Schlagwortarchiv für: Business

Corona – der Auslöser der Krise?

“Geht nicht – gibts’ nicht“ kennst Du noch diesen Werbespruch des Praktiker Baumarktes? Das klingt nach “guter Service”. Ein großes Versprechen das nicht gehalten werden konnte. Es kam der Konkurs.

Jetzt hat Corona unser Leben schlagartig verändert. Was davon bleibt und was wieder geht, kann jetzt noch keiner sagen. Im Moment sieht es aber so aus, daß wir noch eine ganze Weile mit dem Virus leben werden. Gerade der Einzelhandel hat mit diesen Veränderungen zu kämpfen, das Kaufverhalten hat sich in den letzten Wochen massiv geändert.

Meine Erfahrungen der letzten Wochen

Mir liegt das Thema stationärer Einzelhandel sehr am Herzen, daher bin ich hier auch emotional.
Eine Welt ohne Läden wäre grau und langweilig. Wir alle kennen die Bilder von verlassenen Innenstädten. Soll so die Zukunft aussehen?

Natürlich hat der Onlinehandel absolut seine Berechtigung! Für mich ist E-Commerce nicht der Feind sondern gleich wichtig.

Mund-Nasenschutz - Lächeln!

Ich habe in den letzten Wochen positive und negative Erfahrungen gemacht, dieser Artikel soll beide Seiten widerspiegeln. Die Erfahrungen decken sich mit denen anderer, von Freunden und auch anderen Selbstständigen.

Situationen und die Folgen

  • Angst und Verknappung als Argument.

„Ich weiß nicht, wann Nachschub kommt. Kaufen Sie lieber das Modell.“ Zusatzinfo: Es war nicht das Teil, was ich eigentlich wollte.

Folge: der Kunde kauft online, da das Angebot in anderen Geschäften wahrscheinlich auch nicht besser ist.

  • kompetente Fachberatung mit Termin

Nach der ersten Lockerung wollte ich eine Nähmaschine kaufen. Nachdem ich am Telefon eines Fachhandels die Aussage bekam „es gibt nur dieses Modell und wenn das ausverkauft ist, weiß ich nicht wann neue kommen“ versuchte ich es mit einem Beratungstermin. Die Fachkraft war toll, nahm sich Zeit und zeigte uns verschiedene Modelle. Da wir uns nicht entscheiden konnte, schickte sie uns wieder weg „lasst es auf euch wirken“.

Folge: der Kunde kommt wieder (wir sind noch am selben Tag zurückgekommen und haben gekauft)

  • Unflexibilität.

Aufgrund verringerte Kassenanzahl entstand in einem großen Elektronik-Fachmarkt eine sehr lange Schlange. Auf die Anfrage nach der Öffnung weiterer Kassen im Untergeschoss (so könnte die Abstandsregelung eingehalten werden) kam die Antwort „es ist keine Kassenkraft im Haus, die fangen erst später an“
Lieber Sa++++, ich komme aus dem Einzelhandel und habe sehr viel Verständnis für die aktuelle Situation. Jedoch solltet ihr euch überlegen, ob das heute wirklich das richtige Verhalten ist. Üblicherweise können die Führungskräfte kassieren.

Folge: der Kunde kauft online.

  • Flexibilität

Während des Lockdowns brauchte ich ein technisches Gerät. Da ich ja den größten Versender meide und lieber lokal kaufe, habe ich im Netz recherchiert. Bei einem kleinen Fachhandel konnte ich nach telefonischer Beratung vor Ort mein Gerät abholen. Danke an “Jans Musikladen”!

Folge: Der Kunde empfiehlt das Geschäft weiter und kommt auch wieder.

  • Unfreundlichkeit.

Ja, auch mich stresst diese Situation. „Einfach mal schnell“ etwas holen können geht im Moment so nicht. Ich muss an meine Maske denken und mich an völlig neue Regeln halten. Es hilft mir aber nicht, angeschnauzt und angemotzt zu werden.

Folge: der Kunde kauft woanders.

  • mehr Gespräche

In vielen Geschäften ist mehr Austausch mit den Menschen, man spricht viel mehr miteinander. Wenn ich nett nachfrage, wann Toilettenpapier kommt und wann ich dann am besten wieder komme, bekomme ich einfach eine nette Antwort.

Folge: der Kunde kommt wieder.

  • Unzuverlässigkeit

Mein Freund bat in einem Fachgeschäft telefonisch um einen Termin. Es sollte eine Email schreiben. Das machte er. Es kam nie eine Rückmeldung.

Folge: der Kunde kauft woanders.

Wenn Du ähnliche Erlebnisse hattest, schreibe doch bitte einen Kommentar. Ich finde es wichtig, sich auszutauschen. Vielleicht hilft es auch dem einen oder anderen Händler, sein Verhalten zu überdenken!

Die aktuelle Entwicklung

Neue Regeln
Abstandsregeln, Hygienemaßnahmen, etc.
„Mal eben schnell etwas einkaufen“ geht nur mit Maske. Auch ich stand schon vor einer Ladentür und hatte die Maske einfach vergessen. Das kann passieren, deshalb haben sich viele Läden schon darauf eingestellt und haben Masken für die Kunden.

Kaufverhalten
Einkaufen ist wieder bewußter geworden. Es wurde vielen klar, was sie eigentlich wirklich brauchen. Das spiegelt sich deutlich im Kaufverhalten wieder: viel ökologischer und nachhaltiger. Die Skandale in den Fleischfabriken haben ein erneutes Nachdenken bewirkt.

Servicebewusstsein
Es gibt neue Ansprüche an den Service. Der Kunde ist zwar geduldiger, aber auch anspruchsvoller geworden. Während der Schließung hat man vieles auch über alternative Wege bekommen, die Weichen wurden neu gestellt. Wer in den sozialen Medien aktiv war, konnte den Bedarf seiner Kunden trotz Schließung abdecken: Abholung an der Tür oder auch persönliche Lieferung. Es war so vieles neues und tolles möglich!

Kontaktlos bezahlen
Was in unseren Nachbarländern schon seit Jahren normal ist, war bis Corona hier nicht Standard. Bei unserem letzten Dänemark-Urlaub haben wir das ganze Bargeld wieder mit nach Hause genommen, da dort sogar das Eis mit Karte bezahlt wird. Heute ist das auch bei uns endlich möglich.

Digitalisierung
Viele Unternehmer haben ihre Angst vor Social Media und „Online“ verloren und sind neue Wege gegangen, teilweise auch sehr erfolgreich!
Über die sozialen Medien wurden neue Kundenkreise eröffnet, Instagram und Facebook waren das neue Schaufenster. Gerade kleine Online Händler haben von der Krise profitiert. Da Amazon sein Angebot auf „Dinge des täglichen Bedarfs“ beschränkt hatte, wurde vieles woanders bestellt.

Das neue Problem?

Vor kurzem hatte ich ein Gespräch mit einer Freundin, die mir sagte „Mir tut es um die ganzen kleinen Läden leid“. Mir definitiv auch, um manche sogar sehr.

Trotzdem sehe ich es etwas differenzierter:

Vielen Läden ging es vor der Krise schon nicht gut, wenig Kunden und schlechte Umsätze. Die Schuld wurde gerne beim „Onlinehandel“ gesucht, anstatt sich zu verändern und neue Wege zu gehen.
Diese Läden haben vermutlich die Krise nicht überstanden. Das finde ich sehr schade, es ist aber ein Gesetz des Marktes: Wer sich nicht den Bedürfnissen seiner Kunden anpasst, wird nicht überleben.

Viele Händler haben die Krise aktiv genutzt und sind neue Wege gegangen. Auf jeden Fall haben diese Läden während der Schließung Umsatz verloren, bestimmt haben sie aber neue Kunden dazu gewonnen. Und wer sich in der Krise verändert und angepasst hat, hat sehr gute Chancen!

Meine Prognose für die Zukunft

Nur die Nische hat noch große Chancen im stationären Einzelhandel und gegen Global Player.
Das sind Geschäfte mit dem besonderen Angebot und genau an der Zielgruppe ausgerichtet.
Die Kunden wollen Individualität und das Gefühl, etwas besonderes zu haben.

Ein zu breites Angebot kann kaum wirtschaftlich sein. Du musst viel Ware vorhalten, das braucht Platz. Und Platz ist im Einzelhandel bares Geld, das erst mal eingenommen werden muss. Der Kunde findet “alles und nichts”. Ist das wirklich ein Laden in den man gerne wiederkommt, der einzigartig und unverwechselbar ist?

Concept Stores, Fachgeschäfte, Tante Emma Läden. Das sind Konzepte mit Zukunft. Bedürfnis- und serviceorientiert.

Die Rettung: guter Service

Dazu ist zuerst die Frage zu klären: Warum gehen Kunden in ein Ladengeschäft welche Erwartungen sind die damit verknüpft?

  1. Sofortige Verfügbarkeit. Ich brauche das jetzt.
  2. Beratung. Jemand, der mir hilft, das richtige für mich zu finden.
  3. Erlebnis. Ich will fühlen und anfassen, eine schöne Zeit verbringen.

Gerade den zweiten und dritten Punkt kannst Du nur mit gutem Service erfüllen. Guter Service im Einzelhandel ist wichtiger denn je!

Was ist guter Service?

Ein guter Service im Einzelhandel hat viele Seiten und hängt ganz eng an Deinem Angebot.
Manche Dinge brauchen Beratung, in anderen Bereichen sollte es möglichst kontaktlos sein.

Guter Service im Einzelhandel ist:

  • Beratung. Wenn dein Kunde das wünscht, dann berate ihn.
  • Visual Merchandising. Eine gute Warenpräsentation ist selbsterklärend.
  • Flexibilität. Manchmal muss man für Kunden einen anderen Weg gehen. Deine Kunden danken es Dir!
  • Ehrlichkeit. Dein Kunde merkt, wenn du nicht ehrlich bist.
  • Kontaktlos. Zahlung, Beratung, Präsentation.
  • und so weiter…

Guter Service im Einzelhandel – 3 Tipps

  1. Höre Deinen Kunden zu und erfülle ihre Bedürfnisse! Damit meine ich nicht, der Kunde hat immer recht und das Recht für alles. Im Gegenteil, wenn Du Deine Kunden kennst, ist es ein erfolgreiches Zusammenspiel.
  2. Biete deinem Kunden, was er braucht. Vielleicht heißt das auch, das Angebot zu verändern oder Produkte neu aufzunehmen.
  3. Und vor allem: zeige Dich online! Daran geht kein Weg mehr vorbei. Ich kann Dich dabei unterstützen, das richtige Angebot zu finden. Melde Dich gerne bei mir.
Online Präsenz als guter Service!

Mein Appell an uns alle

#supportyourlocals – sprich mit Deinem Laden und gib Feedback!

Kaufe im Geschäft nebenan oder beim Fachhandel, das gibt ein gutes Gefühl. Ich persönlich mag die Beratung und den guten Service sehr. Und das ist eine Leistung, die ich dann gerne bezahle.

Fazit

Corona war nicht der Auslöser der Krise, dem stationären Einzelhandel geht es schon länger nicht gut. Es gab schon vor Corona viele Lösungsansätze, die wenigsten haben wirklich neues gewagt.

Der Lockdown war die Stunde Null. Der Zeitpunkt, sich zu überdenken und neu auszurichten.
Einigen ist das gut gelungen. Die Umsatzeinbußen sind wirklich nicht schön zu reden, mir ging es auch nicht viel besser. Das kannst Du in meinem Artikel:Halbzeit 2020 – Corona oder das verflixte 7. Jahr? nachlesen. Wir können es ja nicht ändern, wir können es aber jetzt besser machen!

Der Prozess ist noch lange nicht vorbei, wahrscheinlich sind wir noch am Anfang.

Wenn der Einzelhandel überleben will, muss er sich auf seine Kernkompetenzen zurück besinnen und das bieten, was Online nicht kann: Persönlichkeit. Service. Individuelle Beratung.

Oder ganz einfach: guter Service im Einzelhandel!

„Geht nicht gibt’s nicht“ ist übrigens nur ein Teil eines Zitates von Artur Fischer, das so weitergeht: „es geht SO nicht, das gibt’s.“ Und das ist vielleicht das passende für diese Zeit!

http://Wie Corona die Modebranche verändert – Lockdown bringt den Wendepunkt

https://www.schuhmarkt-news.de/handel/e-commerce/28-05-2020-wie-deutschland-waehrend-des-lockdowns-shoppt/

https://www.adzine.de/2020/07/lockdown-beschert-vor-allem-kleineren-online-haendlern-neukunden/

2020 – “Alles neu” (Peter Fox, 2008)

“Die Krise als Chance” Wie oft habe ich in den letzten Monaten diesen Spruch gelesen und gehört! Und mir selbst immer wieder vor Augen gehalten.

Als Solopreneur im visuellen Marketing mit vielen Kunden aus dem Einzelhandel stehe ich wegen Corona heute vor einer völlig neuen Situation: Der Einzelhandel war wochenlang geschlossen, es gab Umsatzeinbrüche und Kurzarbeit. Wann der Einzelhandel wieder Budget für Freelancer freigeben wird, ist nicht einzuschätzen.

Diese Situation hat auch mich und mein Handeln stark beeinflusst. Wenn Du meinem Blog folgst, dann hast Du sicher die Veränderung in den Artikeln der letzten drei Monate bemerkt:
Viel Hilfestellung, viele Tipps und sehr viel Wissen.

„Du gibst zu viel Preis“ habe ich oft gehört. Aber das sehe ich anders. Ich spüre, wie sehr viele Unternehmen und Freelancer zu kämpfen haben. Da es mir genauso geht, habe ich hier eine Art von Solidarität entwickelt: Hilfe zur Selbsthilfe!

Heute werde ich Dir keine bestimmten Tipps zu einem Thema geben.
Ich will ein Resümee des letzten halben Jahres ziehen, ehrlich und unverblümt.

  • Wird es schmerzhaft? Vielleicht.
  • Wird es gut enden? Wer weiß.
  • Wird es spannend? Auf jeden Fall.

Januar – „Harder, Better, Faster, Stronger“ (Daft Punk, 2001)

7 Jahre bin ich jetzt Solopreneur, das verflixte siebte Jahr steht an. Es ist Zeit, etwas zu verändern.

Das Projekt „Blog“ liegt schon lange in der Schublade. Es ist soweit, das herauszuholen und anzufangen. Die letzten Wochen des vergangenen Jahres habe ich damit verbracht, eine Strategie zu entwickeln.
Mitte Januar ist es dann endlich soweit, der Relaunch ist fertig und die ersten Blogartikel sind geschrieben: es geht los! Marketing startet via Instagram, Xing und LinkedIn.

23. Januar 2020 Wuhan (China) wird unter Quarantäne gestellt. Grund: ein neuartiges Grippevirus.

Februar – „The Passenger“ (Iggy Pop, 1977)

In den Medien kursieren die ersten Informationen über das neue Virus in China. Und es gibt ein paar Fälle in Bayern. Weit weg. Das Virus heißt „Corona“.

