?

Wie oben schon erwähnt, Du musst nicht auf allen Hochzeiten tanzen. Du brauchst das perfekte Angebot für dich. Die wichtigste Regel hier ist: Dein Bedarf für die Online Präsenz richtet sich nicht nach Dir, Dein Bedarf richtet sich nach Deiner Zielgruppe und Deinem Ziel!

Wer ist Deine Zielgruppe? Dein Wunschkunde? Wenn Dir die Eingrenzung schwer fällt, dann nutze einen Trick aus dem Marketing: erstelle Dir sogenannte Personas. Gib Deiner Zielgruppe ein Gesicht, einen Namen, Interessen und Eigenschaften. Dann versetze Dich in Deine Persona und frage Dich, was sich diese von Dir wünschen würde. Oder auch was Du für die Persona als Service bieten kannst. Dadurch fällt Dir die Eingrenzung und Entscheidung einfacher, Du kannst Deinen Kunden besser verstehen und den Bedarf besser eingrenzen.

Cosial media Produktion wegen Corona

Ein Beispiel: Du hast einen kleinen Blumenladen mit Dekoartikeln.
Deine Zielgruppe ist lokal zu finden, also in der Umgebung. Daher brauchst Du einen Google My Business Eintrag und solltest auf Google Maps zu finden sein. Deine Persona ist Gisela, Mitte 50 und Gartenliebhaberin. Sie wirst Du wahrscheinlich nicht bei Instagram finden, sondern bei Facebook und vielleicht auch Pinterest.

Wenn Du jetzt den Bedarf kennst, kannst Du die Prioritäten festlegen. Sehr schnell umgesetzt ist GoogleMyBusiness, am längsten wird die korrekte Einrichtung eines Onlineshops dauern.

Deine Ressourcen und die Möglichkeiten

Du hast Deinen Bedarf erkannt, sehr gut. Allerdings gibt es neben dem Bedarf noch eine weitere Größe: Deine Ressourcen.
Vielleicht liegt Dir weder das Schreiben, vor einer Kamera gerätst Du ins Stottern und Technik generell überfordert Dich? Das ist total in Ordnung, wir haben alle unterschiedliche Talente.
Es ist wichtig, im Rahmen Deiner Möglichkeiten zu arbeiten. Nur eine gut gemachte Online Präsenz ist eine wirksame.

Ich zum Beispiel als Solopreneur habe keinen Google My Business Eintrag und keine Facebookseite. Weder habe ich ein offizielles Büro noch eine örtliche Eingrenzung meiner Tätigkeiten. Daher habe ich mich gegen Google My Business und Facebook für mich entschieden. Da ich stark visuell arbeite, habe ich einen Instagram und Pinterest Account, eine Webseite mit Blog und bin natürlich bei XING und LinkedIn.

Für den privaten Blog (HAFENKINO.blog) haben wir eine Webseite mit Blogfunktion, einen Facebook und Instagram Account sowie einen Youtube Kanal.

Du siehst, die Variationen hängen eng an deinem Bedarf.

Du brauchst eine Online Präsenz, kannst es aber selbst nicht abdecken? Zum Beispiel brauchst Du eigentlich Instagram, bist aber nicht kreativ oder traust Dich einfach nicht? Dann hast du zwei Möglichkeiten:

1. Delegieren.

Kannst Du Teilbereiche outsourcen oder willst Du den ganzen Bereich abgeben? Überlege Dir eine Strategie und mache Dir klar, was Du abgeben kannst oder willst.
Vielleicht kennst Du jemanden, der gut schreiben kann. Zum Beispiel in Deinem Unternehmen, Bekanntenkreis oder auch bezahlte Freelancer.
Du kannst Dir einen Online Manager ins Boot holen. Mehr über den Online Manager findest Du in meinem Artikel “Wie Dir Online Management hilft, besser gesehen zu werden
Du kannst auch nach „VA“, virtuelle Assistenz, schauen. Es gibt virtuelle Assistenten, die für Dich bestimmte Bereiche abdecken können.

Das Wichtigste beim Delegieren ist immer das Kontrollieren: schau Dir an, was passiert. Lass es Dir erklären und bleibe dabei. Du solltest immer auf dem aktuellen Stand sein. Deine Online Präsenz ist wie ein Schaufenster: es präsentiert Dich. Wenn diese Präsentation nicht zu der Realität passt, verlierst Du Deine Authentizität und damit Deine Glaubwürdigkeit. Die Kunden springen ab.

2. Andere Wege finden

Du konzentrierst Dich und Deine Energie auf Bereiche, die Dir liegen.
Gehen wir zu dem Beispiel Online Shop: Du hast ein Ladengeschäft und bist zwar der Meinung, Du könntest mit einem Online Shop gute Umsätze machen. Doch die Logistik ist Dir einfach zu viel: Verpackungsgesetz, Bezahlanbieter, … also entscheidest Du Dich aufgrund der Voraussetzungen dagegen. Das ist okay, meiner Meinung nach benötigt nicht jeder Händler einen Online Shop!

