Digitalisierung in 2021 – 5 Prognosen für Unternehmer

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digitalisierung für Unternehmer in 2021

Die digitale Renaissance

Da wir jetzt schon seit fast einem Jahr mit dem Virus zu tun haben, hat sich vieles sehr stark verändert.
Natürlich kann ich nicht alle Bereiche des Lebens betrachten, dafür gibt es auch andere Institutionen.
Ich konzentriere mich auf die Digitalisierung im Unternehmerbereich. Die Digitalisierung und die Akzeptanz der Digitalisierung in 2021 hat sich enorm verändert.

Was bis dahin ein teilweise schleichender Prozess und aufgrund langjährig gepflegter Gewohnheiten nur schwer zu verändern war, nimmt plötzlich rasant Fahrt auf: Videokonferenzen haben im Büro das Meeting ersetzt, die Digitalisierung von Prozessen und von Behörden kommt jetzt auch in Deutschland. Shops wurden virtuell, Kundengespräche visuell und Schulungen webbasiert.

Wie geht dieser Prozess jetzt weiter und vor allem: was ist wichtig in 2021? Ich habe die Zahlen des Jahres 2020 angeschaut und mit diesen Zahlen eine Prognose für das Jahr 2021 aufgestellt.

1. Online first

In letzten Jahr hat es sich endgültig durchgesetzt: die Recherche beginnt online. Beschleunigt wurde das durch die Schliessungen und Kontaktbeschränkungen.

81,5% Prozent suchen jetzt online nach einem Produkt oder einem Service.
76% kaufen online.
55,4% davon mobil. Bei den 55-64 jährigen immerhin noch im Schnitt 37%.

Das heißt ganz einfach: bist Du nicht „online“ finden Dich mehr als 80% der potenziellen Kunden NICHT. Bietest Du Deine Services oder Produkte nicht online an, kaufen Deine Kunden nicht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten der Digitalisierung in 2021. Du musst nicht zwingend einen Onlineshop haben. Aber Du musst unbedingt das auf Deine Zielgruppe zugeschnittene Online – Konzept erstellen.

Mehr dazu findest Du in meinem Artikel: Die 5 wichtigsten Elemente der perfekten Online Präsenz

Fun Facts

Insgesamt verbringt der durchschnittliche Internetnutzer fast 7 Stunden pro Tag im Internet. Das sind mehr als 48 Stunden pro Woche online oder auch 2 volle Tage von 7.

Oder anders gesagt: Die durchschnittliche Person schläft zwischen 7 und 8 Stunden pro Tag. Das heißt, wir verbringen jetzt ungefähr 42 Prozent unseres Wachlebens online. Und fast genauso viel Zeit mit dem Internet wie mit dem Schlafen.

2) Der Erstkontakt über Soziale Medien und Suchmaschinen

Schauen wir uns jetzt den ersten Kontakt mit dem Kunden an. Covid19 hat definitiv hier seine Spuren hinterlassen! Wie genau und wo finden Dich Deine Kunden?

Ein sehr prägendes Beispiel: 2019 war noch „Mundpropaganda“ wichtig, also Empfehlungen von Freunden und Bekannten. Da es ja Kontaktbeschränkungen und Lockdowns gab, konnten wir alle uns weniger austauschen. Daher wurde das 2020 durch Kundenrezensionen ersetzt, also die Bewertungen bei Google, Amazon und Co. Das zieht sich übrigens durch alle Altersgruppen.

Der Erstkontakt im Vergleich

2019
Suchmaschine 35%
TV-Werbung 34%
Mundpropagande 29%

2020
Suchmaschinen 53,1%
Soziale Medien 44,8%
Kundenrezensionen 39,9%

Visuelles Marketing - der 10 Punkte Plan

Nur wenn Du online präsent bist, können Deine Kunden Dich erreichen. Mache Dich jetzt erreichbar!
Wie und wo Du den perfekten Erstkontakt erreichst, erkläre ich Dir in einem der nächsten Artikel. Wenn Du meinen Newsletter abonnierst, verpasst Du diesen ganz sicher nicht.