Ich bin viel unterwegs, ein VM Job quer durch Norddeutschland. Die neue Kollektion einer großen internationalen Wäschefirma soll auf den Flächen präsentiert werden. Ich liebe diesen Job!

Die ersten Abonnenten für meinen Blog! Danke, ich freue mich über jede/n einzelne/n und würde am liebsten bei ihnen direkt vorbeigehen und ihn/sie umarmen!

Die Euroshop ist in Düsseldorf: die größte internationale Fachmesse für Visual Marketing und Retail. Einen ganzen langen Tag verbringe ich auf der Messe und komme aus dem Staunen nicht heraus. So viele neue Erkenntnisse: Digitalisierung, Service, Emotionen und Natürlichkeit ist wieder fancy. Ich bin richtig geflasht.
Es gibt ein paar leere Stände. Chinesen. Wahrscheinlich wegen des Virus.

März – „Stop! In the name of Love“ (The Supremes, 1965)

Es werden immer mehr Coronafälle in Deutschland, Großveranstaltungen werden abgesagt.

Social Media Week

Social Media Week Hamburg, yeah! Drei Tage voller Vorträge, Workshops und Informationen.
Danach bin ich total motiviert und habe viele tolle Ideen.
Das muss ich gleich in einen Artikel umsetzen: Der neueste 3 Punkte Plan für mehr Kunden.
Auf der SMW ist die Welt noch in Ordnung, die Vorträge sind voll, die Leute gut gelaunt.

11.03. WHO erklärt Pandemie wegen Corona

Am 16.03. habe ich einen kleinen VM Job in der City zu erledigen. Meine Ansprechpartnerin ist nicht im Store und ich erfahre, sie ist „Kontakt zweiten Grades“ und wartet zuhause auf ein Testergebnis. Zum ersten Mal bin ich direkt mit Corona konfrontiert und es fühlt sich merkwürdig an.

Abends die Info vom Hamburger Senat. „Ab morgen, dem 17.03. bleibt der Einzelhandel für mindestens 4 Wochen geschlossen. Ausgenommen sind Lebensmittel und Drogeriegeschäfte. Weitere Maßnahmen werden getroffen.“ Man hört von Hamsterkäufen und Toilettenpapier ist tatsächlich ausverkauft.

Vollbremsung, Lockdown. Alle meine Jobs sind bis auf weiteres abgesagt.
Ich atme durch und sortiere mich. Was kann ich jetzt für mich tun? Was kann ich jetzt für andere tun?

Ich beobachte das Geschehen im Netz: es entwickelt sich eine große lokale Solidarität, Menschen helfen sich gegenseitig. Ich schreibe den Artikel: Corona Lockdown und was du gerade jetzt für dein Business tun kannst.

Abstand halten ist jetzt so wichtig, um andere und sich zu schützen. #flattenthecurve #wirbleibenzuhause, wir erinnern uns alle noch daran.

April – „Mad world“ (Tears for Fears, 1983)

Die Welt scheint sich neu zu erfinden. Es entsteht ein großes Angebot an Online-Seminaren und Konferenzen. Es gibt Live Konzerte via Stream und Online Fitnesskurse. Eine große Soldidarität entsteht, fremde Menschen helfen sich. Social Media ist jetzt „the place to be“.

Ich beschäftige mich mit dem Thema Podcast und Videotraining. Schnell muss ich feststellen, ohne vernünftiges Material wird das nichts. Ich brauche ein Mikrophon, aber die Läden haben zu. Der Branchenprimus Amazon verkauft nur Drogeriewaren und Bekleidung. Pech für Amazon, gut für alle anderen. Auf der Suche nach einem lokalen Händler bin ich auf einen tollen Musikladen in Wilhelmsburg gestoßen. Danke für den Service, ich konnte das Mikro im Laden abholen. #supportyourlocal

Meine Inlineskates sterben an Altersschwäche, also fange ich mit Longboarden an. Das wollte ich schon lange. Natürlich auf einer abgelegenen Straße im Industriegebiet, außerhalb der Stadt.

Irgendwas muß ich ja tun, um mich zu bewegen. Nur Sport im Wohnzimmer ist auch nicht das Richtige, der Mensch braucht Licht und Luft zum atmen.

Eine Kundin (Boutiqueinhaberin in Timmendorfer Strand) postet eine Instagram-Story, in der sie ihre Ware zeigt. „Das geht definitiv besser“ denke ich mir und schicke ihr eine Nachricht mit Tipps. Ihre verzweifelte Antwort: „Bitte komme vorbei und hilf mir“. Okay, es gibt ein Einreiseverbot nach SH für touristische Zwecke. Letztes Wochenende wurden Ausflügler an der „Grenze“ zurückgeschickt.

Cosial media Produktion wegen Corona

Aber ich will ja zum arbeiten hin. Ich setze mich ins Auto und fahre los. Das erste Mal unterwegs seit Wochen. Es fühlt sich merkwürdig an und immer habe ich Angst, angehalten zu werden. Was dann? Wird man mir glauben? Es geht gut, ich komme an und wir stehen mit Maske und Smartphone im Laden und drehen Videos. Ich mache Stills, wir bestellen uns Essen, wir lachen. Die Arbeit tut uns gut. Endlich produktiv sein! #stayproductive

Meiner Kundin haben die Videos übrigens einen schönen Umsatz trotz Lockdown gebracht. Wie das geht kannst Du in dem Artikel: Online verkaufen ohne Onlineshop – die 3 besten Alternativen nachlesen.

Mein Projekt Podcast kommt ins schwanken – ich habe ein Online-Seminar zum Thema Podcasten gemacht und die Quintessenz war: „mach es professionell oder garnicht. Am besten lässt du es ganz von uns machen.“ 79€ habe ich für das Seminar bezahlt, für eine Werbeveranstaltung.
Auch das hat Corona gebracht: schwarze Schafe. Sehr schade.

20.04. Die ersten Lockerungen stehen an, der Einzelhandel bis 800m2 darf wieder öffnen. Es gibt strenge Maßnahmen, Abstandsregeln, Mund-Nasenschutz und Beschränkungen der Besucherzahl zum Schutz vor Corona.

Mai 2020 – „Don’t stand so close to me“ (The Police, 1980)

Meine Longboardskills werden besser – bis zu einem Sturz. Dann ist Pause. Aber wir dürfen wieder zu unserem Segelboot ins Winterlager. Dadurch ist die Freizeitgestaltung gesichert, es gibt viel zu tun.

Ich fahre nochmal nach Timmendorfer Strand, wir produzieren neue Videos. Es ist ein Lichtblick in meinem Alltag neben Bloggen, Podcast üben und Konzeption.
Die Boutique hat wieder geöffnet, doch die Kunden sind sehr zurückhaltend und es gibt noch ein “Einreiseverbot”, wodurch die Touristen als Käufer noch fehlen.

Was ich nach der Eröffnung im Einzelhandel erlebe, macht mich teilweise echt sprachlos. Es wird mit der Verknappung argumentiert „Kaufen Sie besser den Artikel jetzt. Auch wenn es nicht ganz das ist, was sie wollten. Ich weiß nicht, wann Nachschub kommt!“ Mitarbeiter sind teilweise sehr ruppig und unfreundlich. Und dabei ist genau jetzt die Zeit, mit Service zu punkten!
Neue Wege müssen gegangen werden. Oder alte wiedergefunden, so wie früher: Beratung und Service.

26.05. alle Geschäfte dürfen unter Einhaltung strenger Corona-Hygienemaßnahmen wieder öffnen

Juni 2020 – „Move on up“ (Curtis Mayfield, 1970)

Nochmal in die Boutique sowie ein weiterer Job und dann genehmige ich mir eine dreiwöchige Auszeit. Mein Freund musste die ganze Zeit im Büro durcharbeiten. Er hatte kein Homeoffice, und deutlich mehr Stress im Büro.
Wir packen unser Segelboot, das Longboard und fahren weg. Hiddensee ist schön!

01.07.2020 – „Right here, right now“ (Fatboy Slim, 2010)

Jetzt bin ich wieder zurück, nach der Auszeit. Ich habe diese so dringend gebraucht.
Das habe ich gemerkt, als wir weg waren und sich mein Horizont veränderte. Wochenlang saß ich zuhause und habe Artikel geschrieben, Podcasts aufgenommen, an Online-Seminaren und Konferenzen teilgenommen.
Und doch war mein Horizont klein, ich war ja meistens zuhause.

Mein Weg ist seit Anfang des Jahres nicht so verlaufen, wie geplant. Aber wenn ich eines gelernt habe in meinem Leben:

Ja, mach nur einen Plan!

Sei nur ein großes Licht!

Und mach dann noch’nen zweiten Plan

Gehn tun sie beide nicht.

(Berthold Brecht)
Marion_Kempf_positiv

Leben heißt immer, aus der Situation das Beste machen! Und so geht es jetzt weiter.

Oder mit Henry Ford: “Erfolg besteht darin, dass man genau die Fähigkeiten hat, die im Moment gefragt sind.“

Ich habe die Fähigkeiten, die im Moment gefragt sind. Und ich tue nichts lieber, als diese weiterzugeben. Dabei bin ich immer offen, direkt und fair. Und gerade diese Eigenschaften sind jetzt auf dem Markt selten. Die schwarzen Schafe werden immer mehr und immer lauter.

Wenn ich Dir in der jetzigen Situation helfen kann, dann melde Dich bei mir. Oft weiß man nicht, wo man ansetzen soll. Und dafür ist ein externes Visual Marketing Auge manchmal perfekt.
Und hier geht es jetzt nicht um das reine generieren von Umsatz, sondern auch um Austausch und Unterstützung.
#staystrong #staytogether

Ich stelle gerade ein Angebot speziell für kleine Läden und Einzelhandelsgeschäfte zusammen. Das ist ein Teil meiner Maßnahmen.
Im Moment ist für den Einzelhandel Visual Merchandising das Instrument, um Umsatz zu generieren. Visual Merchandising ist meine absolute Kernkompetenz und damit will ich kleine Händler unterstützen. Also wenn Du ein Ladengeschäft hast, oder jemanden kennst, zögere nicht, Dich zu melden! #supportsmallbusiness

Ansonsten überarbeite ich meine ersten Blogartikel und passe diese an. Einiges hat sich durch Corona verändert, ich habe mich verändert.

Wahrscheinlich nehme ich das Projekt Podcast wieder auf, mal sehen. Hast Du Interesse, einen Podcast “über visuelles Marketing und allem was damit zu tun hat“ zu hören? Lass es mich bitte wissen, das wird mich auf jeden Fall motivieren!

Aber ganz sicher werde ich meine Social Media Aktivität wieder erhöhen und ich freue mich, wenn ich dazu Dein Feedback bekomme. Ich habe ein paar Ideen und ich bin gespannt, wie diese ankommen.

#staypositive

#staycreative

#letsmakeitbeautiful

https://www.merkur.de/welt/coronavirus-covid19-chronologie-ausbreitung-erregers-lungenkrankheit-china-welt-zr-13505397.html

https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Fallzahlen.html

https://de.wikipedia.org/wiki/COVID-19-Pandemie_in_Deutschland

Absolut einfache Tipps für Deinen Einstieg!

Wer auf andere Leute wirken will, der muss erst einmal in ihrer Sprache mit ihnen reden. – Kurt Tucholsky

Wir verbringen heute viel Zeit im Social Media. Das ist je nach Vorlieben Facebook, Instagram oder vielleicht auch Pinterest.

Aktiv Social Media zu machen bedeutet nicht nur Marketing, es ist viel mehr. Es ist die Sprache, die Deine Kunden sprechen, um bei Tucholsky zu bleiben.

Ich erkläre Dir, wie Du Deine richtige Social Media Strategie findest und Deine Zeit in den sozialen Medien perfekt nutzt.

Social Media – wofür ist das gut?

Mit den richtigen Social Media Strategien bist Du

  • zur richtigen Zeit
  • mit dem richtigen Inhalt
  • am richtigen Ort

Weil wir ja einen großen Teil unserer Zeit online verbringen, findet schon die Recherche online statt. Wo wir uns früher noch  im Bekanntenkreis umgehört haben, fragen wir heute Siri, Alexa, Instagram oder Google.

Deswegen zeigst Du Dich dort, wo Deine Kunden sich aufhalten und umschauen.
Dabei ist natürlich wichtig zu wissen, wo das ist. Ein Beispiel aus dem klassischen Marketing: in der „Zeit“ werben andere Unternehmen als in der „Bild“.

Visuelles Marketing - der 10 Punkte Plan

Du nutzt Social Media um:

  • Dich und Dein Angebot zu präsentieren 
  • Kundenbeziehungen aufzubauen 
  • online Dein Angebot zu verkaufen

Social Media Strategien sind nicht nur Marketingstrategien, es sind Kommunikationsstrategien. Es ist ein direkter Austausch mit den Kunden, nur online.

Die Kirsche auf der Sahne ist der „social“ Aspekt: man tauscht sich emotional aus. Emotionen sind in den sozialen Medien direkter und offener. Austausch funktioniert nur bei Interesse und das muss man wecken und erhalten. Das ist Deine Aufgabe, wenn Du im Social Media erfolgreich werden willst. 

Die Social Media Kanäle funktionieren unterschiedlich: Twitter ist textlastig, Instagram ist eher ein Fotoalbum.
Deswegen ist es wichtig, die richtigen Social Media Kanäle zu finden. Ansonsten investierst Du viel Zeit und Energie ohne einen echten Effekt.

Wie funktioniert Social Media?

Grundsätzlich funktioniert Social Media

  • online. Hauptsächlich am Smartphone, manche Kanäle auch am Desktop.
  • schnell. Keinen interessiert, was vor einer Woche war.
  • direkt. Das Feedback kommt direkt und ungefiltert, positiv wie negativ.

Social Media ist authentisch. Du trittst mit Deinen Kunden in Kontakt und „sprichst“ mit ihnen, in ihrer Sprache.

Das ist auch die erste Regel im Social Media: reagiere auf Ansprache, unterhalte Dich mit Deinen Nutzern. Tust Du das nicht, bist Du uninteressant.

Natürlich wirst Du auch negatives oder unangenehmes Feedback bekommen. Das kann passieren. Die Kunst ist es dann, positiv damit umzugehen. Dadurch erarbeitest Du Dir wieder neues Vertrauen und Authentizität. 

Ein sehr prominentes Beispiel war während des Shutdowns die Marke Adidas und das Thema der Mietenstundung. Das Unternehmen kommunizierte das Thema sehr ungeschickt und es entstand ein großer Shitstorm. (https://www.tagesschau.de/wirtschaft/adidas-entschuldigung-101.html)
Das Unternehmen kommunizierte in einer sozial sehr aufgeladenen Zeit eine Unternehmensentscheidung. Diese wurde in der Öffentlichkeit sehr schlecht aufgenommen, obwohl es sachlich keine falsche Entscheidung war. Schnell gab man seinen Fehler zu und entschuldigte sich. Viele Kunden nahmen diese Reaktion an und heute spricht kaum noch einer davon.

Die perfekte Strategie entwickeln

Social Media nützt Dir nur, wenn Du Dir die passende Social Media Strategie überlegst. 