Dennoch benötigst Du eine gute Online Präsenz und solltest Online einen bestimmten und zu Dir passenden Service anbieten. Manchmal reicht auch nur eine persönliche Kontaktmöglichkeit aus, zum Beispiel über den Google My Business Eintrag. Zusätzlich dazu bietest Du zukünftig ein persönliches und individuelles Angebot (zum Beispiel VIP Shopping oder Styling Beratung) auf Deiner Webseite an und bewirbst es auf Google My Business, Instagram und Facebook. Es gibt hier viele Möglichkeiten und Ideen. Während des Corona Lockdowns sind schon tolle neue Ideen entstanden.

Fazit Online Präsenz

Mit der richtigen Online Präsenz machst Du Dich für Deine Zielgruppe sichtbar. Du erhöhst Deine Authentizität, das Vertrauen Deiner Kunden und auch die Kundenzufriedenheit. Und das alles gehört zur Kundenbindung auf jeden Fall dazu.

Wichtig!
Wenn Du Dich für eine Strategie entschieden hast, ist diese nicht in Stein gemeißelt.
Du brauchst am Anfang natürlich Zeit und Geduld.
Wenn ein Element nicht funktioniert, dann versuche etwas anderes. Investiere Deine kostbare Zeit und Energie nicht in Projekte ohne ROI (Return of Investment).

Du willst Deine Online Präsenz optimieren? Du weißt aber nicht, wo Du anfangen sollst? Kein Problem, melde Dich einfach bei mir, gemeinsam finden wir den richtigen Weg für Dich! Manchmal hilft der Blick von außen.
An den meisten Stellen kann ich Dich auch aktiv unterstützen: Webseite, Social Media, auch mit Blogs und Vlogs kenne ich mich sehr gut aus. Ich kann Dir sicher helfen!

Viele Ideen für Deine Online Präsenz findest Du auch schon auf meinem Blog, stöbere doch einfach durch die Artikel. Und wenn Du keinen neuen Artikel verpassen willst, schreibe Dich doch in den Newsletter ein!

Linkliste

Offline-Shopping: Nichts geht mehr ohne Smartphone

https://www.springerprofessional.de/versicherungsvertrieb/vertriebsmanagement/die-digitale-praesenz-sagt-viel-ueber-die-digitale-kompetenz/17377570

https://www.google.com/intl/de_de/business/

https://sichtbar-im-netz.de/5-gruende-warum-sie-einen-guten-google-business-eintrag-haben-sollten/

https://www.capterra.com.de/blog/536/marketing-fur-selbstandige-die-digitale-prasenz-erhohen

https://blog.hootsuite.com/de/google-my-business/

https://www.impulse.de/management/marketing/onlineshop-eroeffnen-kosten/3274640.html

https://www.impulse.de/management/marketing/online-marktplaetze-vor-und-nachteile/3121086.html

So wird es echt!

Ich starte meine Artikel immer gerne mit einem Spruch, der schon auf das Thema einstimmen soll. Hier ist das tatsächlich nicht so einfach. Zitate über Authentizität sind meistens so, wie das Wort selbst: sperrig und irgendwie unsexy. Warum ist authentisch sein eigentlich wichtig? Das kannst Du in meinem Artikel: Was ist Authentizität und warum ist das wichtig? nachlesen.
Kurz gesagt:„authentisch“ sein ist einfacher, als du denkst. Es ist angenehm und vor allem erfolgreich. Authentische Menschen sind Sympathieträger.

Du weißt das alles schon und willst loslegen? In acht einfachen Schritten zeige ich Dir, wie Du mehr Authentizität in Dein Leben bringst.

1. Definiere Deine Tätigkeit. Was machst Du und warum machst Du das?

Überlege Dir das genau: Wofür brennst Du bei dem, was Du tust. Ich zum Beispiel zeige anderen gerne, wie sie es etwas machen können. Ich unterstütze und helfe sehr gerne. Und ich habe es gerne schön um mich herum, ein stimmiges und schönes Umfeld. Daher habe ich auch meinen Slogan gewählt: let’s make it beautiful!

2. Definiere Dein Ziel. Was willst Du erreichen?

Hier geht es nicht um „mehr Umsatz“ oder „mehr Kunden“. Es geht um Dein persönliches Ziel: Willst Du Spaß bei der Arbeit, anderen helfen? Alleine Arbeiten? Willst Du eine andere Zielgruppe ansprechen? Du kannst Dir alle Ziele auf einzelne Zettel schreiben. Dann sortierst Du gleiche Bereiche zusammen. Wahrscheinlich zeigt der größte Stapel Dir schon deine Richtung. Falls nicht, fange an, die Sortierung zu priorisieren: Was ist wichtiger für Dich? Vergleiche die Ziele miteinander. Du musst Dich jetzt nicht auf ein Ziel herunter brechen. Dein Leben besteht aus mehreren Zielen. Wichtig ist, zu erkennen, was Du wirklich willst! Nur wenn Du Deine Ziele kennst, kannst Du authentisch sein.