3) Neue Branchen im Online-Markt

Der Umsatz bei Fashion & Beauty stieg um 27%, bei Elektronik um 18%. Das war abzusehen und auch nicht überraschend. Auch ohne Covid19 wären diese Branchen weiter angestiegen, vielleicht nur etwas weniger.

Der Gewinner 2020 ist ein absoluter Außenseiter: bei Nahrungsmitteln stieg der Umsatz um 41% (im Vorjahr gerade mal +13%)

Gerade die Nahrungsmittelbereich wurde von den E-Commerce Fachleuten immer als „das funktioniert nicht“ angesehen. Corona hat auch diese Aussage verändert.
Sei es die Online-Bestellung mit Lieferung vom Supermarkt oder Biokisten im Abo. Getränke, Spirituosen, Feinkost – alles kann man heute Online bestellen. Und zwar nicht nur bei den großen Playern, sondern auch im kleinen Laden um die Ecke. Viele Händler und auch Gastronomen haben schnell reagiert und Onlineshops auf die Beine gestellt. Und die Kunden haben es dankend und wertschätzend angenommen, nicht nur um diese zu unterstützen.

Das zeigt auch, man kann mit „exotischen“ Angeboten sehr gut online funktionieren. Es muss nur das passende Angebot für den richtigen Kunden sein. Der Markt hat sich verändert, die Digitalisierung in 2021 hat hier schon den Weg gefunden.

4) Neue Business-Spielregeln

Der Verlierer der Pandemie war die Reisebranche. Die Umsätze bei Reisen gingen 2020 um 51% zurück. Das liegt vor allem an den Reisebeschränkungen.

Ein sehr großer Teil dieser Reisen waren Geschäftsreisen.

Durch die Beschränkungen wurden neue Möglichkeiten im Businessbereich eingeführt: Videokonferenzen ersetzen Meetings, Ordern werden online gemacht, Schulungen werden gestreamt. Spätestens mit der zweite Welle setzen sich diese fest und werden Alltag. Das erspart nicht nur Reisekosten, auch die Personalkosten verringern sich dadurch. Diese Kostenersparnis lässt sich kein Unternehmen entgehen, wo immer möglich werden die neuen Medien genutzt. Die Digitalisierung in 2021 wird weiter ausgebaut werden.

Dieses gilt nicht nur im B2B Bereich, auch im B2C haben sich die Online Kanäle etabliert. Man kann ein Online-Shopping in der Lieblingsboutique machen oder eine Onlineberatung buchen. Vieles ist möglich, es werden noch weitere neue Konzepte entstehen.

Noch mal zu den Reisen, den privaten Reisen. Das private Reiseverhalten, also Urlaubsreisen, wird 2021 noch sehr verhalten sein. Ähnlich wie im Jahr 2020 wird es weiterhin hauptsächlich das eigene Land oder die Nachbarländer sein. Back to Nature und Wellness-Reisen werden weiterhin boomen. Hier wird sich erst im Jahr 2022 wieder etwas verändern, und vielleicht holen wir dann alle die Fernreisen nach.

5) Social Media Marketing ist No. 1

Wir alle saßen viel zuhause rum. Sei es im Lockdown, sei es in Quarantäne oder in Kurzarbeit.
Abwechslung gab es nur Online, also folgte der Griff zum Handy und zu Instagram, TikTok, YouTube & Co. Viele Unternehmen haben das gesehen und reagiert.
Im vierten Quartal 2020 stiegen die Ausgaben für Social Media Werbung um satte 61%.

Das heißt übersetzt: wenn Du nicht im Social Media zu sehen bist, greift Dein Mitbewerber Deine Kunden ab.

Wer bisher noch nicht in Social Media Marketing investiert hat, sollte schleunigst damit anfangen. Eine Investition ist nicht immer Geld, Du kannst auch Zeit investieren. Mehr darüber kannst Du hier nachlesen: Wie finde ich wirksame Social Media Strategien?

Fun Facts:

Während die Weltbevölkerung um 1% gewachsen ist, ist die Nutzung von Social Media um 13% angestiegen.
Die weltweite Nutzung von Facebook stieg um mehr als 12%. Bei Instagram sogar um 29%, in Zahlen von 928,5 Mio auf 1,2 Billionen. Also fast ein Drittel mehr!