Welchen Social Media Kanal brauchst Du für genau Deine Anforderungen? Dafür musst Du Deine Zielgruppe kennen und wissen, wo diese sich aufhält. 

Die drei wichtigsten Eckdaten

  1. Kundenprofil: wer sind Deine aktuellen Kunden, wen sprichst Du an?
    Zum Beispiel: Best Ager, Männer 45-55, Strickfans um die 30, Katzenliebhaber,…
  2. Wunschkunde: wen möchtest Du gerne ansprechen?
    Strickende Männer, Design-Liebhaber, 30-40jährige (m/w/ d)
  3. Ziel: was willst Du mit Social Media erreichen?
    Mehr Bekanntheit und Reichweite? Online Umsätze? Kundenbindung?

Die Antworten brauchst Du, um die für Dich richtigen Kanäle zu finden. „Die Kanäle“, weil Du wahrscheinlich nicht nur einen Kanal bespielen wirst.

Die Schärfung des Profils

Dazu empfehle ich immer eine Mitbewerber-Recherche

  • Welche Kanäle werden genutzt?
  • Wie ist die Sprache/ Bildsprache?
  • Wie oft wird gepostet?
  • Wie ist die Kommunikation?

Dabei betrachte besonders diejenigen, die Deine Wunschkunden schon ansprechen! 

Social Media Instagram

Als nächstes kommt die schwierigere Aufgabe: Deine Wunschkunden. 
Wie präsentiert sich Dein Wunschkunde, was spricht ihn an?

  • Du hast in der Mitbewerber-Recherche schon diejenigen gefunden, die mit Deinen Wunschkunden verbunden sind. Hier stalkst Du einfach mal die Profile der Wunschkunden.
  • Du hast sicherlich in Deinem Kunden- und Bekanntenkreis schon Wunschkunden. Schau Dich bei diesen und ihrem Bekanntenkreis um: Was interessiert sie, womit verbringen sie ihre Zeit, was sind Vorlieben und was geht nicht?

Erst wenn Du diese Fragen recherchiert hast, kannst Du die passenden Kanäle auswählen.

Dafür brauchst Du die Übersicht über die Nutzergruppen und die Nutzung der Kanäle.

Nutzergruppen der Social Media Kanäle

Die verschiedenen Social Media Kanäle haben unterschiedliche Nutzergruppen. Starte bei den 5 wichtigsten und entscheide Dich für die passende Plattform oder auch Plattformen.

  • Facebook: 89% der 20-29jährigen nutzt Facebook. Hauptsächlich zu Informationszwecken und Interessenaustausch.
  • Instagram: 90% der Nutzer sind unter 35, 63% nutzen Instagram täglich, bildlastig
  • Pinterest: 30-49 Jahre, deutlich mehr weibliche Nutzer, Planung, Suche und Inspiration
  • Youtube: zweitgrößte Suchmaschine der Welt , Videoplattform
  • Twitter: 2,5 Mio wöchentliche Nutzer. textlastig

Genaue Zahlen zur Nutzung (Stand 2019) findest Du in diesem Artikel: Die 5 wichtigsten Social Media Kanäle und ihre Nutzer.

Während des Corona-Lockdowns haben sich die Zahlen mit Sicherheit erhöht und verändert. Die Tendenzen sind aber immer noch gleich: 

Instagram: Bilder
Twitter: Worte
Facebook: Information
etc.

Mit diesen Informationen kannst Du jetzt den oder die richtigen Kanäle für Deine Ziele auswählen.

Die richtigen Kanäle für Deine Social Media Strategien zu finden war die Pflicht – jetzt beginnen wir mit der Kür!

„content content content“

Was nützt Dir der richtige Kanal, wenn der Inhalt nicht passt?

Der richtige Content ist nicht immer einfach zu finden. Wenn der Knoten aber mal geplatzt ist und Du weißt, was funktioniert – geht es einfacher!

Bleib auf dem Laufenden, bleib dabei: Gerade in der schnelllebigen Onlinewelt ändern sich Regeln und Gegebenheiten sehr schnell. Vielleicht ist viel Text zu dem Bild gefragt oder die Menge der Hashtags verändert sich.
Am wichtigsten bleibt: höre auf Deine Kunden und agiere mit ihnen! Wenn eine bestimmte Art des Postings ankommt, dann setze das öfters um.

Grundsätzlich gilt: Qualität vor Quantität! Im Zweifel poste lieber weniger und dafür gute Qualität. Richtig erfolgreich wirst Du nur, wenn Du dranbleibst – und am Anfang musst Du viel tun. 

Social Media ist Arbeit. Aber das tolle dabei ist: Du bekommst schnell einen ROI (Return of Investment) durch schnelles und direktes Feedback. 

Dieses Feedback nutzt Du, um Deine Arbeit zu verbessern:

  • Was kommt an? Was mögen Deine Kunden? Mach mehr davon und konzentriere Dich darauf.
  • Positives Feedback ist eine echte Motivationsspritze! Nutze sie!

Mache Dir einen Kalender, wann und was Du posten möchtest. Dadurch nimmst Du den Druck und erleichterst Dir die Arbeit.

Eine Anleitung für einen einfachen Kalender findest Du hier: Der Content Kalender – eine kinderleichte Anleitung.

Es gibt für das Social Media Management auch Tools und Apps in allen Preislagen. Für den Anfang finde ich es unnötig, zwei bis drei Kanäle kannst du auch gut so händeln. Denn auch mit einem Tool gilt: die kreative Arbeit bleibt doch bei Dir. 

Fazit

Social Media Strategien sind ein sehr wichtiges Instrument zur Kundenbindung. Auch wenn es vielleicht nicht so scheint, ist der Kontakt über die sozialen Medien emotional und verbindend.
Die richtige Social Media Strategie zu entwickeln ist einfacher als Du denkst, und die Arbeit lohnt sich. Der Kontakt und das Feedback der Kunden macht viel Spaß und Laune!

Linkliste
Definition
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/social-media-strategie-53531
https://onlinemarketing.de/lexikon/definition-social-media
https://www.sem-deutschland.de/inbound-marketing-agentur/online-marketing-glossar/social-media-marketing/

https://de.wikipedia.org/wiki/Zielgruppe

Geschichte
https://socialmediaone.de/entwicklung-sozialen-netzwerke-geschichte-zukunft/

Beispiel
https://omr.com/de/frau-hansen-kmu-instagram-strategie/

Die Zauberwaffe für die nächsten Wochen

„Charakter zeigt sich in der Krise“ hat Helmut Schmidt gesagt. Wir leben seit Wochen in einem Ausnahmezustand, der an vielen Stellen hohe Flexibilität und ein großes Umdenken fordert. Wir sind immer noch angehalten, die Kontakte auf ein Minimum zu begrenzen.
Wenn wir über Marketing in Corona Zeiten sprechen, sprechen wir über non-verbale Kommunikation. Das ist die Kernkompetenz des visuellen Marketing. In “Visuelles Marketing – der 10 Punkte Plan” zeige ich Dir, wie Du ohne Worte mit Deinen Kunden sprichst.

Wie hat sich das Kundenverhalten in den letzten Wochen geändert?

Die Krise hat unser Leben und die Gesellschaft verändert. Ja, es gab auch vorher schon „Bedrohungen“, die mehr oder weniger real waren. Je nach Interessengebiet jedes einzelnen war es vielleicht Meeresverschmutzung, Klimakatastrophe, Hunger,… Doch eigentlich war alles ziemlich weit weg. Jetzt ist die Bedrohung sehr nahe, vielleicht schon direkt neben an. Wer bedroht uns, wer „hat den Virus“?

Wir wünschen uns die Zeit „davor“ zurück: ein freies und unabhängiges Leben. Das geht aber nicht und jeder bekommt es jetzt zu spüren. Selbst der einfache Lebensmitteleinkauf geht nur noch mit Maske und konkreten Regeln. Wir leben mit Maßnahmen, die uns teilweise auch irritieren. Gleichzeitig hat sich eine Solidarität gebildet, die lange nicht mehr vorhanden war. Nachbarschaftshilfe und „Support your locals“ ist ganz nach vorne in unser Bewusstsein gerückt. Beides Maßnahmen, die ich sehr begrüße und auch unterstütze.

Das Internet wurde von vielen ganz neu entdeckt: als Kommunikationsmittel, Unterhaltungsmedium und zum Einkaufen. Glücklicherweise hat der Branchenprimus Amazon den Versand auf bestimmte Bereiche limitiert. Wer also etwas anderes als Artikel aus diesen Bereichen wollte, musste sich woanders umschauen. Zum Vorteil vieler anderer Onlineshops.

Visuelles Marketing - der 10 Punkte Plan

Wie hat sich der Kunde verändert?

Verunsicherung.
Keiner weiß, was kommt und wie es weitergeht. Es gibt unterschiedliche Aussagen über den Virus, keine Medikamente und noch ist nichts Konkretes in Sicht. Die Maßnahmen waren und sind wichtig und richtig, ist aber Abstand und Maske wirklich ausreichend? Kommt vielleicht eine zweite Welle? Wie wird es mit der Wirtschaft weiter gehen? Kann ich wirklich Geld ausgeben oder muss ich alles sparen?

Angst.
Niemand will sich anstecken, es gibt Existenzängste und Zukunftsängste. Viele haben Angst davor, ihren Job zu verlieren oder sich bei der Arbeit anzustecken.

Zurückhaltung.
Aufgrund der Wirtschaftslage und der Verunsicherung wegen des Virus sind viele Menschen im Moment noch sehr zurückhaltend.

Ignoranz.
Es gibt unzählige unterschiedliche Meinungen zu der Situation, vermehrt auch Gegenstimmen zur Verhältnismäßigkeit der Maßnahmen. Manche möchten gerne einfach so weitermachen, wie bisher.

Veränderte Ansprüche und Prioritäten.
Durch Hamsterkäufe, leere Regale und Mengenbeschränkungen hat sich das Konsumverhalten geändert.

Was in den letzten Wochen wichtig war und vielleicht auch bleiben wird

Gesunde Ernährung – Biolieferdienste waren innerhalb von Tagen komplett ausgebucht.

Sport – Durch die Ausgangsbeschränkung und Schliessungen der Sportstätten wurden neue Wege gefunden. Laufen wurde neuentdeckt, Liveyoga über Stream, Sport on Demand.

Weiterbildung – viele waren in Kurzarbeit und nutzen die Zeit, Neues zu lernen. Sprachen, Stricken, Coaching. Onlinekurse starteten richtig durch.

Nachhaltigkeit – DIY und Upcycling wurde durch die Schließung der Geschäfte für viele interessant. Gleichzeitig begann ein Umdenken, viele wollten zum Beispiel aus Sicherheit lieber Fahrrad fahren als mit dem ÖPNV.

Persönlicher Kontakt – Telefonieren und Videocalls wurden neu entdeckt. Die Familie und Freunde konnten nur so erreicht werden. Meetings wurden online abgehalten.

Austausch – soziale Medien wurden stärker genutzt, um Informationen auszutauschen oder sich einfach nur abzulenken.

Visuelles Marketing – der 10 Punkte Plan

Es kommt wieder Bewegung in unseren Alltag. Es gibt zwar immer noch eine Kontaktsperre, aber durch die ersten Lockerungen geht ein Aufatmen durch die Menschen.
Passe Deine Unternehmungen jetzt dem veränderten Kundenverhalten an. “Visuelles Marketing – der 10 Punkte Plan” unterstützt Dich nach der Wiedereröffnung dabei:

Was der Kunde sieht und direkt versteht, musst Du nicht mehr mit Worten erklären.

  1. Halte Dich an die Regeln. Wenn Du Dich selbstverständlich daran hältst, wird Dein Gegenüber das positiv annehmen. Trage eine Maske, halte Abstand. Du setzt dadurch Zeichen.
  2. Mache es Deinem Gegenüber leicht. Stelle einen Desinfektionsspender auf, lege Masken aus, stelle die Möbel um. Was auch immer es braucht, um die Regeln problemlos einzuhalten – setze es um.
  3. Sei selbsterklärend. Das ist das Grundprinzip des visuellen Marketing. Deine Kunden wollen die Dinge am liebsten direkt verstehen oder eine einfache Erklärung. Achte auf visuelle Aussagen und vor allem eine einheitliche visuelle Sprache über alle Bereiche.
  4. Achte auf Nachhaltigkeit. Endlich ist die Zeit, mit Nachhaltigkeit zu punkten: egal ob mit Materialien oder in der Arbeitsweise. Du darfst auch gerne darauf hinweisen. Es ist erlaubt, mit positiven Argumenten zu werben.
  5. Biete mehr Service. Das kommt total an. Wie wird etwas benutzt, Lieferdienste, persönlicher Support – passend zu Deinem Angebot und für Deine Kunden. Du könntest einen Online Support anbieten oder eine Telefonsprechstunde. Mache “Tutorials” oder einen Podcast, um Deinen Service zu erklären.
  6. Zeige Dich online. Dort, wo Deine Kunden sich aufhalten. Sei es Instagram oder Deine Webseite. Investiere in das richtige Angebot. Mit Investition ist nicht nur Geld gemeint, Du kannst auch nur Zeit investieren. Mehr dazu kannst Du hier nachlesen: Die 5 wichtigsten Elemente der perfekten Online Präsenz.
  7. Verändere Dich. Wenn Du es bis heute noch nicht getan hast, lege jetzt los. Überprüfe Dein Konzept und Deine Strategie und passe beides an die neue Situation an. Mehr zum Thema Veränderung kannst Du hier nachlesen: Corona Lockdown – und was Du gerade jetzt für Dein Business tun kannst. Ansonsten findest Du hier in meinem Blog sehr viele Artikel zum Thema visuelles Marketing und Strategien.
  8. Sei zuverlässig. Halte, was Du versprichst. Gerade wenn Du mehr Entgegenkommen von Deinen Kunden erwartest, biete im Gegenzug Verlässlichkeit. Ein Beispiel: wir wollten einen Beratungstermin in einem Laufladen ausmachen um neue Schuhe zu kaufen. Am Telefon bat man uns um um eine Email, da man gerade einen Online Kalender einrichtet und Doppelbelegung vermeiden möchte. Gesagt, getan. Das war vor 14 Tagen. Es kam keine Rückmeldung von dem Laden und die Schuhe haben wir inzwischen in einem anderen Fachgeschäft gekauft.
  9. Sei transparent. Es ist in Ordnung, wenn Du im Moment etwas nicht ableisten kannst. Das Verständnis Deiner Kunden kommt mit Deiner Transparenz automatisch. Und unter uns: die Kunden, die das dann nicht verstehen – die dürfen auch wieder gehen.
  10. Sei positiv und inspirierend. Der für mich wichtigste Punkt. Freue Dich über deine Kunden, sie bringen Dir mit der Zusammenarbeit ein großes Vertrauen entgegen. Und biete Ihnen im Gegenzug ein positives und inspirierendes Erlebnis. Sie werden es Dir mit Treue danken!

Lösungen für die Praxis gibt es unendlich viele. Ebenso sind die Vorgaben in den einzelnen Ländern unterschiedlich.