Remote Business

3. Bestimme Deine Werte. Wie bist Du und was ist dir wichtig?

Es ist gut zu wissen, was für einen Menschen oder ein Unternehmen wichtig ist. Diese Werte bestimmen den Umgang mit anderen und mit sich selbst. Sie haben auch Einfluss auf Entscheidungen.
Mein wichtigster Wert ist zum Beispiel Respekt. Ich respektiere alles, was mich nicht persönlich angreift oder verletzt. Nur im respektvollen Umgang miteinander kann für mich eine gute Geschäftsbeziehung funktionieren. Respekt ist in direkter Nachbarschaft mit Ehrlichkeit, Freiheit und Offenheit für mich.

In der Enzyklopädie der Wertvorstellungen findest Du alle Werte zusammengetragen. Was spricht Dich an, womit kannst Du dich identifizieren?

4. Finde Deine Stärke! Was kannst Du besonders gut?

Ich bin mir ziemlich sicher, auch Du hast Dich mit dieser Frage schon einmal in Deinem Leben auseinander gesetzt. Vermutlich bei einem Bewerbungsgespräch. Das ist eine klassische Bewerbungsfrage. Und auch wenn sie von den wenigsten richtig ernst genommen wird, ist sie doch für die Authentizität sehr wichtig.

Beispiele dafür sind:

  • sprachliche Fähigkeiten
  • Umgang mit Zahlen
  • technische Kenntnisse, technisches Verständnis
  • organisatorische Fähigkeiten
  • analytisches Denkvermögen
  • räumliches Vorstellungsvermögen
  • gutes Gedächtnis
  • strukturierte Arbeitsweise
  • lösungsorientiertes Denken
  • Selbstständigkeit
  • Loyalität
  • Verantwortungsbewusstsein
  • Pflichtbewusstsein
  • Zuverlässigkeit
  • Disziplin
  • Einsatzbereitschaft
  • Belastbarkeit
  • Ausdauer
  • Flexibilität

Es gibt noch so viele mehr, die Liste soll Dir nur einen Denkanstoß geben!
Übrigens den Stärken sehr ähnlich sind die Soft Skills.

5. Erkenne Deine Schwäche. Was liegt Dir nicht?

Kein Licht ohne Schatten! Es ist genauso wichtig, auch seine Schwächen zu erkennen und zu benennen. Nur dann kann ich auch sagen: „Zahlen sind nicht so ganz mein Ding, ich hole mal jemanden dazu!“ Oder ein Beispiel von mir: Ich kann mir ganz schwer Namen merken. Damit gehe ich offen um, ich sage das immer gleich. Bisher kam das gut an!
Authentisch sein bringt andere dazu, Fehler zu verzeihen.

Auch für die Schwächen gebe ich Dir ein paar Denkanstöße

  • Vergesslichkeit
  • Schwierigkeiten beim Sprechen vor Gruppen
  • Aussagen nicht auf den Punkt bringen können
  • eingeschränkte Kreativität
  • geringes Durchsetzungsvermögen
  • Ungeschicklichkeit
  • zurückhaltend
  • Stressempfindlichkeit
  • geringe Flexibilität
  • geringe Spontaneität
  • Schwierigkeiten beim Äußern der eigenen Meinung
  • Nervosität
  • Ungeduld
  • Unentschlossenheit
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Natürlich gehst Du nicht mit jeder Schwäche im Kundenkontakt offen um, da ist nicht grundsätzlich zielführend. Wenn Du Deine Schwächen kennst, kannst Du viel besser damit umgehen und machst Dir und Deinem Umfeld das Leben deutlich einfacher! Deine Schwächen kannst Du auf Dauer meistens nicht verstecken, irgendwann kommen diese doch raus. Und das ist meistens unangenehmer,

6. Bring Farbe ins Spiel. Welche Farbe bist Du?

Jetzt kommen wir in den psychologischen Bereich:. Farbspychologie. Man sagt den Farben eine bestimmte Wirkung oder Aussage zu. Wenn Du jetzt Dein Logo oder Deine Wandfarbe suchst, beschäftige Dich mit den Farben. Nicht umsonst ist Milka lila und der Lindt Schokolade Schriftzug in Gold. Beides ist Schokolade, Farbe und Schrift sprechen unterschiedliche Emotionen an. Gold ist „edel und hochwertig“, lila steht für sinnlich.

Ärzte tragen weiß nicht nur, da es sich besser reinigen lässt. Weiß steht für sauber, rein, hell. Und ja, weiß ist im Grunde keine Farbe.