2020 stieg die Zahl der Social Media Nutzer weltweit ungefähr um 15,5 neue Benutzer pro Sekunde.

Der typische Social-Media-Nutzer verbringt jeden Tag 2 Stunden und 25 Minuten mit Social Media. Das entspricht ungefähr einem „Wach-Tag“ seines Lebens pro Woche. (Also die Zeit, in der wir nicht schlafen)

Social Media Instagram

Was heißt das für Dein Unternehmen in 2021?

Sei Online.

Du musst im Netz aktiv sein und das am richtigen Platz zur richtigen Zeit!
Und Internet ist Arbeit, das macht sich nicht nebenbei. Du musst diese Zeit fest mit einplanen oder outsourcen.
An der Digitalisierung in 2021 kommst Du endgültig nicht mehr vorbei.

Die Digitalisierung in 2021 beginnt mit Deinem Internet-Profil

Kennst Du noch die gelben Seiten? Das war ein Branchenbuch zu Zeiten des kabelgebundenen Telefons. Ja, das gab es. Damals hatte jeder Haushalt ein dickes gelbes Buch, in dem alle Geschäfte nach Branchen gegliedert aufgeführt waren. Das Gegenstück dazu ist heute das Internet. Das Internet als Branchenbuch kannst Du grob in 3 Ebenen gliedern:

Webseite

Die Webseite ist die Basis. Ob Du eine einfache Seite hast oder sogar einen Blog, ist egal. Hauptsache, Du hast eine Webseite.

Mehr dazu findest Du hier:
Webseiten erstellen – die 5 häufigsten Mythen und Wahrheiten

Business- Netzwerke

Google my Business, Xing, LinkedIn

Google my Business unterscheidet sich von Xing und LinkedIn, da es nicht direkt ein Netzwerk ist. Du weißt nicht genau, was Google my Business ist? Wenn Du nach „Frisör Hamburg“ sucht, siehst Du das Feld mit der Karte und den Öffnungszeiten. Das ist Google my Business. Du hast hier aber mehr als nur Öffnungszeiten und die Karte. Du kannst Bilder zeigen, mit Kunden agieren, Sonderinformationen einstellen. Es ist für Dein Business fast unabdingbar. Google my Business ist wie ein Netzwerk zu nutzen. Hier gibt es auch Kundenrezensionen. Und dass diese „Gold“ sind, hatte ich ja gerade ausgeführt. Je besser Dein Auftritt ist, umso höher ist die Chance, daß der potenzielle Kunde Dein Kunde wird.

Xing und LinkedIn wird stark genutzt zum Kontakte knüpfen. Aber auch als Marketing-Instrument werden diese Plattformen immer wichtiger. Gerade LinkedIn ist im letzten Jahr in Deutschland stark gewachsen und kommt auch mit neuen Funktionen, die wir aus den „echten“ Social Media Kanälen kennen. Es gibt Stories und Du kannst richtige Blogartikel schreiben.
Xing ist im deutschen Raum immer noch sehr verbreitet und wird auch für Events sehr stark benutzt. Es gibt hier auch sehr aktive Gruppen.
Für manche sind diese Netzwerke ein echter Kundenmagnet.

digitalisierung-in-2021-mit-xing

Social Media

Das ist für viele Unternehmer nur wie eine große Spielwiese. Das das 2021 nicht mehr richtig ist, hast du ja oben gelesen.
Es ist im Social Media extrem wichtig, Deine Zielgruppe zu kennen. Du musst wissen, wo diese sich aufhält und dort aktiv sein. Nur dann ist Social Media effektiv. Hab keine Angst davor! Schlechter als es falsch zu machen ist nur, es nicht zu machen.
Auf meinem Blog findest Du sehr viele Ideen für Content, eine Anleitung für einen Content Kalender und auch über viel Authentizität. Das ist das wichtigste beim Social Media.

Ein paar 2021-Tipps für die größten Kanäle

Instagram vs. TikTok

TikTok hat 2020 massiv aufgeholt. Kaum einer, der sich TikTok 2020 nicht heruntergeladen hat. Viele davon haben die App aber auch genauso schnell wieder gelöscht.