Da das alles sehr individuell ist, kann ich in einem Artikel nicht alles abdecken. Wenn Du dabei Unterstützung brauchst, melde Dich einfach!

Marion mit Schutzmaske

Was Du nicht machen solltest

Spiele nicht mit Ängsten oder Verknappung. Deine Kunden sind in den letzten Wochen sehr kreativ geworden und haben spätestens jetzt gelernt, wie man seine Bedürfnisse auch in Krisenzeiten erfüllen kann.

Ein persönliches Beispiel: wir sind auf der Suche nach einer Nähmaschine, da wir für unser Segelboot Vorhänge nähen müssen. Nähmaschinen sind zur Zeit sehr begehrt und die Nachlieferung ist unsicher, viele Maschinen werden in China produziert. Bei dem Telefonat mit dem Fachhandel kamen leider auch Äußerungen wie: „Dieses Modell ist jetzt da und keiner weiß ja, wann neue Geräte kommen. Überlegen Sie sich, ob sie besser jetzt kaufen wollen.“ Die Vorhänge sind für mich jetzt im Moment nicht so wichtig. Und sobald sich der Markt entspannt, werde ich meine Maschine in einem anderen Fachgeschäft kaufen.

Die Zukunft

Wenn Du diesen “Visuelles Marketing – der 10 Punkte Plan” beachtest, bist Du zur Zeit gut aufgestellt. Wie es weitergehen wird, kann keiner sagen. Im Moment sind wir alle auf einem guten Weg. Das Virus ist „unter Kontrolle“, die Maßnahmen greifen. Doch ob das so bleibt oder ob die Zahlen wieder nach oben gehen oder das Virus sich vielleicht sogar verändert und alles von vorne los geht, das weiß niemand. Deswegen können wir nur mit der aktuellen Situation arbeiten und unser Handeln immer wieder neu auf den Prüfstand stellen.

Natürlich biete ich Dir auch meine persönliche Beratung für die Umsetzung des “Visuelles Marketing – der 10 Punkte Plan” an.
Melde Dich einfach bei mir: wir besprechen Deine persönliche Situation und finden für Dich Deinen perfekten Weg durch die jetzige Zeit.

Linkliste

https://www.ifw-kiel.de/de/media-pages/videos/die-corona-krise-wird-das-verhalten-der-menschen-nachhaltig-veraendern/

https://www.zeit.de/gesellschaft/2020-04/corona-alltag-konsum-stromverbrauch-wasserverbrauch-schlafverhalten-grafiken

https://handelsjournal.de/corona/mai/zeiten-des-aufruhrs.html

https://www.wuv.de/marketing/der_grosse_umbruch_findet_nicht_statt

So machst Du Deinen Kunden zum Wiederkommer

In meinem letzten Artikel habe ich Dir die 3 ersten Visual Merchandising Basics vorgestellt. Du hast jetzt also Deinen Laden geputzt, die Ware richtig aufgebügelt, nach Größen sortiert und geordnet. Dadurch hast Du schon viel erreicht und vielleicht auch schon mehr Umsatz gemacht.

Da geht noch mehr: wir stürzen uns jetzt kopfüber in die Visual Merchandising Welt!

In diesem Artikel zeige ich Dir, wie Du Deinen Laden richtig einteilst und Deine Ware verkaufsfördernd präsentierst. Und das nicht nur auf der Ladenfläche, sondern auch im Schaufenster. So machst Du mehr Umsatz durch Visual Merchandising.

4. Zoning

Ein sehr wichtiges Thema, je größer der Laden ist.

Das Zoning zieht sich durch alle Branchen. Gerade im Nahrungsmittelbereich ist die Einteilung extrem durchdacht. Du kennst das: am Eingang ist immer das Obst und Gemüse, hinten stets Milchprodukte und Fleisch. In dieser Branche werden sogar die Regale unterteilt und die besten Zonen vermietet. Das bringt den Mietern mehr Umsatz.
Da diese Branche nach eigenen Regeln spielt, schauen wir uns jetzt den restlichen Einzelhandel an.

Ein Raum ist in unterschiedlich Zonen eingeteilt. Wenn Du diese Zonen entsprechend einsetzt und nutzt, steuerst Du Deine Kunden automatisch durch den Laden.

Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist zoning.jpg

Die 3 Zonen

Die bekannteste Aufteilung ist in 3 Zonen. Es gibt auch detailliertere Aufteilungen, hier geht es aber um eine einfache Lösung.

A-Zone

Der erste und wichtigste Berührungspunkt mit dem Kunden. Gefällt dem Kunden hier, was er sieht, wird er bleiben.

Daher präsentierst Du hier am besten:

  • Highlights
  • Kombinationen
  • Verkaufsvorschläge
  • Farbwelten

B-Zone

Der Kunde ist im Laden und schaut sich weiter um, was gibt es denn noch so?

Das ist der perfekte Platz für:

  • Volumenartikel
  • Produktwelten
  • Markenwelten

C-Zone

Das sind die hinteren Ecken, die man nicht direkt sieht. Hier kommt das hin, was Dein Kunde braucht, Artikel für die man extra kommt.

Zum Beispiel:

  • Basics
  • Nachfrageartikel
  • Zubehör

Wenn Du einen sehr kleinen Laden hast, gehen die Zonen natürlich sehr schnell ineinander über. Du kannst Dein Angebot nicht so exakt trennen und aufbauen, dann entscheide Dich für eine abgespeckte Version. Präsentiere Deine Highlights an exponierter Stelle, zum Beispiel ein Tisch oder der sichtbarste Warenträger oder die beste Wand.

Gerade bei kleinen Läden ist es wichtig, durch das Zoning und die Warenpräsentation Ruhe reinzubringen.

Kassenbereich / Anprobe

Der Kassenbereich eignet sich perfekt für “Mitnahmeartikel” und Saisonartikel, zum Beispiel Regenschirme bei Regen. Du kennst das von Kaufhäusern. Aber achte auf Sauberkeit und Ordnung. Wenn Du Dir deinen Kassenbereich voll stellst, erreichst Du nur das Gegenteil. Dein Kunde ist abgeschreckt.

Bei der Anprobe präsentierst Du Artikel, die Du als Zusatzartikel verkaufst. Accessoires und Gürtel als Beispiel. Durch Zusatzartikel wie den passenden Gürtel zur Hose machst Du ganz einfach mehr Umsatz.

5. Warenpräsentation

Durch eine geplante und durchdachte Warenpräsentation erhöhst Du das Erlebnis Deines Kunden. Er fühlt sich wohl und inspiriert, die Aufenthaltszeit im Laden wird gesteigert. Dadurch machst Du direkt mehr Umsatz, ohne Deinen Kunden leiten zu müssen.
Deswegen ist es sehr wichtig, der Warenpräsentation die nötige Pflege und Liebe zu geben.

Je nach Bedarf, Kunde oder Ware entscheidest Du Dich für Produktwelten, Farbwelten oder Themenaufbau. Diese Unterscheidungen erkennst Du in fast allen Einzelhandelsbereichen.

Ich nehme das klassische Kaufhaus als Beispiel:

Produktwelten:
Damenbekleidung, Herrenbekleidung, Kinderbekleidung, Haushaltswaren, Kurzwaren,…

Farbwelten:
„Blau ist das neue schwarz“, „Die neuen Farben im Herbst“

Themenwelten:
„Alles für das Sommerfest“, „Urlaubszeit“

Themen, Farbe und Produkte lassen sich auch gut in das Zoning einordnen. Zum Beispiel eignen sich Produktwelten gut für B- und C- Zonen, Farbwelten für B- und A- Zonen. Themenwelten passen gut in A- und C- Zonen, je nach Sortiment. Campingzubehör sind klassische C- Zonenartikel.

Wenn Du Dein Sortiment unterteilt hast, geht es in die Feinheiten.

Der Aufbau

Im allgemeinen gibt es 3 Arten der Präsentation:

  • Frontpräsentation
  • Hängepräsentation
  • Liegepräsentation

Dafür gilt es nun jeweils den richtigen Artikel und die passende Kombination zu finden.
Schwere Strickpullover hängt man besser nicht, da diese sich aushängen und ausleiern. Dafür legt man die Seidenbluse nicht, da diese verknittert und dann nicht mehr gut aussieht.


Präsentationsarten

Diese Präsentationsarten sind branchenübergreifend. Zum Beispiel gibt es auch bei Schreibwaren eine Front- oder eine liegende Präsentation.

Symmetrie vs Asymmetrie

Grundsätzlich arbeitest Du symmetrisch oder asymmetrisch. Symmetrie strahlt Ruhe, Asymmetrie Spannung aus. Hier ist Deine Positionierung und gewünschte Aussage die Richtlinie. Zum Beispiel ist eine klassische Herrenabteilung meistens in Symmetrie, die „Junge Mode“ asymmetrisch aufgebaut.

Um die Warenaussage zu unterstützen, arbeitest Du am besten nach folgenden Grundregeln:

Produktwelten

  • Leicht über schwer
  • Klein über groß
  • von hell nach dunkel
  • alle Größen einer Farbe zusammen
  • alle Farben eines Produktes zusammen
Sortierung auf Warenträger

Farbwelten

Rule of 3:
Bei Farbwelten kombinierst Du am besten pro Bereich oder Sektion 3 Farben miteinander

Diese zeigst Du entweder in

Wiederholung (Symmetrie)

Symmetrischer Farbaufbau

oder in Spiegelung (Asymmetrie)

gespiegelter Aufbau

je nach Aussage, Platz oder Kollektion.

Themenwelten

  • stimmig – es sollte zu den Gegebenheiten passen, zum Beispiel Jahreszeit oder Feste
  • ansprechend – das Thema sollte einladen
  • less is more – nicht zu überladen und zu viel präsentieren
  • Storytelling – erzähle eine Geschichte!

Je nach Branche oder Produkt arbeitest Du in einem klaren Aufbau (zum Beispiel alle Blumenvasen oder alle Hosen zusammen) oder in Kombination (Outfitpräsentation oder „alles für den Gartentisch“). Der Warenaufbau und die Präsentation muss zur Markenaussage passen: ein Surfshop hat zum Beispiel eine ganz andere Aussage und Klientel als ein Golfshop.

Entsprechend dieser Basics sind viele unterschiedliche Kombinationsmöglichkeiten möglich.
Du solltest eine Geschichte und ein System haben. Wenn das nicht stimmig ist, wirkt es schnell unruhig und Deine Kunden fühlen sich nicht wohl.

Bei einem kleinen Laden konzentrierst Du Dich auf ein Konzept. Entscheide Dich für Farb- oder Themenwelten. Auf exponierten Flächen kannst Du dann ein anderes Konzept präsentieren. Achte immer auf ein ausgeglichenes Farbbild.

Wenn Deine Ware einmal sortiert und aufgebaut ist, musst Du das nur noch pflegen. Artikel tauschen, die abverkauft sind oder einfach mal die Seiten des Aufbaus ändern.

Im großen textilen Einzelhandel wird die Warenpräsentation im allgemeinen alle vier Wochen geändert. Für viele Läden ist das im Alltag nicht zu leisten. Oft reicht es hier schon, einzelne Farben oder Farbthemen zu tauschen.
Dennoch solltest Du die exponierten Stellen wie Tische mindestens alle 14 Tage verändern.

6. Das Schaufenster

Visual Mechandising Basic im Schaufenster

Ich habe es oben schon erwähnt: „Das Schaufenster ist die Visitenkarte eines Unternehmens“. Das war einer der Kernsätze in meiner Ausbildung. Die Schaufenstergestaltung ist ein großer Bestandteil des Visual Merchandisings, der Ursprung des Berufes.

Ich sehe leider sehr oft Schaufenster, die wirklich mehr abschrecken als ansprechen. Ich bringe jetzt hier keine negativen Beispiele und Bilder. Ich denke, Du weißt wovon ich rede.

Schaufenstergestaltung ist ein komplexes Thema, daher gebe ich jetzt hier nur die elementarsten Grundregeln und gebe Dir eine einfache Checkliste an die Hand. Dadurch spricht Dein Schaufenster schon die Kunden besser an und Du hast Du schon sehr viel gewonnen auf dem Weg zu mehr Umsatz.

Basic – Checkliste

  • Schaufensterfiguren (das gilt auch im Laden)

Achte auf die Haltung der Figuren. Unnatürlich abgewinkelte Arme oder kippende Figuren sehen unordentlich aus! Perücken kämmen und ordentlich aufsetzen.

  • Beleuchtung

Achte auf die Beleuchtung. Ein dunkles Schaufenster wird nicht gesehen, die Ware wirkt nicht. Die Strahler beleuchten die Ware, nicht die Wand oder den Boden.

  • Preisauschilderung

Immer Preisschilder schreiben. Diese müssen nicht groß sein, sie müssen einfach nur vorhanden und lesbar sein.

  • Ordnung und Sauberkeit

Preisetiketten und Hangtags an der Ware bitte verstecken. Keine sichtbaren Klebestreifen, Stecknadeln oder ähnliches.

Allgemeine Tipps zum Fensteraufbau

Der Pyramidenaufbau ist die einfachste und ansprechendste Art. Versuche, optisch Tiefe zu schaffen und strukturiere durch Gruppierungen.

Pyramidenaufbau im Schaufenster
Pyramidenaufbau
Gruppierung im Schaufenster
Gruppierung

Achte auf eine einheitliche Aussage der Ware, erzähle möglichst eine Geschichte, zBsp Sommerparty oder Grillen mit Freunden. Dadurch machst Du Dir die Gestaltung deutlich einfacher.

Weniger ist mehr! Du musst nicht alle Artikel oder Farben im Schaufenster zeigen. Entscheide Dich für ein Farbkonzept mit maximal 3 Farben („rule of 3“).

So fängst Du an!

Nun hast Du auch den zweiten Teil der Tipps für mehr Umsatz durch Visual Merchandising kennen gelernt. Wenn Du die Punkte des ersten Teils: Umsatz steigern: 6 wichtige Visual Merchandising Basics – Teil 1 abgearbeitet hast, bist Du schon ein ganzes Stück weiter. Und vielleicht merkst Du auch schon die ersten Veränderungen?

Der zweite Teil ist der anspruchsvollere Part. Deshalb mein Tipp: mache Dir einen Plan.

Zuerst arbeite das Schaufenster nach der Checkliste ab.

Eine grundlegende Neugestaltung des Fensters planst Du am besten erst dann, wenn Deine Ware im Laden schön präsentiert ist. Danach gestaltest Du passend zur Warenpräsentation das Schaufenster und hast dadurch automatisch eine stimmige Aussage, den roten Faden.

Jetzt setzt Du Dein Zoning und den Warenaufbau um.
Grundsätzlich stören sich Kunden im allgemeinen nicht daran, wenn ein Laden neu gestaltet wird. Das verspreche ich Dir aus meiner jahrelangen Erfahrung.
Es sollte trotzdem mit soviel Ordnung und Planung wie möglich passieren.

Toll ist es, wenn Du den Aufbau zumindest beim ersten Mal ganz ohne Kundenverkehr machst. Plane Dir genug Zeit ein, lieber zu viel als zu wenig.