Hast Du eine Lieblingsfarbe? Dann fange doch mit dieser an. Was bedeutet die Farbe eigentlich? Passt sie zu Deiner Vorstellung, zu Dir? Welche Farbe kommt Dir in den Sinn, wenn Du an Dein Unternehmen denkst? Es gibt ganz klassische Assoziationen: blau ist Wasser, rein, sauber, klar.
Schwarz ist neutral, getragen, klassisch, ernst. Bestimmt hast Du auch Assoziationen zu einzelnen Farben?!
Du kannst das auch mit Bekannten und Freunden ausprobieren, ein kleines Spiel: Welche Farbe bist Du und warum? Oder auch: Welche Farbe verbindest Du mit einem Ort oder Menschen und was sagt das auch?

Deine Farbe muß zu Dir passen, zu Deinem Unternehmen, zu Deinem Ziel. So kannst Du in Deinem ganzen Auftritt authentisch sein.

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7. Erst sehen, dann lesen! Welche Schrift trägt Deine Aussage?

Auch Schriften, also Typographie, haben eine Aussage. Diese ist bei der Gestaltung wichtig, sei es das Logo oder die Webseite.

In der Typografie gibt es drei große Einteilungen: Serif (mit Unterstrichen) Sans Serif (ohne Striche) und dekorative Schriften (Handschriften).

Das ist jetzt die gröbste Einteilung. Ehrlicherweise muss ich sagen, fachlich ist es so nicht ganz korrekt. Für unsere Zwecke reicht aber diese Einteilung!

Schriften mit Serifen sind klassische Schriften. Schon die ersten Bücher von Gutenberg waren mit Serifen gedruckt. Zeitungen sind heute noch oft mit einer Serifenschrift.

Sans Serif oder auch Grotesk entstand Anfang des 19. Jahrhunderts. Interessanterweise durch die wachsende Werbeindustrie. Man wollte neue Schriftbilder, um sich abzugrenzen. Um authentisch zu sein. Dadurch gelten Sans Serif Schriften auch heute noch als moderne Schriften.

Dann kommt noch der große Bereich der Handschriften und dekorativen Schriften. Gerade in den letzten Jahren sind hier unzählige Variationen aufgekommen. Handlettering ist ein Begriff für Suchmaschinen.

Wie kannst Du Dich jetzt kategorisieren?
Ich nehme jetzt wieder mich als Beispiel, das ist am einfachsten. Ich bin eher analytisch, klar und ich mag es lieber schlicht als überladen. Ich liebe Art Deco und alles, was damit zu tun hat. Daher habe ich mich in den Schriftarten der 20er und 30er Jahren umgesehen. Eine meiner liebsten Schriften ist die Gill Sans. Eine klassische Schrift des Art Deco, ca 1928 entstanden.Aktuell verwende ich auf meiner Webseite eine Schrift, die der Gill Sans sehr ähnlich ist, aber im gesamten Schriftbild im Web für mich besser aussah. Rechnungen, Logo und Visitenkarte sind mit der Gill Sans gestaltet.

Eine Recherche bei Google Fonts oder Adobe kann Dir schon helfen. Wikipedia hat eine Liste der Schriftarten. Bist Du eher klassisch, schaue Dich bei den Serifen um. Stehst Du auf Landhaus- Stil? Dann brauchst Du eine dekorative Handschrift.

8. Sag, was Du denkst. Was willst Du ausdrücken?

Hier ist das „sag was Du denkst“ bitte nicht grundsätzlich wörtlich zu nehmen. Natürlich sollst Du dabei zum Beispiel nicht verletzend sein. Aus dem Einzelhandel gibt es dafür ein ganz klassisches Beispiel: die zu enge Hose. Ein guter Verkäufer sagt nicht einfach „das sieht gut aus“. sondern weißt darauf hin und findet etwas passenderes. Der Kunde ist froh über einen ehrlichen Verkäufer und kommt ganz bestimmt wieder!

Sei einfach Du und drücke Dich auch so aus! Authentisch sein macht Spaß und vereinfacht Dein Leben!

Authentisch sein – das Fazit:

Authentisch sein, ist heute sehr wichtig. Gerade in Geschäftsbeziehungen und im Umgang mit Kunden bringt es mehr Pluspunkte denn je. Deshalb lohnt sich die Auseinandersetzung mit diesem Thema.

Wenn Du Unterstützung mit dem Thema „authentisch sein“ brauchst, melde Dich gerne bei mir. Zusammen können wir deine ganz persönliche Note finden und Deine Position ausrichten.

https://www.wertesysteme.de/alle-werte-definitionen/

https://www.gofeminin.de/job-karriere/starken-und-schwachen-s3071034.html

https://www.lernen.net/artikel/farbpsychologie-farben-bedeutung-12396/

https://karrierebibel.de/farbpsychologie/

https://de.wikipedia.org/wiki/Serife

https://www.typolexikon.de/grotesk/

https://www.typolexikon.de/schriftklassifikation/

https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_von_Schriftarten

Eine längst überfällige Definition

Laut dem Facebook Anzeigenmanager können 21 Mio. Menschen über Instagram Anzeigen in Deutschland erreicht werden. Die tägliche Verweildauer bei Nutzern unter 25 Jahren liegt bei 32 Minuten, bei Nutzern über 25 Jahren bei 24 Minuten.