TikTok hat eine ganz eigene Sprache, Nutzung und auch Nutzerschicht. Diese verändert sich zwar langsam, dennoch bleibt die Nutzung: schnelles konsumieren von kurzen Videos. Punkt.

Anfangs waren die Nutzer hauptsächlich Generation Z. Inzwischen sind auch viele Millenials auf TikTok und auch die „noch älteren“ finden ihren Weg dorthin. Dennoch funktioniert es nicht für jeden als Marketingkanal. Du musst Dich wirklich genau mit TikTok auseinandersetzen, um hier erfolgreich zu werben.

Instagram
Seit Instagram zu Facebook gehört, hat die App als Marketingtool extrem aufgeholt. Du hast viele Möglichkeiten, Dich zu Dir passend zu präsentieren. Die neuesten Funktionen sind Reels und Guides. Und wenn Du diese nutzt, wird der Instagram Algorithmus Dich auch lieben. Reels sind kurze Videos und die Kampfansage an TikTok.

Facebook
Der Untergang wurde schon oft Prophezeit, die Pandemie hat ihn gestoppt. Auch Facebook hat natürlich von der Pandemie profitiert. Gerade für das Business ist Facebook sehr wichtig. Man könnte sagen, Facebook ist das neue Branchenbuch. 2020 hat die Nutzung von Gruppen bei Facebook stark zugenommen. Zwar ist nicht jede Branche für eine Gruppe geeignet, aber hier liegt immer noch ein großes Marketingpotenzial.

Facebook hat Instagram ja 2012 aufgekauft. Inzwischen sind beide Plattformen auch im Handling eng miteinander verbunden. Über den Facebook Business Manager kannst Du beide Plattformen perfekt gleichzeitig betreuen. Das erspart viel Zeit und auch die Kosten für externe Tools.

Sonstige Social Media Plattformen
Da ist immer noch Pinterest. Bei Pinterest hat sich im letzten Jahr fast nichts verändert. Außer, daß es mehr und mehr Werbung gibt. Mir persönlich ist es zu viel, aber Pinterest ist auch nicht ganz meine Platform. Daher spare ich mir für mein Business die Energie.Pinterest ist stark im kreativen Bereich, DIY und für Inspirationen.
Du bist Dir unsicher, ob Pinterest für Dich das richtige ist? Lass uns darüber reden!

Twitter übrigens möchte keine Werbeplattform sein.
Snapchat existiert noch, wurde aber definitiv von TikTok überholt und abgelöst.
YouTube hat einen gigantischen Wirkungskreis und gilt auch als die größte Suchmaschine nach Google. Aber YouTube ist nicht zwischendurch gemacht, dafür muss man sich auskennen. Daher lasse ich das jetzt außen vor und es wird über YouTube einen eigenen Artikel geben.

Fazit

2021 ist immer noch geprägt von Corona und es ist nicht absehbar, wie lange wir noch mit der Pandemie leben müssen.
Es dauert 66 Tage, bis sich Gewohnheiten gefestigt haben. Diese Grenze im Bezug auf die Digitalisierung und die veränderten Umstände haben wir längst überschritten. Die Welt wird sich nicht mehr zurückdrehen, es bleibt alles anders. Daher ist es wichtig, spätestens jetzt aktiv mitzugehen.
Umbrüche und Krisen bieten immer auch Chancen für diejenigen, die offen sind. Erkenne die Chancen, ergreife Sie und fang an!

Du hast Fragen dazu? Lass mich Dir helfen, einfach und unkompliziert! Das Erstgespräch ist immer kostenlos.

Die Zahlen habe ich aus dem Digital-Report 2021 von WeAreSocial und HubSpot, beides führende Digital-Unternehmen.

https://wearesocial.com/de/blog/2021/01/digital-2021-die-neuesten-einblicke-in-den-state-of-digital

2 Kommentare
    • Mirscha sagte:

      Hallo, schreiben Sie mir doch gerne eine Email an contact(at)visual-mk.de!
      ***ich habe die Emailadresse korrigiert***
      Oder auch gerne bei LinkedIn oder Xing!
      Schöne Grüße
      Marion

      Antworten

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