Fazit

Wenn Du die Tipps in diesem Artikel befolgst, leitest Du Deinen Kunden durch den Laden, ohne ihn an die Hand zu nehmen. Dadurch kannst Du Dich auf die Beratung und den Service konzentrieren. Damit beweist Du Deine Fachkompetenz und erhöhst Deine Kundenbindung. Das bringt mehr Umsatz.

Das klingt im gesamten nach sehr viel Arbeit und je nach Ladengröße ist es das wahrscheinlich zuerst auch. Ist diese Arbeit einmal umgesetzt, erleichtert es auf lange Sicht die Arbeit bei den Routinen. Aber noch viel wichtiger ist, es bringt Dir zufriedene Kunden.
Und zufriedene Kunden bleiben, kaufen und kommen gerne wieder.
So machst Du mehr Umsatz durch Visual Merchandising.

Punkte 4 bis 6 sind die Kernkompetenzen des Visual Merchandising. Als gelernte Visual Merchandiserin unterstütze ich Dich natürlich sehr gerne bei der Umsetzung.
Du hast noch Fragen dazu? Dann melde Dich einfach bei mir und wir besprechen, wie ich Dir helfen kann! Es gibt viele Möglichkeiten, auch online.

Wenn Du mehr über Visual Merchandising erfahren willst, empfehle ich Dir meinen Artikel:
Was ist unter Visual Merchandising zu verstehen“ . Ich erkläre Dir, was Visual Merchandiser machen und warum das so wichtig ist.

Ich freue mich sehr über eine Rückmeldung, vor allem wenn Du einen Erfolg durch die Umsetzung bemerkst!

PS:
Erinnerst Du Dich an Gisela aus dem ersten Teil?
Gisela hat die Neusortierung ihres Ladens und die Umgestaltung des Schaufensters in ihre Social Media Strategie eingebaut. Dadurch hat sie ihre Follower neugierig gemacht und viele kommen vorbei, um zu schauen. Das Feedback ist sehr positiv und den Kunden gefällt es. Sie macht viel mehr Umsatz.

https://invidis.de/verkaufsflachen-gehorchen-dem-zonen-prinzip/

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2011/az-19-2011/warenplatzierung-hilft-verkaufen

https://www.business-netz.com/Marketing/Optimale-Ladengestaltung-3-Tricks-fuer-die-Warenpraesentation

https://ready2order.com/de/post/tipps-schaufenstergestaltung#gref

https://ready2order.com/de/post/warenpraesentation-im-einzelhandel#gref

https://inventorum.com/de/blogs/10-tipps-fuer-das-perfekte-schaufenster/

Kunden überzeugen um Umsatz zu steigern?

„Den Laden habe ich mir jetzt aber ganz anders vorgestellt.“
Diese Reaktion einer Kundin verunsichert Gisela sehr. Gisela, Inhaberin einer kleinen und exklusiven Modeboutique konnte sich während des Corona Lockdowns durch Social Media Marketing einen neuen Kundenkreis aufbauen. Sie verkaufte viele Gutscheine, damit sie nach der Krise ihren Umsatz steigern kann. Diese Aussage einer neuen Kundin macht sie nachdenklich.

Ein zufriedener Kunde kauft gerne

So wie Gisela geht es jetzt vermutlich vielen Unternehmen. Das Leben nimmt in Zeitlupe wieder Fahrt auf, die Läden öffnen wieder.
Sehr viel hat sich in den letzten Wochen geändert. Wir haben uns verändert und dadurch auch unser Verhalten und unsere Vorstellung. Wir können nicht weitermachen wie vor “Corona”. Genau jetzt ist die Zeit, altes zu überdenken und neues aufzunehmen.

In diesem Artikel gebe ich Dir 6 Basics eines Visual Merchandisers an die Hand, mit denen Du ganz schnell und einfach Deine Ladenfläche ansprechend und verkaufsfördernd gestaltest.
Besonders jetzt nach dem Stillstand will ich Dich mit meinem Wissen unterstützen, Deine Kunden zu animieren und eine neue Vertrauensbasis aufzubauen. Wenn Deine Kunden Dir vertrauen, kannst Du Deinen Umsatz steigern. Deine Kunden, alte und neue, freuen sich jetzt auf ein Einkaufserlebnis und wollen viele positive Erfahrungen.

Konkret geht es in diesem Artikel um die optimale und damit direkt Umsatz steigernde Präsentation Deiner Waren. Durch eine ansprechende und durchdachte Warenpräsentation erhöhst Du das Einkaufserlebnis Deiner Kunden. Du zeigst Fachkompetenz und Leidenschaft für Deine Arbeit. Deine Kunden vertrauen Dir und kommen gerne.

Diese Anleitung ist zwar primär für den Einzelhandel, sie kann in Teilen auch sehr gut in andere Bereiche übertragen werden. Vor allem Bereiche, die mit Kundenverkehr zu tun haben. Denn in all diesem Bereichen ist das Ziel, den Kunden glücklich zu machen.

Die 6 Basics – Teil 1

1. Sauberkeit

Ja, dieses Thema ist bewußt als erster Punkt gewählt. Es ist und bleibt das absolute Basic, vor allem und besonders in der Zeit nach Corona. Hygiene ist im Bewusstsein der Menschen ganz nach vorne gerutscht und es ist wichtig, gerade jetzt darüber zu reden.

Zu einem sauberen Laden gehört nicht nur das tägliche Saugen, dazu gehört auch Regale abstauben oder das Lager putzen. „Das Schaufenster ist die Visitenkarte eines Unternehmens“, daher sollte nicht nur das Schaufenster, sondern auch die Fläche vor dem Fenster sauber sein.

Hier ist eine Checkliste, in der die wichtigsten Bereiche aufgelistet sind.

Checkliste

Ladenfläche

  • Fussboden saugen und/oder wischen
  • Regale und Möbel abstauben und/oder abwischen
  • Spiegel und Glasflächen putzen (Laden und Anprobe)
  • vor dem Eingangsbereich und Schaufenster fegen

Schaufenster

  • Boden entstauben
  • Spinnweben und tote Insekten entfernen
  • Kleidung entstauben und entfusseln
  • Scheibe putzen

Lager/Büro

  • Ordnung halten
  • Boden wischen
  • Regale entstauben

Du planst nach Deinen Gegebenheiten. Je regelmäßiger Du etwas erledigst, umso weniger Zeit benötigst Du dafür.
Vielleicht musst Du aufgrund einer Klimaanlage die Regale häufiger abstauben. Oder Dein Laden ist in einem Center und die Wege im Center werden täglich geputzt. Das erspart Dir die Reinigung vor dem Geschäft.

Wie kannst Du jetzt einen sauberen Laden gewährleisten?

Am besten machst Du Dir eine Liste, einen Plan. Dann hast Du es immer “auf dem Zettel” und Du musst nicht mehr dran denken.

Lege die Arbeiten im Laden vielleicht vor die Öffnungszeiten, das Lager kann auch im Laufe des Tages gemacht werden. Aber mein Tipp für Dich: halte Dich immer an den Plan!

Ich warne davor, diese Routinen ausnahmsweise zu verschieben. Einmal damit angefangen, ist die Schwelle zum Aufschieben schon nach unten gerutscht.

Und wenn Du es richtig toll machen willst, nimm umweltfreundliche Mittel! Heute gibt es ja viele Alternativen. Wiederverwendbare Tücher sind immer besser als Einmaltücher und lassen sich universell einsetzen.

2. Warenpflege und Ordnung

Textilien

Achte darauf, Kleidung auf die richtigen Bügel zu hängen.
Verwende einheitliche Bügel, nichts sieht unordentlicher aus als unterschiedliche Bügel!
Es gibt breitere Bügel für Jacken und Strickwaren. Wenn Du die Möglichkeit dafür hast, verwende diese. Deine Ware wird es Dir danken.

Kleidung auf einer Stange immer mit der Vorderseite nach links hängen. Bei der Frontpräsentation öffnet sich der Haken am Bügel nach links.

Umsatz steigern durch richtige Bügel-Präsentation
Präsentation von links nach rechts

Dafür gibt es eine einfache Erklärung:
Die meisten Menschen sind Rechtshänder und wir sind intuitiv an „links nach rechts“ gewöhnt.
Teste es selbst, es fühlt sich so viel natürlicher an.

Sobald Du die Ware in umgekehrter Richtung hängst, ist der natürliche und gewohnte Fluß unterbrochen. Dein Kunde muss den Artikel drehen, um ihn von vorne zu betrachten. Und der Artikel wird mit großer Wahrscheinlichkeit nicht mehr richtig zurückgehängt. Du hast einen größeren Aufwand bei der Warenpflege.
Deine Kunden fühlen sich unwohl und werden den Laden schneller verlassen, das gehört in den Bereich des Neuromarketings.

Es ist einfach: verwende die richtigen Bügel. Hänge die Ware für den Kunden so, daß er diese ganz natürlich anschauen und anfassen kann. Und schon ist Dein Umsatz gesteigert, denn der Kunde fühlt sich gut.

Liegende Ware ordentlich und gleichmäßig falten. Gleichmäßig bedeutet in diesem Fall auf die gleiche Breite. Unterschiedlich breit gefaltete Artikel sehen unruhig und unordentlich aus.
Ich empfehle eine „Falthilfe“. Durch die Falthilfe sind die Artikel immer auf die gleiche Breite gefaltet. Das geht schnell und sieht danach direkt perfekt aus.

Eine Falthilfe ist ein ca DinA4 großes „Brett“. Leider gibt es das so nicht zu kaufen.
Du kannst Dir eines im Fachhandel aus Acryl oder Faserplatte zuschneiden lassen. Dabei müssen die Kanten und Ecken ganz glatt sein, damit Du dir Deine Ware nicht beschädigst. Alternativ gibt es eine Upcycling- Variante: Du schneidest einen stabilen Karton zu und umklebst die Kanten mit Paketklebeband. Das reicht auch vollkommen aus.

Hier ist eine einfache und schnelle Anleitung zum Falten.
Es gibt ausgefeiltere Techniken, speziell zur besonderen Präsentation. Hier geht es aber um die schnelle Variante, Du sollst es ja täglich ein- und umsetzen.

Hartware

Für den nicht-textilen Einzelhandel gelten zur Warenpflege die gleichen Prinzipien, nur anders ausgedrückt.

  • Achte auf eine ordentliche Warenbestückung und keine leeren Flächen im Laden.
  • Defekte Verpackungen nach hinten oder von der Fläche nehmen.
  • Stapel sollten möglichst gleich hoch oder im sinnvollen Verhältnis sein.

Gewöhne Dir an, täglich mindestens ein Mal alles aufzuräumen. Entweder morgens oder abends, je nach Personalplanung und Kundenstrom. Manche können das gut in der ersten Zeit, bevor der Kundenstrom losgeht. Bei anderen ist es vielleicht um die Mittagszeit immer sehr ruhig. Du kennst die Vorlieben Deiner Kunden.

3. Größenspiegel und Größensortierung

Abhängig von Deinem Warenangebot und den Möglichkeiten solltest Du nach Größe sortieren. Dabei kannst Du den Aufwand anhand Deiner Zielgruppe und Kernaussage skalieren.

Du willst „Premium“ Kunden? Dann mache es täglich, gerne auch mehrmals! Am besten direkt beim Aufräumen. Deine Kunden erwarten das von Dir. Oftmals haben Premiumshops auch nur zwei Größen auf der Fläche und den Rest im Lager. Achte auf die richtigen Größen und eine ordentliche Sortierung im Lager. So kannst Du schnell für Deine Kunden die richtige Größe holen.

Ansonsten empfehle ich, die Größensortierung regelmäßig in die Routinen einzubauen. 1-2 mal pro Woche reicht, je nach Ladengröße und Kundenfrequenz.
Es ist wie bei der Sauberkeit: je regelmäßiger Du es machst, umso kleiner ist der Aufwand.

Grundlagen

  • S, M, L, XL
  • klein nach groß
  • links nach rechts
  • oben nach unten
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist WARENTRAEGER-SORTIERUNG2.jpg
vertikale Sortierung
Dieses Bild hat ein leeres Alt-Attribut. Der Dateiname ist WARENTRAEGER-SORTIERUNG.jpg
horizontale Sortierung

Diese Grundlagen gelten für alle präsentierten Artikel, egal ob Damenblusen oder Blumenvasen.

Wie geht es weiter?

Ich habe diesen Artikel auf zwei Teile aufgeteilt, da Du zuerst diese Punkte umsetzten solltest. Damit hast Du schon sehr viel getan. Bis zum zweiten Teil hast Du Dich an die neuen Routinen gewöhnt und bist bereit für neue Herausforderungen.

Außerdem denke ich, nach dem Lockdown hast Du jetzt vielleicht auch noch andere Dinge zu erledigen. Im Moment wirst Du eine Umsatzsteigerung nur schwer messen können, da die Situation durch die Sicherheitsmaßnahmen immer noch außergewöhnlich ist und lange bleiben wird.

In dem nächsten Artikel gehen wir dann auf die Themen Zoning, Warenpräsentation und Schaufenster ein.

Dabei erkläre ich Dir, warum Du Deine Ware mit System aufbauen solltest und wo die umsatzstarken Flächen Deines Shops sind. Ich zeige Dir, wie Du kinderleicht spannende Welten in Deinem Laden aufbaust und Deine Kunden direkt damit ansprichst.
Und natürlich bekommst Du auch unbezahlbare Tipps zum Schaufenster. Denn das Schaufenster ist die Visitenkarte deines Unternehmens und sollte den Kunden noch vor Betreten des Ladens richtig neugierig machen.

Zum zweiten Teil des Artikels kommst Du direkt hier: Mehr Umsatz – 6 wichtige Visual Merchandising Bsaics – Teil 2

Und falls Du nicht genau weißt, was Visual Merchandising ist und woher das kommt, empfehle ich Dir meinen Artikel: Was ist unter Visual Merchandising zu verstehen. Darin erkläre ich Dir die Hintergründe und die Mittel im Visual Merchandising.

Und jetzt wünsche ich Dir viel Erfolg bei der Umsetzung!

Linkliste

https://www.neuromarketing-wissen.de/artikel/was-ist-neuromarketing

https://www.welt.de/wirtschaft/article206541365/Coronavirus-Einkaufen-wird-sich-dauerhaft-veraendern.html

https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/sagen-sie-mal-warum-geht-es-im-supermarkt-immer-linksrum-1.591464

Content ist King- mehr denn je!

Lockdown, die vierte Woche. Noch immer weiß keiner, wie lange das dauern wird.
Letzte Woche bekam ich einen verzweifelten Hilferuf von einem meiner Herzenskunden.
Eine kleine und exklusive Boutique, die unter der Schließung stark leidet. Die Inhaberin wollte unbedingt Social Media Content, aber bei der Umsetzung war sie sehr unsicher.

Social Media Content als Schaufenster

Der schnellste Weg jetzt zu handeln ist es, im Social Media Bereich aktiv zu werden und sich zu präsentieren. Social Media Kanäle werden zur Zeit stark genutzt, als Zeitvertreib und vor allem auch zur Inspiration. Und daraus kann jetzt Umsatz werden, ohne einen Onlineshop zu haben.