Instagram ist ein rein visueller Social Media Kanal: gute Bilder und Videos machen Menschen und Unternehmen erfolgreich. Und genau hier kommt das Visual Marketing ins Spiel. Was ist dieses visuelle Marketing und warum ist das gerade heute so wichtig? Die Antworten bekommst Du jetzt!

Die Definition

Das Visual Marketing (oder auch visuelle Marketing) betrachtet die gesamte visuelle Aussage. Ein optimales Visual Marketing bestärkt und unterstreicht die individuelle und einzigartige visuelle Identität. Das visuelle Marketing findet in allen Ebenen statt: in der Bildsprache, in der Ladeneinrichtung, im Angebot, in der Werbung, im Corporate Design – sogar im Umgang mit dem Kunden. Bereiche des Visual Marketing sind Visuelle Kommunikation, Visual Merchandising und Corporate Design.

Visual Marketing Grafik

Visual Communication

Visuelle Kommunikation ist Kommunikation in Bildern. Hier ist das Gestalterische im Vordergrund. „Grafik-Design“ ist der analoge Begriff, wobei das heute nicht mehr ganz zutrifft.

Visual Merchandising

Die optimale Warenpräsentation im Schaufenster und auf Verkaufsflächen. Aus diesem Bereich hat sich der Beruf des „Gestalters für visuelles Marketing“ entwickelt. Heute kann der Online und der Offline Bereich nicht mehr getrennt werden. Visuelles Marketing setzt an allen Stellen an.
Mehr über Visual Merchandising kannst Du in dem Artikel: Was ist Visual Merchandising? Die ultimativen FAQs nachlesen!

Umsatz steigern durch richtige Bügel-Präsentation

Corporate Design

Ist die gleichartige Gestaltung aller Unternehmensprodukte und Bereiche. Meist gibt es bestimmte Designvorgaben, die immer einzuhalten sind. Extrem plakatives Beispiel ist hier die Ritter Sport Schokolade. Jeder kennt das quadratische Design, das laut letzter Instanz jetzt auch geschützt ist und nicht von anderen Firmen verwendet werden darf. Hier lege ich Dir den Artikel über die visuelle Identität ans Herz. Das Thema Corporate Design ist ein grundlegender Part der visuellen Identität.

Das Marketing im Visual Marketing

Der Grundgedanke des Marketings ist die konsequente Ausrichtung des gesamten Unternehmens an den Marktbedürfnissen. 
Im Visual Marketing geht es um die optischen, sichtbaren, visuellen Aspekte des Marketings.
Durch den veränderten Medienkonsum haben wir ein sehr starkes visuelles Empfinden. Das Visuelle, Sichtbare ist extrem im Fokus. Bilder sprechen eine direkte, klare Sprache. Das Gesehene erweckt Emotionen so viel schneller als es Worte können, innerhalb von Sekunden.

Die Elemente des Visual Marketing

Zum Visual Marketing gehören alle visuellen Aspekte, die das Unternehmen, das Produkt oder die Marke zum Kunden hin präsentieren. Einfach gesagt, alles was man sieht:

  • Logo – die Gestaltung, Farbwahl, Typographie
  • Schriften – Schriftart, Platzierung, Größe
  • Farben – Wandfarben, Schriftfarben, Produktfarben
  • Einrichtung – Möbeldesign, Platzierung, Materialien
  • Produkte – Design, Materialien, Präsentation
  • Social Media – Bildauswahl, Farbskalierung, Storytelling
  • Webseite – Schrift, Farbe, Bildauswahl
  • Ladengeschäft – Möbel, Sortiment, Warenpräsentation
  • Büro … die Liste ist lang!

Wo lernt man Visual Marketing?

Da es keine klare Definition des Begriffes gibt, gibt es auch keine geordnete Ausbildung. Wenn Du Dich für das Visual Marketing interessierst oder Experten suchst, schaue Dich hier um:

  • Gestalter für visuelles Marketing: hier gibt es schon während der Ausbildung unterschiedliche Schwerpunkte (zum Beispiel textiler Einzelhandel, Schmuck, Agentur, …)
  • Studium Kommunikationsdesign / visuelle Kommunikation: hier geht es primär um die gestalterische Ausbildung und Kreativität.
  • Marketingkommunikation, Marketingmanagement…

Überlege Dir, was Du suchst und brauchst. Wenn Du die Anforderungen definierst, wirst Du Dich besser zurecht finden.

Zum Beispiel

Suchst Du jemanden für Deine Social Media Strategie? Dann bist Du bei der visuellen Kommunikation richtig.

Du hast ein Einzelhandelsgeschäft? Dann schau Dich bei den Gestaltern für visuelles Marketing um.

Du brauchst ein neues Gesamtkonzept oder weißt nicht so recht, was Du brauchst? Hier kann ich Dir gerne weiterhelfen, melde Dich gerne bei mir! Zusammen können wir die Anforderungen definieren und die Lösung finden.

Warum ist ein perfektes Visual Marketing Konzept so wichtig?

Ein stimmiges visuelles Marketing ist ein sehr wichtiger Punkt bei der Positionierung Deines Unternehmens:

Wer bin ich, was will ich, was biete ich?

Cosial media Produktion wegen Corona

Diese Punkte müssen visuell umgesetzt werden, damit Du authentisch bist. Nur wenn Dein Auftreten stimmig ist, bist Du authentisch. Was „authentisch“ heißt und warum das so wichtig ist kannst Du hier nachlesen: Was ist Authentizität und warum ist das wichtig.

Der erste Aspekt im Kundenkontakt ist die Optik, der visuelle Eindruck. Das ist heute meistens Social Media. In einem wahnsinnigen Tempo ist Social Media in den letzten Monaten das Kommunikationstool Nummer 1 geworden. Dadurch ist Social Media natürlich auch für das Marketing enorm wichtig. Social Media ist visuell, es geht um Bilder und Videos. Und spätestens hier kommt visuelles Marketing ins Spiel!

Visual Marketing am Beispiel stationärer Einzelhandel

Kunden können heute online jederzeit und überall kaufen. Ein Klick auf dem Smartphone, egal wo Du Dich gerade befindest, und der gewünschte Artikel ist bestenfalls am gleichen Tag bei Dir – zum besten Preis. Die Aufgabe des visuellen Marketing ist jetzt, die Vorteile des stationären Handels hervorzuheben: fachliche Beratung, persönlicher Austausch und Service.

  • Wenn der Kunde sich bei Dir wohl fühlt, Dir vertraut und sich angenommen und ernstgenommen fühlt – steigt die Wahrscheinlichkeit, daß er zu Dir kommt, wenn er etwas braucht. Es entsteht eine Loyalität, der Kunde kauft bei Dir und kommt auch gerne wieder. Diese Bindung kann sogar die Preisgrenze durchbrechen.
  • Non-verbale Kommunikation ist im Ladengeschäft sehr wichtig, die Einrichtung und die Warenpräsentation muss selbsterklärend sein.
  • ein einheitlicher Auftritt über alle Kanäle ist wichtig, die Customer Journey startet Online: Social Media, Webseite, Suchmaschinen.

Visual Marketing – die Umsetzung

Visual Marketing heißt, eine visuelle Linie durch alle Bereiche umzusetzen. Es passen die Farben zu den Formen, die Bildsprache zu der Schrift – es findet sich eine einheitliche Aussage.

Hier eine universelle Formel oder Anwendungsanleitung zu geben, ist nicht machbar. Der Bedarf ist individuell, weshalb eine genaue Strategie wichtig ist.
Grundsätzlich gilt, wie so oft: Analysiere Deinen aktuellen Stand, dadurch erkennst du Deinen Bedarf.

Vielleicht ist dein Instagram schon super, Deine Ladeneinrichtung passt aber nicht dazu. Dein Logo auf der Webseite ist anders als auf Deiner Visitenkarte. Vielleicht passt Deine Corporate Color nicht mehr zu Deinem Unternehmen oder die Ladeneinrichtung spricht die falsche Zielgruppe an.

Oftmals sind es kleine Stellschrauben im Visual Marketing, die große Veränderungen bewirken können.
Wenn Du mehr darüber erfahren willst, kannst Du schon mal im Blog stöbern. Und wenn Du den Newsletter abonnierst, wirst Du in Zukunft noch viel mehr Input bekommen!

Du willst etwas verändern, weißt aber nicht wo Du ansetzen sollst? Schreibe mir – per Email oder Instagram.
Ich helfe Dir gerne bei der Bedarfsanalyse und berate Dich bei den richtigen Entscheidungen!


Fun Fact

When people hear information, they’re likely to remember only 10% of that information three days later. However, if a relevant image is paired with that same information, people retained 65% of the information three days later.

Wenn Menschen Informationen hören, werden sie sich drei Tage später wahrscheinlich nur an 10% dieser Informationen erinnern. Wenn jedoch ein relevantes Bild mit denselben Informationen gepaart wird, behalten die Benutzer drei Tage später 65% der Informationen.

Linkliste

Definitionen.

https://de.wikipedia.org/wiki/Visual_Marketing

mso-digital/Visual Marketing

https://de.wikipedia.org/wiki/Visuelle_Kommunikation

https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/marketing-39435

Ausbildung

https://www.ausbildung.de/berufe/gestalter-fuer-visuelles-marketing/
https://page-online.de/branche-karriere/was-ist-eigentlich-kommunikationsdesign/

“Eigentlich bin ich ganz anders…

…ich komm’ nur viel zu selten dazu“ Jan Delay singt mit Udo. Kommt dir der Satz bekannt vor? Hier geht es um DAS Thema der Zeit: Authentizität. Was ist das mit dieser Authentizität und warum ist das jetzt so präsent?