Doch nicht für jeden ist der Umgang mit Social Media einfach. Gerade wenn Du vielleicht nicht damit groß geworden ist, kann es Dich schon vor viele Herausforderungen stellen.
Und es ist ein gewisses Maß an Einfallsreichtum und Kreativität gefordert, um immer neue Inhalte zu zeigen.

Damit Du schnell Ideen findest, habe ich ein paar Fragen und Beispiele zusammen getragen. Damit kannst auch Du jetzt schnell erfolgreichen Social Media Content für Deine Kanäle erstellen! Auch wenn es so scheint, dieser Artikel ist nicht nur für Instagram. Diese Ideen kannst Du genauso für Facebook, Pinterest oder auch YouTube verwenden!

Es sind alles einfache und mit Hausmitteln auch gut zu produzierende Inhalte. Diese Ideen sind branchenneutral. Es ist fast egal, was Du machst oder wofür Du Deinen Content benötigst.

12 Fragen und zahlreiche Ideen

1.Wer bist Du?
Boutiquenbesitzer, Designer, Visual Merchandiser, Illustrator
Beispiele: Du in Deinem Umfeld, im Laden, im Büro, mit Deinem Material

2.Warum bist Du das?
Erkläre Deine Leidenschaft, Spaß am Verkauf, Spaß am Design, Spaß an der Mode
Beispiele: Du mit Deinen Arbeiten, zufriedenen Kunden

3.Was bietest Du im Besonderen?
Zeige besondere Stücke, Exklusivität, Spezialitäten oder Dein Angebot im einzelnen
Beispiele: Abschlussarbeiten, Einzelstücke, exklusive Marken

4.Was hebt Dich hervor?
Zeige Dein Alleinstellungsmerkmal und Deinen besonderen Service
Beispiele: Lieferservice, Schneiderservice, einzigartige Techniken

5.Wo arbeitest Du?
Zeige Deinen Laden, Dein Atelier, Dein Büro, Deine Pflanze
Beispiele: Führe durch Dein Atelier, Deinen Laden

6.Wie arbeitest Du?
Stelle Dein Team vor, zeige Deine Arbeitsweise
Beispiele: Wir für Dich, handwerkliche Beispiele

7.Woran arbeitest Du?
Zeige neue Ideen, die neue Kollektion, interessante Projekte
Skizzen, Arbeitspläne, Moodboards

8.Was hast Du schon gemacht?
Präsentiere Dein Portfolio
Beispiele: Referenzen, Projektarbeiten, Schaufenster

9.Was beschäftigt Dich?
Bitte keine Politik oder Religion!
Beispiele: Neue Ideen, neue Farben, neue Modelle, fremde Länder und Kulturen

10.Was gefällt Dir?
Zeige was Dir gefällt, was Du magst (Achte auf das Urheberrecht!)
Beispiele: Designer, Farben, Musik, Tageszeiten

11.Woher nimmst Du Deine Ideen?
Zeige das wann oder das wie
Beispiele: Natur, Städte, Umwelt, Events

12.Was inspiriert Dich?
Zeige Deine Vorbilder oder Deine Inspirationsquellen
Beispiele: Künstler, Landschaften, Designer

Du kannst sicher nicht alle Fragen beantworten oder für jede Frage eine Idee finden. Schließlich sollen die Fragen ein breites Spektrum abbilden. Aber mit Sicherheit kann Dich die eine oder andere Frage für die Erstellung deines Social Media Contents kreativ beflügeln, und das sollen sie ja erreichen!

Die Fragen und die Ideen scheinen sehr persönlich. Das ist auch so gewollt.
Gerade jetzt zählt Persönlichkeit und Authentizität. Die Menschen sehnen sich nach Individualität und nach Echtheit. Der Einfluss dieser Werte auf die Kundenbindung hat sich in den letzten Jahren kontinuierlich erhöht. Die besondere Zeit, in der wir im Moment leben, wird unser Verhalten und unsere Gesellschaft noch sehr viel näher an diese Werte bringen.

Betrachte doch mal anhand dieser Fragen die Accounts, die Du so kennst und die Dich inspirieren. Du wirst feststellen, interessante und gute Accounts werden Dir Antworten auf die Fragen geben!

Wichtige Tipps für die Produktion

Für Fotos

Achte auf den Bildausschnitt und die Belichtung. Zur Not hole Dir eine Lampe dazu, um das Licht zu verbessern.

Bleibe Deinem Stil treu. Wechsle nicht ständig zwischen unterschiedlichen Stilen, zum Beispiel Naturaufnahmen und dann wieder schwarz-weiß Bilder.

Versuche, eine einheitliche Stimmung zu erreichen. Schaue Dir die vorherigen Bilder an. Passt das? Oder wiederholst Du Dich vielleicht? Vielleicht willst Du Dich aber auch wiederholen?

Lasse Dich von anderen inspirieren. Wie präsentieren sich Deine Mitbewerber? Was ist gut daran und was geht nicht.

Für Videos

Präsentation

Am besten ist, Du präsentierst vor der Kamera selbst. Das ist authentisch und sympathisch.
Das ist natürlich ein Punkt, der für viele Menschen zuerst ungewohnt und schwierig ist. Aber glaube mir, es wird besser. Du musst ein wenig üben.

Perfekt ist es, wenn Du ein Stativ hast. Wenn Du dir keines besorgen kannst, dann versuche Dein Phone oder Deine Kamera irgendwo zu positionieren, damit Du Deine Hände frei hast.
Das sieht deutlich besser aus.

Wenn Du Dich versprichst, ist das nicht schlimm, das ist authentisch!
Vielleicht hast Du die Möglichkeit, jemanden dabei zu haben. Es ist einfacher, zu einer Person zu sprechen als zu einer Kamera.

Social Media Content Produktion

Rundgang oder ähnliches

Wenn Du einen Rundgang oder etwas ähnliches planst, achte darauf, die Kamera oder das Phone möglichst ruhig zu halten. Keine schnellen Schwenks und keinen Zoom während der Aufnahme. Niemals.

Videolänge

Denk an die Länge der Instagram Videos und Stories.

  • Instagram Stories schneidest Du am besten in Stücke von unter einer Minute. Dann kannst Du diese nacheinander hochladen. Es gibt auch Apps dafür, aber bitte keine kostenlosen mit Wasserzeichen benutzen!
  • Videos im Feed dürfen maximal 60 Sekunden lang sein. Alternativ lädst Du längere Videos bei IGTV hoch und verlinkst sie auf Deinen Feed.

Die Informationen dazu findest Du in der Linkliste!

Egal was Du machst, achte auf Regelmäßigkeit und Authentizität.
Wenn Du mehr Infos für eine Strategie brauchst, dann lies Dir mal den Artikel: Wie finde ich wirksame Social Media Strategien durch. Darin beschreibe ich den Weg zu einer guten Strategie.

Format

Je nach Plattform brauchst Du ein unterschiedliches Format. Wenn Du YouTube Videos machst, filmst Du im Querformat. Für Instagram Stories geht nur hochkant, sonst ist es zu sehr abgeschnitten oder zu klein skaliert. Im Instagram Feed und IGTV gehen beide Formate.

Planung

Der Lockdown wird vermutlich noch mindestens bis Anfang Mai dauern. Selbst wenn es vorher schon eine Lockerung geben wird, so wird diese partiell sein. Ich vermute, das Leben wird erst langsam wieder Fahrt aufnehmen. Du kannst also deinen Social Media Content gut planen bis Mai vorplanen.

Mache Dir einen Content Kalender. In meinem Artikel “Der Content Kalender – eine kinderleichte Anleitung” erkläre ich Dir, wie Du schnell einen Content Kalender erstellen kannst. Wenn Du kannst, versuche mit Deinem Content eine Geschichte zu erzählen. Dadurch machst Du Deine Besucher neugierig und sie kommen wieder oder folgen Dir.

Zwei Beispiele dafür:
Du bist Illustrator? Du kannst damit anfangen zu erzählen, wer Du bist und was Du machst. Dann, warum Du das machst. Das nächste Mal zeigst Du Deine Arbeiten. Dann Deine Inspiration. Dann neue Ideen. Und so weiter.

Oder wenn Du einen Laden hast:
Stell Dich vor. Erkläre Dein Angebot. Zeige Details. Gib Stylingtipps. Zeige neue Artikel. Gib Geschenkideen. Zeige Dein Lieblingsteil. Zeige den Laden / das Lager. Dann wieder Artikel. Als nächstes, erkläre Deinen besonderen Service.

Denke daran, die Möglichkeiten gut auszunutzen. Wenn Du nicht gerne Videos machst, dann arbeite mehr mit Bildern. Nutze bei Instagram die Story und den Feed. Und denke an die Verbindung von Facebook und Instagram.

Produktion von Social Media Content

Visual Experte Instagram

Trau Dich und fange an, Du hast nichts zu verlieren. Du kannst nur gewinnen: Erfahrung, Spaß und vor allem Aufmerksamkeit und Kunden.
Nicht Perfektionismus, sondern Professionalität ist bei der Produktion von Social Media Content wichtig. Achte auf die Liebe zum Detail, Deine Präsentation wird direkt mit Dir und Deiner Arbeit verbunden.

Am besten, Du produzierst vor. Nimm Dir zwar nicht zu viel auf einmal vor, aber von Post zu Post zu arbeiten ist nicht effektiv. Und wenn Du einen Lauf hast, nutze ihn.
Vielleicht kannst Du wochenweise vorproduzieren? Und denke an die Bearbeitung, auch dafür brauchst Du noch Zeit!

Wenn Du Dir die Technik nicht zutraust, dann hole Dir Hilfe. Bestimmt kennst Du jemanden, der sich mit den Tools auskennt. Bitte ruhig um Unterstützung. Ich kann Dir natürlich auch sehr gerne helfen!

Ein besonderer Tipp von mir: Sei positiv und freue Dich über Deine Produktivität! Deine Besucher merken das und honorieren es. Kleine Fehler werden da auch schnell verziehen!
Du wirst sehen, nichts motiviert mehr als positive Reaktionen auf Deine Arbeit.

Wenn Du Fragen dazu hast oder Tipps brauchst, melde Dich auf jeden Fall bei mir! Ich freue mich, wenn ich gerade in dieser Zeit helfen kann. Natürlich helfe auch ich gerne bei der Social Media Content Produktion, melde Dich auch hierfür sehr gerne!

So wie bei meiner Kundin

Zur Erinnerung, es ist eine kleine Boutique mit hochpreisiger und exklusiver Ware.
Zusammen konnten wir ein paar schöne Aufnahmen für ihren Instagram Account erstellen. Natürlich haben wir dabei alle Sicherheitsvorschriften eingehalten.
Wir haben die ersten Videos noch zusammen hochgeladen, sie hat einen Post dazu erstellt und eine kleine Werbung geschaltet.
Schon am Abend hatte sie zwei Artikel aus den Videos verkauft.
So einfach kann es sein!

Linkliste

https://business.instagram.com/getting-started?locale=de_DE

https://www.facebook.com/help/instagram/225190788256708?helpref=related

https://www.facebook.com/help/instagram/1038071743007909?helpref=hc_fnav

https://www.seokratie.de/visual-storytelling/

https://www.angelika-guec.de/gute-bildsprache

Tools (KEINE BEZAHLTE WERBUNG, nur Tipps)

https://www.adobe.com/de/products/premiere-rush.html

https://vsco.co/

In 3 einfachen Schritten zum Produktivitätsbooster

Ich hoffe, Du bist gesund!
27.03.2020 In Hamburg sind die meisten Geschäfte seit 11 Tagen geschlossen. Der Kontakt ist eingeschränkt und ich sitze produktiv im Home Office. Meine Devise jetzt ist, mich auf die Zeit danach vorzubereiten. Und vielleicht hat mein letzter Artikel “Corona Lockdown- und was Du gerade jetzt für Dein Business tun kannst” Dich auch motiviert, einige Dinge jetzt anzugehen.

Damit Dir das auch perfekt gelingt, gebe ich Dir jetzt eine ganz leichte Anleitung für einen funktionierenden Content Kalender. Ich erkläre Dir, wofür dieser gut ist und welchen Inhalt Du planen kannst.

Wofür brauchst Du einen Content Kalender?

Ein Content Kalender erleichtert Dir die Arbeit, da Du

  • Schneller Themen findest
  • Regelmäßig postest
  • Inhalt vorproduzieren kannst

Und dabei ist es jetzt egal, von welchem Medium wir sprechen. Einen Content Kalender kannst Du sowohl bei Videos, Social Media als auch beim Bloggen einsetzen.
Für besondere Events zur Kundenbindung kannst Du den Content Kalender natürlich auch perfekt benutzen.
Daher ist er ein sehr erfolgreiches Produktivitätstool.

Vor allem hilft Dir das Tool dabei, kreativ zu sein und kontinuierlich neue Ideen zu erarbeiten und zu produzieren. Damit erhöhst Du Deine wichtigste Eigenschaft: Deine Authentizität.

Was ist der richtige Content?

Wenn wir über Content und Planung sprechen, müssen wir den Content klassifizieren und einordnen. Du willst auch sinnvollen Content planen, nicht nur eine Zeiteinteilung.

Sprechen wir über die unterschiedlichen Arten von Inhalt. Ich erfinde jetzt übrigens das Rad nicht neu, diese Klassifizierung hat sich in den letzten Jahren in der Social Media Praxis als universell herausgestellt.

Grundsätzlich kannst Du den Content in 3 Klassen einteilen:

Help – Bildung. „Helfender Inhalt“ , danach suchen Nutzer. Auch „Evergreen“ genannt, denn dieser Inhalt ist zeitlos

Hub – Unterhaltung. „Regelmäßiger Inhalt“. Das ist der ganz normale Content

Hero – Inspiration. Besondere Kampagnen, eignen sich auch für Werbung

Das klingt jetzt schon wieder kompliziert, ist es aber nicht.
Help Inhalt ist zum Beispiel: „Mein perfektes Geschenk zum Valentinstag“ oder ein DIY.
Hub ist einfach nur unterhaltsamer Inhalt ohne Langzeitwirkung. Sehr wichtig, um den Nutzer „bei Laune“ zu halten. Daher hat dieser Inhalt auch den größten Raum.

Das Verhältnis von Help zu Hub ist 1/4 zu 3/4.

Hero zählt nicht in das Verhältnis rein, dafür werden diese Inhalte zu selten genutzt. Die Produktion ist meistens aufwändig und ist mit Kosten verbunden. Hero sind die ganz besonderen Sachen, aufwändig in der Produktion und spärlich einzusetzen.

Es ist wichtig, diese Themen im Content Kalender zu verteilen. Das ist aber erst Schritt 2.

Wie erstellst Du einen Content Kalender?

Du brauchst einen Kalender.

Schritt 1: Das Grundgerüst

Hier kommt es darauf an, was für ein Typ Du bist: analog oder digital?