Was ist Authentizität?

Authentizität (von gr. αὐθεντικός authentikós „echt“; spätlateinisch authenticus „verbürgt, zuverlässig“) bedeutet Echtheit im Sinne von „als Original befunden“ (Wikipedia).
„Autos“ heißt “selbst” und „ontos“ “sein”. Authentisch zu sein heißt also „man selbst zu sein.“
Authentisch ist, wer oder was echt ist. Das klingt doch ziemlich einfach.

Bei der Social Media Week 2019 in Hamburg war ich auf einem Vortrag über die Gen Z, also die Generation, die die nächsten Jahre bestimmen wird. Dieser Vortrag wurde gehalten von einer jungen Frau dieser Generation, stellvertretend für alle. Und was ich hier mitgenommen habe, ist: sei authentisch oder lass es besser ganz sein.

Adjektive, die die Authentizität ausmachen: glaubwürdig, natürlich, ehrlich, persönlich, verlässlich, echt.

Authentisch ist individuell und einzigartig: sei Du selbst. Alle anderen sind bereits vergeben (Oscar Wilde)

Was ist Authentizität nicht?

Authentisch ist nicht perfekt, authentisch ist nicht glatt. Authentisch ist, Ecken und Kanten zu haben. Genau das macht den Unterschied und das ist in der heutigen Zeit sehr wichtig. 
Gerade im Social Media gibt es in den letzten Monaten eine neue Bewegung: natürliche und unbearbeitete Bilder.

Instagram war das Medium für Influencer und Promis, ist es auch heute noch. Die Produktion des perfekten Bildes steht im Vordergrund und das darf auch viel Geld kosten.

Heute sind unbearbeitete Bilder und Videos im Trend. Vor allem die Gen Z distanziert sich von den völlig überarbeiteten Aufnahmen. #bodypositivity ist nur ein Beispiel dafür: Du bist klasse – auch wenn Du ein paar Gramm mehr oder weniger hast.

Um sich noch mehr abzugrenzen, nutzt die Gen Z auch weniger Instagram. TikTok ist ihre Welt. Hier sind es kurze Videos, die maximal durch AR Effekte verändert werden. Ansonsten ist alles meistens so, wie es ist: authentisch. Natürlich wird auch hier im Hintergrund viel Energie auf die Produktion verwendet, aber eben nicht auf die perfekte Retusche.

Warum ist Authentizität so wichtig?

Das ist einfach zu erklären: nach Jahrzehnten des „höher, weiter, schneller“ ist es wieder Zeit für echt. 
Wir wollen lieber echte Menschen und Unternehmen als Hochglanz und Retusche. Es muss einen Sinn machen und verständlich sein.

Das heißt jetzt nicht, alles muss nachhaltig sein. Echt und ehrlich sind passende Adjektive.
Die Entwicklung begann schon vor der Corona Zeit, die Pandemie hat alles jetzt noch deutlich beschleunigt.

Wer hier nicht den richtigen Dreh findet, wird es auf dem Markt schwer haben. Austauschbare Unternehmen gibt es durch die Globalisierung viele. Egal in welchem Land Du bist, der Markt wird von den selben großen Unternehmen geprägt.

Wenn Du hier auffallen willst, musst Du Dich abgrenzen. Diese Abgrenzung sehen die Kunden. Authentisch, individuell und echt sticht aus der Masse hervor.

Wie findest Du Deine Authentizität?

Der wichtigste Punkt für die Authentizität ist die Positionierung, im Unternehmerischen genauso wie im Privaten.
Unternehmerisch ist die Positionierung ein rein strategischer Vorgang und ein Basic:

  • Wer bist Du?
  • Was sind Deine Werte?
  • Was ist Dein USP?
  • Wer ist Deine Zielgruppe?

Die Authentizität geht noch tiefer, hier greifen die emotionalen Aspekte. Der zwischenmenschliche Bereich kommt dazu.

  • Warum machst Du das?
  • Was willst Du?
  • Was ist Deine Leidenschaft?

Hier ist es wirklich wichtig, ehrlich und reflektiert zu sein. Es geht auch um Sprache, Wording, Verhalten.
Authentizität kommt aus Dir und aus Deinem Handeln und wird nicht von außen gesteuert.

Zuviel Theorie? Hier kommt etwas Praxis

Nehmen wir als Beispiel zwei Architekturstile:

Authentizität in der Typographie, Symbolbild

Bauhaus:

Form follows funktion, Klare Linien und Formen, schlicht und direkt.
Grundfarben (rot, gelb, blau), schwarz und weiß

Wie Bauhaus Architektur Hamburg City
Typische klare Linien
Bauhaus Linien Miro Atelier Mallorca
Geometrische Formen

Landhaus:

Weiße, helle und pastellige Farben, hygge, shabby schick, verspielt und süss

Authentischer Marktplatz Dänemark
Marktplatz in Dänemark – hygge!
Innenhof Mallorca, Palma
Innenhof eines Patio

Du hast eine visuelle Identität, die Deine Positionierung widerspiegelt. Also Deine Unternehmensfarben, Deine Typo, Dein Logo – alles entspricht Deiner Positionierung.

Mehr zum Thema visuelle Identität kannst Du hier nachlesen: Die visuelle Identität – eine Definition

Um authentisch zu sein, bist Du im Umgang mit Deinen Kunden einfach Du.
Du verkaufst Bauhaus, weil es genau Dein Ding ist. Das darf Dein Kunde spüren, das will Dein Kunde spüren. Deine Leidenschaft macht Dich authentisch.

Deine Zielgruppe und Deine Kunden sehen Dich und bewerten Deinen Auftritt und Deine Aussage. Passt das nicht zusammen, bist Du nicht echt.

Im Beispiel Bauhaus/ Landhaus heißt das, Du verkaufst es in passenden Wörtern:

Bauhaus: das kühle schwarz, das elegante weiß
Landhaus: das warme Rot, das verspielte Blumenmuster

Entsprechend dieser Positionierung ist auch Dein Auftritt und Dein Marketing.

Du kannst nicht jeden erreichen und als Unternehmer sollte es auch nicht Dein Ziel sein. Dein Ziel ist, Deine Kunden zu erreichen. Bist Du Bauhaus wirst Du Landhaus Kunden nicht bedienen können. Dein Ziel ist es, Bauhaus Kunden glücklich und zu treuen Kunden zu machen.

Was ist der Unterschied von Glaubwürdigkeit und Authentizität?

Es gibt die Meinung, Authentizität ist nur ein Fremdwort für Glaubwürdigkeit. Das stimmt so nicht. Es ist ein schmaler Grat, es sind viele Parallelen vorhanden.

Glaubwürdigkeit

Ich bin ehrlich und mache Dir nichts vor:

„hausgemacht“ – heißt „im Haus gemacht“. Aber wie und woraus etwas gemacht wird, wird hier nicht angesagt: natürliche Zutaten oder Convenience Produkte, alles ist erlaubt. Natürlich ist die Aussage „hausgemacht“ zwar richtig, der Kunde versteht aber etwas anderes darunter: echt, selbstgemacht, ehrlich.
Nutzt Du diese Lücke und verwendest Du Convenience, bist Du nicht mehr glaubwürdig.

Authentizität

Ich bin echt, ehrlich und mache Dir nichts vor:

Ich verkaufe Bauhaus und kann Dich als Landhaus Kunde nicht bedienen. Aber ich kenne da einen ganz tollen Laden.

Gibt es Grenzen bei der Authentizität?

Ja, die gibt es. Gerade im Business-Bereich ist es genauso wichtig authentisch wie auch emphatisch zu sein.
Natürlich sollst Du „Du“ sein, aber Dein Gegenüber ist sehr wichtig. Gerade und direkt kann genau richtig, aber auch verletzend sein! Respekt ist hier das Zauberwort.

Und was bringt es mir?

Es hat sehr viele Vorteile, authentisch zu sein. Erinnerst Du Dich an die Adjektive vom Anfang des Artikels?

glaubwürdig, natürlich, ehrlich, persönlich, verlässlich.
Wer will das nicht sein, vor allem im Kundenkontakt?

Ganz konkret bringt es Dir sehr viele Vorteile:

Die Kunden vertrauen Dir und Deinem Fachwissen.
Sie kommen gerne wieder und sind auch eher bereit, zum Beispiel etwas mehr zu bezahlen.
Und ganz besonders wichtig: sie verzeihen Fehler!

Durch Authentizität hast Du gerade im Vergleich zum Internet einen sehr großen Heimvorteil, das Internet ist nicht menschlich. Das ist Dein USP gegenüber Onlineangeboten!

Authentizität – sei Du!

Und wie setzt Du das jetzt alles um?

Meine Tipps für Dich:

Fun Facts zum Schluß

Das Zitat vom Anfang ist weder von Jan Delay noch von Udo. Es ist von Ödön von Horváth aus dem Stück „Zur schönen Aussicht“. Das Lied ist dennoch gut!

Jan Delay & Udo Lindenberg “Ganz anders”

https://simon-schnetzer.com/generation-z/

https://www.wuv.de/marketing/5_dinge_die_marken_authentisch_machen

https://www.diepresse.com/5733475/marketing-authentizitat-ist-der-entscheidende-faktor

https://www.theatlantic.com/technology/archive/2019/04/influencers-are-abandoning-instagram-look/587803/