Analog

Wenn Du analog bist, dann besorge Dir einen großen Jahreskalender. 
Der Vorteil daran ist: Du hast alles auf einen Blick und die Feiertage sind schon eingetragen. 
Der Nachteil: Du solltest Deine Planung nicht mit Kugelschreiber machen, sind wird es irgendwann nur ein Gekritzel. Pläne ändern sich!

Die Alternative ist, Dir monatsweise einen Kalender auszudrucken. Vorlagen gibt es sowohl von Excel als auch bei Numbers auf dem Mac. Vorteil: bei einer Planänderung druckst Du einfach ein neues Blatt aus.

Digital

Wenn Du digital bist, arbeite einfach mit einer Kalender-Vorlage oder erstelle Dir eine Tabelle.
Der Vorteil ist natürlich, Du bist deutlich flexibler.
Der Nachteil ist, Deine Vorschau ist begrenzt auf den Bildschirm.

Diese Tabelle kann sehr einfach sein. Hier ein Beispiel, mit welchem wir auch die nächsten Schritte erarbeiten werden.

Hier trägst Du folgendes ein:

  • Datum
  • Feiertage/ Ferien
  • Besondere Tage, zBsp Weltfrauentag oder Valentinstag. Je nach dem, was für Dein Business wichtig ist oder einen Bezug dazu haben kann.
  • Messen, Veranstaltungen

Schritt 2: Der Inhalt

Jetzt wird der Content verteilt:
Die unterschiedlichen Inhaltstypen kennst Du jetzt und Du weißt, in welchem Verhältnis Du diese einplanen solltest. Als nächstes planst Du die Verteilung auf dem Kalender.

Dafür kannst Dir für den Inhalt Symbole überlegen, als Beispiel:

Help

Hub

Hero

Wenn Du analog arbeitest, kannst Du Dir auch Stempel besorgen oder basteln.

Mit den Symbolen machst Du die Einteilung bildhafter.

Jetzt überlegst Du Dir, wie oft Du posten möchtest. 
Wenn wir zum Beispiel von Instagram reden, gibt es auch heute noch unterschiedliche Aussagen und Strategien. Manche sagen täglich, andere ein mal pro Woche. Überlege Dir Deine persönliche Strategie, auch unter dem Gesichtspunkt Deiner Möglichkeiten!
Zu den Strategien habe ich auch schon einen Artikel geschrieben: Wie finde ich wirksame Social Media Strategien. Dort zeige ich Dir, wie Du Deine Strategie findest.

Zum Beispiel veröffentliche ich hier auf meinem Blog alle 14 Tage einen neuen Artikel. Das sind dann 26 Artikel im Jahr, die ich in den Kalender verteile. Das ist sieht jetzt einfach aus, aber für den Überblick über die Themen nutze ich auch einen Content Kalender. So kann ich eine gleichmässige und interessante Verteilung der Themen planen.

Um die Planung besser zu verdeutlichen, nehme ich jetzt aber besser einen Instagram Account als Beispiel. Stell Dir vor, Du bist Inhaber einer kleinen Boutique. Der Instagram Account ist neu und um Reichweite zu generieren, willst Du alle 2 Tage posten.

Als erstes wird gerechnet und natürlich wirst Du dabei auf- und abrunden müssen. Das ist nicht schlimm, die Zahlen sollen für Dich eine Richtlinie sein. Das vereinfacht die weitere Planung.

Bei einem Post alle zwei Tage sind das im Jahr 182 Posts oder 15 pro Monat im Durchschnitt.

Bei den nächsten Schritten konzentrieren wir uns jetzt auf die Help und Hub Inhalte.
Die Hero Inhalte kommen danach.

Aufteilung pro Monat

  • Help 1/3=(45 im Jahr) 4 Inhalte
  • Hub 4/3=(136 im Jahr) 11 Inhalte

In Wochen aufgeteilt heißt das

  • 1x pro Woche einen Help
  • 3-4 mal Pro Woche ein Hub

Jetzt verteilst Du Deine Symbole in den Kalender:

Schnell wirst Du für Dich einen Rhythmus finden. Vielleicht gibt es auch einen Tag, an dem Du das Posten nicht sinnvoll findest. Dann lässt Du diesen bei der Planung außen vor.

Jetzt fehlen aber noch Deine Hero Posts. Diese verteilst Du auf Termine, die perfekt dafür sind.
Beispielsweise wäre natürlich der Valentinstag passend, wenn du einen Blumenladen hast.
Ich persönlich würde allerdings die Heros dann setzen, wenn Deine Kunden nicht damit rechnen. Zum Beispiel ist am 24.01. der Tag der Komplimente – das wäre doch ein schöner Tag für einen Hero-Post.
Übrigens musst Du jetzt nicht für Heros Geld ausgeben, Du kannst Dir auch einfach etwas Besonderes oder Außergewöhnliches überlegen. Sei kreativ!

Ich habe Dir zwei Links mit Terminen für außergewöhnliche und besondere Tage angehängt. Du findest sicher etwas für Dein Business passendes.

Schritt 3: Die Ideen

Bis hierhin war es noch einfach, eine rein analytische Angelegenheit.
Jetzt wird es kreativ.

Zuerst schau Dir Deine Planung an: wo hast Du schon Themen, die Du verarbeiten kannst, zu denen Dir direkt etwas einfällt? Dann trage es gleich ein! Was weg ist, ist weg.

Als nächstes sammle Ideen, indem Du recherchierst. Das sind die klassischen Fragen:
Was machen die Mitbewerber, was ist das Thema im Moment, was suchen meine Kunden, was wollen meine Kunden?

Mache ein Brainstorming und schreibe alles auf.
Diese Ideen clusterst Du in Help, Hub und Hero.

Und dann fängst Du an, zu verteilen.
Du musst übrigens nicht das ganze Jahr vorplanen. Es reicht, die nächsten Wochen verplant zu haben. Schliesslich willst Du ja aktuell sein und wer weiß, wie die Zeit sich entwickelt. Daher sind Lücken völlig okay!

Für Fortgeschrittene empfiehlt es sich übrigens, wenn möglich immer mal eine Geschichte aufzubauen. Zum Beispiel eine Art Reise, die dann in einem Hero Post endet. Das nennt sich Storytelling im Marketing. Darüber wird es auch noch später einen Artikel geben. Wenn Du diesen nicht verpassen willst, trage Dich direkt in den Newsletter ein!

In unserem Beispielkalender kann das folgendermaßen aussehen:

Warum keine fertige Vorlage oder ein Tool nutzen?

Es gibt im Netz unendlich viele Vorlagen für Content Kalender. Und es gibt auch viele Tools, mit denen Du arbeiten kannst. Die Tools kosten jedoch monatlich Gebühren und die Kalender sind meistens für Agenturen oder große Unternehmen ausgelegt.

Wenn Du am Anfang stehst, wird Dich das zwar bei der Planung, aber nicht in der kreativen Ideenfindung unterstützen. Und um mit deiner Arbeit erfolgreich zu sein, brauchst Du immer wieder neue und kreative Ideen. Und auch hier ist es egal ob Du Instagram, YouTube oder einen Blog hast. Wenn Du für Dich und Deine Zwecke etwas einfaches suchst, dann bist Du mit diesem Content Kalender ausreichend gut aufgestellt.

Warum dieser Kalender ein Produktivitätsbooster ist

Der Vorteil dieses Kalenders ist, Du bist beim Erstellen schon im kreativen Prozess. Dadurch findest Du sehr schnell und einfach für Dich passende Ideen. So wird aus Deinem Content Kalender ein echter Produktivitätsbooster!

Wenn Dir meine Anleitung geholfen hat, freue ich mich sehr über einen Kommentar. Solltest Du Fragen dazu haben oder Unterstützung brauchen, melde Dich einfach bei mir.
Ich kann Dir helfen, die richtige Strategie zu finden und einen passenden Content Kalender zu entwickeln.

https://blog.mark-lotse.com/content-strategie-tipps-was-ist-das-hero-hub-hygiene-modell

https://brendangahan.com/youtube-channel-strategy-hero-hub-help/

https://www.kuriose-feiertage.de/kalender/

https://www.philognosie.net/kunst-kultur/uebersicht-welttage-festtage-und-feiertage-liste

Wie die Social Media Week Dir mehr Kunden bringt

Vom 26. bis 28.02. war wieder die Social Media Week in Hamburg. Während der Social Media Week finden in unterschiedlichen Städten weltweit zur gleichen Zeit Konferenzen und Workshops im Bereich Social Media zum einem übergeordneten Thema statt. In Deutschland ist Hamburg der Gastgeber. Das Thema 2020 war „human.X“ – Mehr Mensch, mehr Relevanz, mehr Erlebnis – das Marketing der Zukunft

Für mich war es die erste SMWHH, die letzten Jahre konnte ich mich nicht freiplanen.
Das Motto der Konferenz ist genau mein Thema, daher habe ich mich sehr auf diese Veranstaltung gefreut. Ich konnte mich kaum zwischen den vielen interessanten Workshops, Masterclasses und Vorträgen entscheiden!
Es gab für das Thema drei Aspekte:

Privacy Matters -Sicherheit und Freiheit im Social Media ohne Zweckentfremdung der Daten
Attention Revolution – Achtung vor der Zeit und Aufmerksamkeit der Menschen
Empathy Economics – engere Beziehung zu Zielgruppen durch Verständnis und Erfahrung

Diese Aspekte wurden von vielen unterschiedlichen Seiten und in Bezug auf viele Plattformen und Nutzererfahrungen beleuchtet.

Mir sind in den drei vollgepackten Tagen bei allen Vorträgen drei ganz bestimmte Punkte aufgefallen, die sich immer wieder wiederholt haben.
Interessanterweise war es dabei egal, ob der Workshop oder Vortrag um Videos, Instagram oder was auch immer ging. Wenn Du diese drei Punkte beachtest, wirst Du nicht nur Deine Kunden besser erreichen sondern auch mehr Kunden.

3 Punkte für die Zukunft

Diese drei Punkte habe ich für Dich zusammengestellt und vor allem aufbereitet, sie sind für das Marketing der Zukunft essentiell. Nur wenn Du das Marketing der Zeit anpasst, kannst Du mehr Kunden gewinnen.

1. Der Nutzer, Kunde, User im Mittelpunkt

Diesen Punkt habe ich ganz bewußt auch als ersten Punkt geschrieben. Dein Marketing und Deine Arbeit hat nur eines im Fokus: Deinen Kunden. Weder mehr Umsatz noch mehr Reichweite steht an erster Stelle. Denn das sind Ziele, die Du nur erreichen kannst, wenn Du weißt, für wen Du arbeitest. Dein Kunde hat alle Möglichkeiten der Welt. Er wird sich für das Angebot entscheiden, welches ihn anspricht. Es geht nicht mehr darum, dem Kunden zu sagen, was du besser machst als alle anderen. Dein Kunde will wissen, was Du speziell für ihn perfekt machst.

Kenne Deinen Kunden

Das ist eigentlich die Grundlage jedes Business: wer ist meine Zielgruppe? Dabei ist es sehr wichtig, zwischen dem Wunschkunden und dem tatsächlichen Kunden zu unterscheiden. Manchmal gibt es da einen großen Unterschied. Wie kannst Du jetzt Deinen Kunden herausfinden? Das ist von Deinem Unternehmen abhängig: wenn Du ein Ladengeschäft hast, ist es einfach, Du hast Deine Kunden vor Dir. Hast Du einen Onlineshop, brauchst Du Kundendaten. Entweder Durch Analyse-Tools oder auch durch das Anlegen einer Kundendatenbank.

Biete ihm, was er sucht

Biete das richtige Angebot für Deinen Kunden: Lösungen, Entertainment, Information. Das kannst Du nur, wenn Du wie unter Punkt eins angesprochen, Deinen Kunden auch kennst. Wenn Dein Kunde oder Nutzer Informationen will, dann richte Dein Angebot entsprechend aus. Wie kannst Du herausfinden, was Dein Kunde oder Nutzer will? Am besten, In dem Du die Handlungen Deiner Kunden auswertest. Du kannst auch Umfragen erstellen oder mit Deinen Kunden reden.Wenn Du ein großes Budget hast, dann kannst Du auch eine Marktforschung in Auftrag geben.

Beobachte und passe an

Es ist wichtig, immer dran zu bleiben. Beobachte, was Deinen Kunden gefällt und nehme Anpassungen vor, wenn sich etwas verändert. Finde die richtige Balance zwischen „das bin ich“ und „das habe ich für Dich“.

Und da kommen wir zu dem zweiten und genauso wichtigen Punkt:

2. Authentizität

Es ist schade, daß Authentizität heute ein wenig wie ein Buzzword klingt. Im Grunde ist es ein sehr schönes Wort. Authentizität leitet sich ab von dem griechischen „authenticos“, „autos“ heißt „selbst“ und „ontos“ bedeutet „sein“. Das Thema Authentizität ist nach dem Kunden im Zentrum für mich das zweitwichtigste Thema der SMWHH gewesen. Es ist einfach: der Markt ist übersättigt, man entscheidet sich nicht wegen dem besten Angebot sondern wegen dem für sich sympathischsten.

Wenn Du in einer fremden Stadt auf der Suche nach einem Kaffee bist, dann schaust Du sicher auch bei Google Maps und checkst die Angebote. Danach der Abgleich mit Instagram oder Facebook. Du entscheidest Dich vermutlich für das mit dem für Dich schönsten Angebot. Und kennst Du das: vor Ort sieht es ganz anders aus…Du bist enttäuscht. Diese Enttäuschung ersteht Durch fehlende Authentizität. Und wenn Du authentisch bist, verzeiht Dir dein Gegenüber auch Fehler.

Vertrauen durch Authentizität

Wer bist Du?

Diese Frage klingt doch einfach zu beantworten, oder? Ich verspreche Dir, wenn Du Dich damit auseinander setzt, wirst Du Dich wundern wie schwer die Beantwortung ist. Je einfacher es Dir fällt, um so besser ist es für Dich, dann hast Du Deine Hausaufgaben gut gemacht.

Was willst Du?

Eine essentielle Frage, mache Dir Deine Wünsche und Vorstellungen klar. Ich zum Beispiel möchte auf jeden Fall als Solopreneur arbeiten. Ich möchte mein Wissen und mein Können an andere weitergeben und diesen dabei helfen, zu wachsen. Natürlich ist das jetzt nur eine knappe Zusammenfassung, das geht deutlich ausführlicher. Oftmals kann man sich dafür auch Unterstützung holen, es gibt dafür viel Literatur und viele Seminare. Bitte achte auf die Qualität und Referenzen! Mit dieser Antwort stellst Du die Weichen für den nächsten Punkt:

Kenne Deine Position

Wo stehst Du und wo willst Du hin? Die Positionsfrage ist nicht in zwei Sätzen abgehandelt und vor allem für jeden Unternehmer und in jeder Branche unterschiedlich. Für Deine Positionierung brauchst Du die Definition Deines Kunden / Nutzers und eine Definition Deines Angebotes. Ein konkretes Beispiel ist vielleicht im Schmuck-Einzelhandel Christ im Vergleich zu Bijou Brigitte. Oder Pelikan Füller und Lamy Füller. Beschäftige Dich mit Dir und Deinem Business! Nur dann kannst Du Deinen Kunden glücklich machen.

3. Kontinuität

Last but not least ist kein Business und kein Marketing effizient, wenn es nicht kontinuierlich betrieben wird. Du kannst nicht einmal etwas machen und Dich darauf ausruhen. Gerade Social Media ist schnelllebig und was heute Trend ist, ist morgen verschwunden. Wenn Du mehr Kunden willst, musst Du immer am Ball bleiben.

Mache einen Plan

Egal in welchem Bereich: Marketing, Content, Einsatzplanung,… Arbeite nicht drauf los sondern plane. Wie genau oder wie kleinteilig, ist erst mal egal. Ein Plan bringt Kontinuität: Du siehst, wann Du was machen musst.

Kontrolliere Deine Wirkung

Um zu kontrollieren, musst du skalierbare Kennzahlen haben. Der Fachausdruck dafür ist “KPI”.
Was ist KPI und was sind KPIs? Ich habe eine Zeit in der Logistik gearbeitet. Dort wurde ich schnell mit dem Begriff KPI vertraut gemacht.

Im kreativen Bereich sind Kennzahlen nicht ganz so präsent. KPI steht für Key Performance Indicator. Es sind Kennzahlen, mit denen die Leistung von Aktivitäten in Unternehmen ermittelt werden kann. Je nach Unternehmen oder Fragestellung sind das natürlich unterschiedliche Zahlen. Wichtig ist es dabei herauszufinden, welches die KPIs sind, die weiterbringen.

Das Gegenteil von KPIs sind Vanity Metrics: KPIs, die vorscheinlich gute Zahlen sind, letztendlich aber keine Aussage über die Qualität machen. Ein Beispiel dazu: Du hast einen Online Shop. Du hast 10.000 registrierte Kunden. Das klingt nach einer messbaren Zahl und man könnte diese gut als KPI benutzen. Aber von diesen Kunden haben nur 100 auch etwas gekauft. Daher sind die registrierten Kunden nicht relevant, das sind Vanity Metrics.

Für eine echte Qualitätsaussage sind die aktiven Käufer die wichtige Zahl und das Ziel wird sein, diese zukünftig zu erhöhen. Darauf wird sich Deine Marketing- Strategie aufbauen.
Also finde die aussagekräftigen KPIs, messe Dich daran und verbessere Dich. Durch diese Verbesserung kommen dann auch mehr Kunden.

KPI

Bleibe informiert!

Der Spruch „Handel ist Wandel“ ist ein gängiges Sprichwort und bezieht sich nicht nur auf den Handel als Branche. Gerade in unserer globalen Welt sind die Trends sehr schnelllebig und die Technik von heute morgen schon überholt. Daher ist es wichtig, „am Puls der Zeit“ zu bleiben und sich zu informieren. Nur so kannst Du Deinen Kunden stets bieten, was sie suchen. Und das bringt Dir mehr Kunden.

Ist das jetzt neues Wissen?

Grundsätzlich sind das alles alte und klassische Marketing- Regeln. Jedoch haben sich die Prioritäten stark verschoben und der Kunde oder Nutzer ist deutlich in den Vordergrund gerutscht.

die richtige Zielgruppe für mehr Kunden zu finden

Früher war Marketing mehr „Ich bin toll und habe das im Angebot“, heute funktioniert das bei den Kunden nicht mehr. Immer mehr Kunden wollen ein „Du brauchst das? Bei mir bekommst Du alles und noch viel mehr speziell für Dich!“ Du musst Dir immer wieder klar machen, Dein Angebot ist austauschbar. Als Einzelhändler ist das besonders schnell passiert: das Smartphone in die Hand, one click und morgen geliefert. Was können aber Amazon & Co für den Kunden nicht bieten?

Die Veränderung im Kundenverhalten geht Hand in Hand mit der veränderten Customer Journey. Über die veränderte Customer Journey wird es auch noch einen extra Artikel geben. Wenn Du diesen nicht verpassen möchtest, trage Dich direkt in den Newsletter ein!
Durch den globalen Markt und die niedrige Einstiegsschwelle dank der Technik haben wir heute als Kunde oder Consumer eine unendlich große Vielfalt an Möglichkeiten.

Interessanterweise ist eine Folge davon die steigende Zahl von Kundenkarten. Kundenkarten sind eine Art der Kundenbindung und sollen Dich mit speziellen Angeboten dazu bringen, Dich wieder für den Laden zu entscheiden. Leider fehlt bei dem Konzept Kundenkarte die emotionale Komponente. Wenn der Laden mir nicht sympathisch ist, werde ich nicht wieder hingehen.
Und genauso ticken die meisten Kunden.

Es ist jetzt Deine Aufgabe, hier herauszustechen und Dich sichtbar zu machen. Die drei Punkte helfen Dir dabei, den richtigen Weg zu mehr Kunden einzuschlagen.
Das Werkzeug für die Umsetzung der Punkte ist Visual Marketing. Was das genau heißt und bedeutet, kannst Du in meinem Artikel „Was ist Visual Marketing oder visuelles Marketing“ nachlesen.

Recap SMWHH und mein Fazit

Für mich war es eine wirklich sehr interessante Veranstaltung, ich hatte mir die Tage vollgepackt mit Workshops und zwischendurch noch ein paar Vorträge gequetscht. Es war echt spannend und ich habe viel Input bekommen!
Wenn es Dich interessiert, kannst Du auf dem YouTube Kanal der Social Media Week (https://www.youtube.com/user/SMWhamburg/videos) in die Aufzeichnungen der Livestreams einiger Vorträge schauen. Es sind da spannende Themen dabei. In den nächsten Wochen werden sicher noch weitere Aufzeichnungen folgen.
Auch von den Veranstaltungen der letzten Jahre findest Du dort Videos.

Die Organisation der Veranstaltung war echt gut, alles hat ziemlich reibungslos funktioniert. Die Veranstaltungsorte liegen nah beieinander und das ganze direkt beim Bahnhof Altona.

Um an Workshops und Masterclasses teilzunehmen brauchst Du den premium Pass. Damit bekommst Du auch Getränke und gesponsorte Snacks. Ansonsten gibt es genug in der Umgebung, um etwas zu essen. Die Frage ist nur, ob Dein Programm Dir dafür Zeit lässt. Bei mir war es alles eng getaktet.

Einen Negativpunkt habe ich leider doch, dieser fällt auch in die Kategorie “Authentizität”: es gab für den Kaffee in der Premium Lounge Plastikbecher oder “To Go” Becher. Das hätte auch gerne etwas aus Recyclingmaterial sein können. In den 3 Tagen ist da sicher sehr viel Müll zusammengekommen, das ist nicht nachhaltig und authentisch.
Als Tip: nimm Dir einen Becher mit, das spart Müll.

Ich hoffe sehr, Dir hat unser Ausflug auf die #smwhh gefallen und Du hast jetzt eine Idee, wie Du zu mehr Kunden kommen kannst. Wenn Du Fragen dazu hast oder Unterstützung bei der Umsetzung brauchst, melde Dich einfach bei mir.
Ich freue mich sehr über ein Feedback oder einen Kommentar!

Social Media Week

https://www.diepresse.com/5733475/marketing-authentizitat-ist-der-entscheidende-faktor

https://de.wikipedia.org/wiki/Positionierung_(Marketing)

https://de.wikipedia.org/wiki/Key_Performance_Indicator

https://www.tableau.com/de-de/learn/articles/vanity-metrics

Daten, Zahlen, Fakten Stand 2019

Du möchtest endlich aktiver im Social Media werden und Dir diese Marketingmöglichkeit nicht mehr entgehen lassen?
Um damit neue Kunden zu gewinnen und Dich bekannter zu machen, ist es wichtig, die einzelnen Social Media Kanäle und das Nutzerverhalten zu kennen.

Hier stelle ich Dir die fünf größten und relevantesten Social Media Kanäle vor. Natürlich gibt es noch viel mehr Kanäle und es kann auch sehr sinnvoll sein, einen anderen Kanal zu wählen. Das ist dann jedoch für Fortgeschrittene, ich möchte Dich gerne bei Deinen ersten Schritten begleiten und unterstützen. Und bei den „big five“ ist es ein niedrigschwelliger Einstieg.

Um den richtigen Social Media Kanal herauszufiltern, benötigst Du Informationen über die Altersstruktur und das Nutzerverhalten. Wer sind die Benutzer und welchen Zweck erfüllt das Portal für diese?
Ein Beispiel: Du hast für Deinen Laden einen Artikel eingekauft, der sich als das neueste heiße It- Piece herausstellt. Das möchtest Du natürlich schnell promoten und den Hype mitnehmen. Wenn Du dann auf der richtigen Plattform unterwegs bist und vielleicht noch Anzeigen schaltest, kannst Du sehr schnell auf Dich aufmerksam machen.

Hier ist jetzt die Zusammenstellung für die „big five“

Facebook

Facebook wird heute hauptsächlich als Informationsmedium genutzt. Man recherchiert, schließt sich Interessengruppen an und nimmt Kontakt zu Unternehmen auf. Oftmals funktioniert der Support über Facebook schneller als telefonisch oder per Email. Unternehmen stellen sich und ihre Leistungen vor und bekommen Feedback über Bewertungen. Inzwischen kann man über Facebook auch Onlineverkäufe tätigen, allerdings wird dafür ein Webshop benötigt.
Für privaten Austausch wird Facebook immer weniger genutzt.

Wie stark ist die Nutzung in den unterschiedlichen Altersgruppen?

  • 14- bis 19jährige: 61%
  • 20- bis 29jährige: 89%
  • 30- bis 39jährige: 16%
  • 40- bis 49jährige: 12%
  • 50-bis 59jährige: 20%
  • ab 60 Jahren. 70%

März 2019 Deutschland:

  • 32 Millionen Facebook Nutzer pro Monat (29 Million Mobile)
  • 23 Millionen tägliche Facebook Nutzer (22 Millionen Mobile!)
  • 91% Mobile Facebook Nutzer in Deutschland (29 von 32 Millionen)

Instagram

Instagram ist sehr stark auf die Optik und Bildsprache fokussiert. Es wird zur Recherche und zur Unterhaltung genutzt. Menschen, Produkte und Unternehmen können sich präsentieren. Aktuell gibt es noch keine In-App Kauffunktion, der Kunde wird noch auf die Unternehmenswebseite weitergeleitet. Man kann über Direktnachrichten in Kontakt treten.

Nutzerzahlen:

  • 90 Prozent der Instagram-Nutzer sind jünger als 35.
  • Auf Instagram werden jeden Tag 3,5 Milliarden Likes vergeben, an einem durchschnittlichen Tag werden 95 Millionen Posts geteilt (Stand Juni 2016, die Zahl ist wahrscheinlich heute noch höher).
  • Die Instagram Nutzung hat sich zwischen 2016 und 2018 verdoppelt.
  • 63 Prozent der Instagram Nutzer verwenden die App täglich.

Pinterest

Pinterest wird hauptsächlich zur Recherche genutzt: ich suche Inspiration, Reisetipps, Dekotipps, etc. Und Unternehmen können diese Inspiration bieten. Auch hier gibt es eine Shopping- Funktion.
Ähnlich wie bei Instagram wird man auf die Unternehmensseite weitergeleitet.

Für Pinterest gibt es keine speziellen und genauen Zahlen, das Unternehmen hält sich sehr bedeckt.

Wer nutzt es?

  • Hauptnutzer sind Millennials und Frauen von 30 bis 49, aber 40% der Neuanmeldungen sind männlich.
  • Die Nutzer sind global, gebildet, haben einen überdurchschnittlichen Verdienst und leben in der Vorstadt.
  • Täglich werden 2 Mio Pins geteilt, die Hauptnutzung ist mobil zur Planung und Suche.
  • 2/3 aller Pins repräsentieren Unternehmen und Marken, genutzt wird Pinterest auch zum Shoppen.

Youtube

Videos werden genutzt zur Recherche, Wissenserweiterung, Unterhaltung. Du kannst Deine Leistung zeigen, Dich vorstellen. Kurse geben, Geschichten erzählen.
Inzwischen gibt es viele Menschen, die mit YouTube Geld verdienen, allerdings ist die Monetarisierung heute deutlich schwieriger als in der Anfangszeit.

Daten, Zahlen, Fakten:

  • mit 1,9 Milliarden Nutzern ist es die zweitbeliebteste Social Media Plattform.
  • acht von zehn der 18-49-Jährigen sehen sich Videos auf YouTube an
  • die zweitgrößte Suchmaschine weltweit 
  • die am dritthäufigsten besuchte Seite nach Google und Facebook.
  • Upload/Minute 400 Stunden Videomaterial 
  • Jeden Tag mehr als 1 Milliarde Stunden Views (mehr als auf Netflix und Facebook zusammen)
  • 70% der Views stammt von mobilen Geräten

Twitter

Twitter wird in allen Bereichen des täglichen Lebens benutzt, um schnell Informationen weiterzugeben: die DB hat eine Seite zur Störungsmeldung, Politiker präsentieren sich persönlich und aktuell. Seit es bei Twitter auch den Bilderupload gibt, hat sich auch das Nutzerverhalten und die Nutzerschicht verändert. Dennoch ist Twitter kurz, schnell und direkt.

Nutzerinformation:

Auch für Twitter gibt es keine verlässlichen Zahlen.
Laut einer ARD/ZDF-Onlinestudie gibt es 2,5 Millionen wöchentlich und 0,6 Millionen täglich aktive Twitter-Nutzer in Deutschland.

Zusammenfassung

Du hast jetzt alle wichtigen Informationen über die „big five“ Social Media Kanäle zusammen.

Anhand dieser Informationen kannst Du herausfiltern, ob und wie sich ein Social Media Kanal für Dich lohnt.
Grundsätzlich empfehle ich, eine Facebook Seite anzulegen. Dort informierst du über Basics, Öffnungszeiten, Sortiment, Leistungen.
Das ergänzt Du mit ein bis zwei weiteren Social Media Kanälen.
Möchtest Du informieren? Dann bist Du bei Twitter richtig. Eventuell machst Du auch ein informatives Video und stellst es bei YouTube ein.
Willst Du etwas zeigen? Dann wählst du Instagram und vielleicht Pinterest.
Du willst direkt Verkaufen? Dann ergänze mit Instagram und Pinterest.

Wie kannst Du jetzt daraus eine Strategie entwickeln?
Diese Frage beantworte ich Dir in dem Artikel “Wie finde ich wirksame Social Media Strategien?”.

Social Media Kanäle Strategien Symbolbild

Du brauchst Unterstützung? Auch bei der Einrichtung der Social Media Kanäle helfe ich Dir sehr gerne, damit Dein Start herausragend wird! Melde Dich einfach bei mir.

Facebook wird zum Seniorentreff – neue Studie

Offizielle Facebook Nutzerzahlen Deutschland – allfacebook.de

https://www.brandwatch.com/de/blog/instagram-statistiken/

https://blog.hootsuite.com/de/pinterest-statistiken/

https://www.brandwatch.com/de/blog/statistiken-youtube/